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Digitalisierung in deutschen Schulen – Status quo! Förderungen? Versäumnisse?

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Die Digitalisierung ist für Wirtschaft, Industrie und Privathaushalte das große Thema der letzten Jahre, doch in den Schulen scheint die Digitalisierung bisher eher stiefmütterlich behandelt worden zu sein.
Die COVID-Krise und die damit einhergehenden Veränderungen beim Präsenzunterricht haben einige Lücken für die Augen der Öffentlichkeit erst jetzt offenbart. Doch wie steht es in Schulen tatsächlich um die Digitalisierung? Unser Überblick zeigt Stärken, Schwächen und Perspektiven der digitalen Schule auf.

Digitalisierung in der Schule – Ausstattung, Ideen und Vergleiche


Im vergangenen Jahr rückte die digitale Bildung in deutschen Schulen verstärkt in den Fokus, doch bereits in den Bildungsberichten der Europäischen Union der vorigen Jahre wurde Digitalisierung stärker thematisiert. Gilt der Breitbandausbau, die Vernetzung und die Digitalisierung vielen Kritikern generell als wunder Punkt der deutschen Regierung, so konnte der EU-Bildungsreport diesen Eindruck eher bestätigen als widerlegen: Nur rund neun Prozent aller Schüler/Innen bundesweit besuchen eine digital gut vernetzte Schule (Stand 2017/18). Im europäischen Durchschnitt sind es rund 35 Prozent, eine klaffende Lücke also.
Während der COVID-Krise bleibt nur rund ein Drittel des Lehrpersonals in regelmäßigem Kontakt mit den Klassen, rund zehn Prozent haben wenig oder gar keinen digitalen Kontakt.
Doch nicht nur Schulen und Lehrer schneiden schlecht ab, auch den Schüler/Innen selbst mangelt es an grundlegenden Kenntnissen. Rund ein Drittel besitzt nur unterdurchschnittliche Fertigkeiten im Umgang mit Basisprogrammen, das wiederum ist mit Ländern wie Frankreich oder Italien durchaus vergleichbar. Dort ist es um die Grundkenntnisse der Schüler/Innen häufig sogar noch schlechter bestellt.
Wie die Saumseligkeit des Bildungssystems in Krisen zu einem waschechten Strukturproblem werden kann, offenbarte der Mangel an Online-Lernplattformen. Nur rund 33 Prozent aller Schüler/Innen hatten vor Beginn der Krise Zugang zu einem digitalen Lernmanagementsystem, Spitzenländer wie Dänemark, Singapur oder das urbane China kommen hier auf Werte um die 90 Prozent.
Generell hinkt Deutschland hinterher. Bildungsforscher Michael Kerres etwa berichtet der Tagesschau (14.08.2020) von Lehrern ohne dienstliche E-Mail-Adresse und fehlenden Lernplattformen im Netz. Das ist in den meisten Industrienationen unvorstellbar.

Digitalisierung als Versprechen – der komplexe Prozess vernetzter Schulen

Finanziell sind die deutschen Schulen auf dem Papier gut ausgestattet. Dafür sorgt der DigitalPakt Schule und den gibt es nicht erst seit der Coronakrise. Bereits 2018 stellten Bund und Länder Gelder mit einem Gesamtfördervolumen von rund 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung (5 Milliarden durch den Bund, 500 Millionen durch die Länder). Durch die veränderten Rahmenbedingungen der Kontaktbeschränkungen wurde dieses Paket noch einmal um eine Milliarde aufgestockt.
Die neue Fördersumme soll zu gleichen Teilen in Endgeräte für Homeschooling und die Verwaltung der Systeme in den Schulen selbst fließen.
Die stockende Digitalisierung liegt nicht an den zur Verfügung stehenden Mitteln, sondern an deren Abruf. Bis Ende Juni 2020 war gerade einmal eine Summe von 15,7 Millionen Euro in die Kassen der Länder übergegangen, weitere bewilligte Anträge beliefen sich bis zum Herbst auf etwa 250 Millionen Euro – eine im Vergleich zur Förderung immer noch desaströs niedrige Summe.
Die Antragstellung, so die Schulen, sei zu bürokratisch ausgefallen. Die benötigten Medienbildungskonzepte sollen sicher stellen, dass Schulen wissen, in welche Technik sie investieren wollen und wie diese pädagogisch genutzt werden soll. Das braucht allerdings Zeit, denn die Konzepte müssen erst geschrieben und schließlich bewilligt werden. Zumal Schulen hier nicht alleine als Bildungsinstitute agieren können. Der DigitalPakt ist gestaffelt und zahlt zunächst für leistungsfähige Server, dann für LAN- und WLAN-Konzepte und dann erst für vernetzte Whiteboards, Laptops und Tablets.
Selbst mit bewilligten Konzepten stehen viele Schulen allerdings vor einem weiteren Problem: dem Anschluss. Ohne Breitbandanschlüsse helfen auch ausgearbeitete Medienbildungskonzepte wenig.
Auch die konkreten Summen, die der DigitalPakt für die Vernetzung mit mobilen Endgeräten zur Verfügung stellt, sind unzureichend. Pro Schule stehen Mittel in Höhe von 25.000 Euro für Laptops und Tablets zur Verfügung. Der Grund: Die digitale Einzelausstattung sollte der DigitalPakt eigentlich nicht finanzieren.
Auch an der Infrastruktur fehlt es. Es gibt schlicht nicht genug Firmen, die die Schulen überhaupt vernetzen könnten und alle Aufträge müssen nach europäischem Vergaberecht ausgeschrieben werden. Da Schulen aber zunächst die Server und Anschlüsse benötigen, ehe weitere Mittel aus dem DigitalPakt abgerufen werden können, scheitert es vielerorts bereits beim ersten Schritt der praktischen Digitalisierung.
Allerdings dauert der Vorgang nicht an allen Stellen so lang, die Corona-Fördermittel sind schneller bei den Schulen angekommen und konnten viele klaffende Wunden zunächst stopfen. So erhielten beispielsweise in Berlin bedürftige Schüler/Innen aus Senatsmitteln Tablets, einige Länder haben die Vernetzung ihrer Schulen zunächst in Vorleistung bezahlt.
So lässt sich unter dem Strich durchaus festhalten, dass die COVID-Krise an vielen Stellen eine beschleunigende Wirkung hatte und die notwendigen Weichen für die Zukunft gestellt wurden, doch um für viele Schüler/Innen den digitalen Unterricht jetzt zu verbessern, wird es vermutlich nicht reichen.
Auf Fördermittel alleine verlassen viele Schulen sich dabei bereits jetzt nicht, denn die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel können Schulleiter in Teilen frei einsetzen. Natürlich steht die Digitalisierung hier für viele Schulen im Vordergrund

Der lange Weg zum digitalen Unterrichtsplatz

Trotz der Versäumnisse beim digitalen Ausbau der Schulen konnte die Coronakrise trotz ihrer verheerenden Konsequenzen hier zumindest als Katalysator dienen und dem Thema Digitalisierung in der Schulbildung die notwendige Aufmerksamkeit bringen.

Anbieter wie TdoT.digital helfen Schulen bei der Digitalisierung in Form von einem virtuellen Tag der offenen Türe

Dass Digitalisierung ein so schwieriger Prozess für die Schulen ist, liegt nicht alleine an den Mitteln zum Ausbau, den Schwierigkeiten bei der praktischen Einrichtung und der Ausrüstung der Schüler – auch die Lehr- und Lernkonzepte müssen digital werden, wenn die Digitalisierung mehr als nur Lippenbekenntnis sein soll.
Von den großen Ansatzpunkten wie den Servern und Breitbandanschlüssen in den Schulen über Versäumnisse wie fehlende Dienstrechner und VPNs für Lehrende bis hin zu den Endgeräten für Schüler/Innen herrscht in deutschen Schulen noch viel Nachbesserungsbedarf, ehe Hybridmodelle und Remote Learning wirklich auf dem Stand angekommen sind, auf dem sie sein sollten.






Weitere Informationen:

https://ec.europa.eu/education/resources-and-tools/document-library_en
https://www.zeit.de/digital/2020-11/digitalisierung-schulen-deutschland-eu-vergleich
https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/digitalisierung-schulen-sachsen-anhalt-bilanz-abruf-foerdermittel-100.html
https://www.tagesschau.de/inland/digitalisierung-schule-105.html
https://www.tagesschau.de/inland/digitalisierung-schulen-interview-101.html

Wie funktioniert Account-Based Marketing (ABM)?

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Dieser Artikel soll einen grundsätzlichen Überblick über das Thema Account-Based Marketing (ABM) bieten.

Fangen wir dazu mit der grundlegenden Frage an:

Was ist Account-Based Marketing (ABM)?

Beim Account-Based Marketing (ABM) handelt es sich um eine Strategie für fokussiertes Wachstum. Hierbei kollaborieren Marketing- und Verkaufsteams miteinander. Im Vorhinein werden hochwertige Accounts definiert, denen man ein personalisiertes Kauferlebnis bieten möchte. Bei diesen hochwertigen Accounts handelt es sich um bestehende, aber auch potentielle Unternehmen.

Account-Based Marketing: Die Vorteile

Bei einer Umfrage gaben 97% der Befragten zu Protokoll, ABM habe in ihrem Unternehmen im Vergleich zu anderen Marketing Kampagnen zu höherem oder viel höherem Return of Investment geführt.

Gegenüber anderen Marketing Strategien hat ABM folgende Vorteile:

  1. Marketing und Verkauf befinden sich im Gleichschritt zueinander.
  2. Die Relevanz des Unternehmens wird unter den hochwertigen Accounts maximiert.
  3. ABM ermöglicht es, konsistente Nutzererlebnisse zu liefern.
  4. Das Return of Investement kann gemessen werden.
  5. Der Verkaufszyklus wird optimiert.
  6. Das Unternehmen durch Beziehungen zu Accounts erweitern.

Account-Based Marketing: Die Taktiken

Soll eine Account-Based Marketing Strategie ins Unternehmen implementiert werden, ist es zuerst einmal wichtig, dass die gesamte Organisation nach den ABM Kriterien ausgerichtet ist.

In einem nächsten Schritt sollte eine ABM Team installiert werden. Dieses beinhaltet meist folgende Rollen:

Das Team einigt sich dann auf einen Satz an Zielaccounts für ihre Bemühungen. Dabei ist es wichtig, dass Marketing und Verkaufteams zusammenarbeiten, um eine Strategie zu entwickeln.

Der Fokus sollte auf starken Beziehungen zu Kontakten der hochwertigen Accounts liegen. Insbesondere Beziehungen zum Einkaufskomitee erweisen sich später im Prozess oft als hilfreich.

Ist der ABM Prozess beendet, geht es darum die Resultate zu messen und zu analysieren. Nur so können für zukünftige Projekte die richtigen Anpassungen vorgenommen werden.

Top Account Based Marketing Tools

Es befindet sich einiges an Software auf dem Markt, die Teams beim ABM- Prozess unterstützen kann. Nachfolgend finden Sie eine ausführliche Liste:

CRM, Marketing Automation, Engagement Tools

Salesforce. Eine Software zum Management von Kundenbeziehungen.

Marketo. Hilft bei der Automatisierung des Marketings, insbesondere bei contentbasiertem Marketing.

ABM Plattformen und Tools

Engagio. Marketing-Plattform, die B2B-Vermarktern dabei helfen soll, Account-Based Marketing zu verstehen, umzusetzen und zu messen.

Demandbase. Vermarkter können mit dieser Software Online-Anzeigen auf Unternehmen ausrichten, die vorgegebenen Kriterien entsprechen, die auf Attributen und Metriken wie Branche, Umsatz, Kundenstatus oder gekaufte Produkte basieren.

Drift. Hilft bei personalisiertem Nutzererlebnis, erhöht den Umsatz, verkürzt Verkaufszyklen und stärkt die Marke.

Marketing & Sales Intelligence Tools

6sense. Hilft dabei, die richtigen Accounts zu identifizieren.

Clearbit. Eine Marketingdatenmaschine für alle Kundeninteraktionen. Hilft Ihnen Ihre Kunden genau zu identifizieren und personalisiert jede einzelne Marketing- und Vertriebsinteraktion.

Bizible. Eine Marketingzuordnungs- und Umsatzplaungssoftware, die es ermöglicht Umsätze zu messen und zu planen.

Content Marketing & CMS Tools

Uberflip. Uberflip ist ein Content-Hub. Mit dieser Software können Nutzer Blogartikel, Social Media Content, Videos oder Ebooks in ein responsives Interface integrieren.

Pathfactory hilft dabei, in einer digitalen Welt Reibungsverluste zu beseitigen, in dem sie ihren Kunden ein intelligentes Inhaltserlebnis bietet, die sie benötigen, um ihren Inhaltskonsum zu verstehen.

Highspot. Macht es Verkäufern einfach, die relevantesten Inhalte zu finden. Das geschieht durch eine Analytik, die zeigt, was wirklich funktioniert und was nicht.

Optimizely. Mächtiges, aber gleichzeitig einfaches Tool um zu Testen, welche Nachrichten, Bilder und Offerten die besten Konversions und den besten Liftetime-Value liefern.

Natürlich benötigt jedes Unternehmen auch diverse Tools, um die Accounts zu kontaktieren. Dafür empfehlen sich verschiedene Möglichkeiten:

  • Phone
  • Email
  • Chat
  • Social Media
  • Video

Kurz erklärt – Customer Journey Mapping

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Wofür brauche ich eine Customer Journey Map?

Eine Customer Journey Map ist das perfekte Tool, um sich in Ihre Kunden hinein zu versetzen und in ihre Köpfe zu blicken. Der Prozess des Erstellens bietet Ihnen viele neue Einblicke und Erkenntnisse, um Ihr Unternehmen aus Kundensicht zu entwickeln. Eine Customer Journey Map ermöglicht Ihnen rauszufinden, ob an einer bestimmten Stelle im Kontakt mit Ihrem Unternehmen die Erwartungen des Kunden enttäuscht werden oder sogar übertroffen werden. Sie ist ein Werkzeug, um Empathie für Ihre Kunden aufzubauen und sie begeistern zu können, um sie langfristig an sich und Ihre Marke zu binden. Hier erfahren Sie, wie sie eine Customer Journey Map erstellen und was dabei zu berücksichtigen ist.

Warum sollten Unternehmen aus Kundensicht entwickelt werden?

Kundenzentrierte Entwicklung ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Unternehmen. Die Kundensicht konsequent in Unternehmensprozesse zu integrieren treibt Innovationen voran, schafft Ihnen einen Vorteil im Wettbewerb und hilft Ihnen, Ihre Kunden zu begeistern und immer wieder zum Kauf zu bewegen oder Sie weiterzuempfehlen. Es erspart Ihnen das teure Entwickeln von Produkten, die später nicht am Markt überzeugen, da Sie Ihre Kunden von Anfang an ins Zentrum stellen und sich auf ihre Wünsche und Bedürfnisse ausrichten. Für die Entwicklung von Unternehmen aus Kundensicht gibt es diverse Strategien und Werkzeuge, eines davon ist das Customer Journey Mapping.

Was ist Customer Journey Mapping?

Customer Journey Mapping, auch Abbildung eines Kundenerlebnisses, ist ein Werkzeug aus dem Customer Experience Management. Es hilft Ihnen, Ihre Kunden zu verstehen. Der Weg vom Kunden vom Zeitpunkt vor dem Erstkontakt mit Ihrem Unternehmen bis zur Zeit nach dem Kauf wird mit der Customer Journey Map vollständig visuell wiedergegeben. Die Kundenreise wird normalerweise als linearer Verlauf dargestellt und jeder einzelne Schritt auf der Reise nach bestimmten Kriterien analysiert:

– Die Phasen des Prozesses, den Ihr Kunde durchläuft.
– Die spezifischen Schritte, die Ihr Kunde in jeder Phase unternehmen muss oder auch die Touchpoints mit Ihrem Unternehmen.
– Die Kanäle, die der Kunde durchläuft oder auch die genaue Bewegung des Kunden durch den Prozess
Die ausgelösten Emotionen in jedem Schritt (positiv, neutral, negativ).
– Der Spannungsbogen oder als wie bedeutsam Ihr Kunde den jeweiligen Schritt einstuft

Schlüsselfaktoren, die zur Kundenzufriedenheit oder -enttäuschung führen werden dadurch herausgearbeitet. Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Berührungspunkten, Kanälen und Emotionen werden sichtbar gemacht. Die Schritte oder Berührungspunkte auf der Customer Journey Map können direkt und indirekt mit Ihrem Unternehmen zusammenhängen. Direkter Kontakt ist z.B. das Gespräch mit einem Ihrer Vertreter; indirekter Kontakt kann das Erlebnis bei der Post, beim Abholen Ihres Paketes sein.

Mit der Customer Journey Map lassen sich so auch Schwachstellen und Pain Points auf der Kundenreise aufdecken, die zum Kaufabbruch führen. Zugleich lassen sich auch Kaufbeschleuniger, also ausgesprochen positive Emotionen im Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen, identifizieren. Mit diesen neuen Erkenntnissen können Sie gezielt entscheiden, wo Sie zuerst ansetzen und wo eine Änderung den besten Effekt und eine sofortige Verbesserung mit sich bringt. Auch Investitionen können so noch einmal aus Kundensicht analysiert werden, ob Sie zu den gewünschten Ergebnissen und tatsächlich zu einem besseren Kundenerlebnis führen.

Wie lässt sich Customer Journey Mapping umsetzten und anwenden?

Es gibt keine Standardnormen für die Erstellung einer Customer Journey Map, Sie sollten sich also zuerst überlegen, welche Art der Darstellung am besten zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt. Das Beschreiben der Kundenreise können Sie allein machen, besser jedoch in einem kleinen Team, um sich auszutauschen und verschiedene Sichtweisen mit einfließen zu lassen.

Die Customer Journey Map basiert auf einer Buyer Persona, das heißt Sie sollten sich zunächst darüber im Klaren sein, für welche Persona Sie die Map erstellen wollen. So können Sie perfekt auf Ihr Kundensegment eingehen und fokussieren. Denn ein Angebot, was alle anspricht, gibt es nicht und Marketingstrategien etc. lassen sich besser auf einer spezifischen Zielgruppe aufbauen.
Haben Sie Ihre Buyer Persona definiert, fangen Sie an, die verschiedenen Schritte (also Berührungspunkte) im Zusammenhang mit Ihrem Angebot zunächst zu brainstormen. Beachten Sie hier, dass der erste Berührungspunkt schon vor dem Erstkontakt mit Ihrem Unternehmen liegen kann. Ihre Buyer Persona hat beispielsweise ein bestimmtes Problem und fragt sich, wie sie es lösen kann.

Die Schritte werden dann um ein Storyboard ergänzt. Das ist eine kleine Skizze, die Sie zu jedem einzelnen Schritt hinzufügen und so die Schritte visualisieren und eventuell vorhandene Unklarheiten oder unlogische Reihenfolgen aufzudecken. Hier ist keine künstlerische Begabung notwendig, die Skizze kann ganz einfach gehalten werden.

Haben Sie das erledigt, sollten Sie die verschiedenen Kanäle (online und offline!) mit in die Customer Journey Map einfließen lassen. Sie sollten zu jedem Schritt hinzufügen, wo dieser stattfindet, sei dies im Onlineshop, beim Telefonat mit dem Kundenservice oder bei der Post beim Abholen Ihres Pakets.

Danach definieren Sie die Emotion zu jedem einzelnen Schritt. Bei jedem Schritt sollte angemerkt sein, ob eine positive, neutrale oder negative Emotion ausgelöst wird. Ziel ist es, zunächst jegliche negative Emotionen aus der Customer Journey Map zu entfernen, indem Sie Ihre Prozesse und Services optimieren. Danach können Sie beginnen, neutrale Erlebnisse in positive oder gar in Begeisterung zu verwandeln. Die Gefühlswahrnehmung können Sie als Zahlenwert zu den Schritten hinzufügen oder besser noch in ein einfaches Liniendiagramm überführen, dass den emotionalen Verlauf im Laufe der Customer Journey graphisch wiedergibt.
Sie sollten stets im Hinterkopf haben, dass Erlebnisse für jeden eine unterschiedliche Bedeutung haben. Hat ein Schritt eine große Bedeutung für Ihre Buyer Persona, sollte er auch für Ihr Unternehmen die entsprechende Bedeutung haben, auch wenn Sie es persönlich vielleicht nicht so bedeutend finden. Diese Bedeutung können Sie mit einem Spannungsbogen darstellen. Jedem Berührungspunkt wird auf einer numerischen Skala eine Bedeutung zugeordnet. Wie viel Aufregung, Spannung oder Drama spürt Ihre Buyer Persona in diesem Moment?

Diesen Spannungsbogen sollten Sie mit dem emotionalen Verlauf vergleichen. Ist die Spannung hoch und die Emotion negativ, müssen Sie hier dringend ansetzen. Eine hohe Spannung und ein sehr positives Erlebnis ist jedoch gut und die Buyer Persona wird sich gerne an Sie erinnern.

Ihre Customer Journey muss nicht perfekt sein, schon der Versuch Sie zu Papier zu bringen, kann viele neue Erkenntnisse bringen. Für die Customer Journey Map gibt es viele vorgefertigten Vorlagen, die Sie herunterladen und ausdrucken können oder Sie erstellen sie nach Ihren eigenen Vorstellungen einfach selbst. Auch Tools und Programme zur Erstellung gibt es inzwischen diverse. Je nach Vorliebe kann die Customer Journey Map als Tabelle, Matrix oder als detaillierte Grafik erstellt werden. Im Endeffekt ist jede Customer Journey Map einzigartig und individuell auf Ihr Unternehmen angepasst. Für andere Leistungen, Zielsetzungen oder Buyer Personas sollten Sie jeweils eine eigene Customer Journey Map anlegen, um den Überblick zu behalten und die unterschiedlichen Kundereisen besser herauszuarbeiten.

Idealerweise befragen Sie auch Ihre Kunden zu Ihren Erlebnissen und Berührungspunkten mit Ihrem Unternehmen und tauschen sich mit Ihnen aus.

Fazit zu Customer Journey Mapping

Sie haben bereits viele Einsatzmöglichkeiten kennengelernt, Ihrer Kreativität sind allerdings keine Grenzen gesetzt, da es keine festen Vorgaben oder ein fixes Modell zur Abbildung der Kundenreise gibt. Die Customer Journey Map lässt sich nicht nur verwenden, um den aktuellen Kundenweg abzubilden, sie kann auch als Vision eines zukünftigen Kundenweges dienen. Sie können Sie zur Produktentwicklung und -optimierung nutzen, zur Planung und Überprüfung von Marketingmaßnahmen, zur abteilungsübergreifenden Ausrichtung auf Ihre Kunden oder zum Identifizieren von Tracking-Möglichkeiten und UX-Problemen. Damit ist die Customer Journey Map ein unverzichtbares Werkzeug zur kundenzentrierten Entwicklung und zum Erreichen Ihres langfristigen Erfolges!

Work-Life-Blending statt Work-Life-Balance?

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Warum sollte ich über Work-Life-Blending lernen?

Die Veränderungen im Berufsleben gehen heutzutage immer schneller und Ansätze wie New Work, Homeoffice und flexibles Arbeiten revolutionieren alte Prinzipien aus dem Arbeitsalltag. Hier reiht sich auch Work-Life-Blending ein. Ob als Trend oder langfristig, es lohnt sich auf jeden Fall, sich mit der neuen Form von Arbeit und Freizeit auseinanderzusetzen und den ein oder anderen Tipp für das eigene Berufsleben mitzunehmen. Hier erfahren Sie, was Work-Life-Blending ist, wie es sich vom bekannten Begriff Work-Life-Balance abgrenzt und wie Sie es sinnvoll umsetzen und in Ihrem eigenen Leben und Unternehmen integrieren können.

Was ist Work-Life-Blending?

Die Digitalisierung und das vermehrte Arbeiten online, sowie die Globalisierung, haben die Rahmenbedingungen für das Konzept des Work-Life-Blending gebildet. Beim Work-Life-Blending sollen das Arbeits- und Privatleben nahtlos miteinander verschmelzen. Aktivitäten sollen nicht mehr klar einem der beiden Bereiche zuzuordnen sein. Das alles hat viel mit flexiblen Arbeitszeiten und -orten zu tun, sowie mit der Selbstbestimmung der Mitarbeiter. Ob eine längere private Zugfahrt, die sinnvoll für ein Projekt aus der Arbeit genutzt werden kann, das Erstellen einer Präsentation oder führen von Telefonaten mit anderen Zeitzonen im eigenen Garten oder das spätere Anfangen in der Arbeit, um vorher noch den Einkauf oder private Termine zu erledigen: Dies alles sind Beispiele für Work-Life-Blending. Große und bekannte Firmen wie Netflix betreiben erfolgreich Work-Life-Blending und lassen ihre Mitarbeiter frei ihre Arbeitszeiten und -tage wählen. Microsoft war auch hier einer der Vorreiter und schaffte bereits 1998 die festen Arbeitszeiten ab. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Durch die Digitalisierung und umfangreiche Möglichkeiten wird das heutzutage für fast jedes Unternehmen leicht möglich und fördert die Produktivität und Kreativität in Unternehmen. Sogar Kosten lassen sich durch den geringeren Bedarf an Räumlichkeiten einsparen und die Attraktivität als Arbeitgeber wird stark gesteigert. Im Kampf um Fachkräfte am Arbeitsmarkt ist das besonders nützlich.

Natürlich gibt es auch hier Vor- und Nachteile. Der größte und offensichtlichste Vorteil von Work-Life-Blending liegt in der Flexibilität. Privates und Berufliches kann einwandfrei kombiniert werden und bietet so auch für Familien oder Mitarbeiter mit eignen Projekten, wie Selbstständigkeit, Studium oder Ehrenämter die optimalen Bedingungen. Die individuellen Höchstleistungszeiten können ideal ausgenutzt werden, so werden z.B. Nachteulen nicht gezwungen, sich in der Früh zu konzentrieren, sondern erzielen abends weitaus bessere Ergebnisse. Anfahrtswege fallen weg oder können für Besorgungen oder für Arbeitsprojekte genutzt werden und fühlen sich nicht mehr wie verschwendete Zeit an. Dadurch nimmt die Leistungsfähigkeit allgemein zu und die Ergebnisse werden verbessert.

Ein Nachteil liegt in den fehlenden Grenzen. Mitarbeiter sind rund um die Uhr und überall erreichbar, was von Unternehmen ausgenutzt werden kann, um weitaus mehr als sonst zu arbeiten. Hier werden dann die Vorteile aufgehoben und es entsteht zusätzlicher Druck und Leistungseinbußen. Studien haben gezeigt, dass das bewusste Abschalten wichtig für langfristige Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist. Durch die Vermischung von Arbeit und Freizeit geht das jedoch zunehmend verloren und viele Unternehmen nutzen Work-Life-Blending als Vorwand, noch mehr von ihren Mitarbeitern zu verlangen. Es muss also zu einer harmonischen Vermischung kommen, bei dem beide Bereiche einen gleichmäßigen Anteil bekommen.

Was ist der Unterschied zwischen Work-Life-Blending und Work-Life-Balance?

Die Work-Life-Balance zielt auf eine individuelle, gesunde Verteilung der eigenen Ressourcen auf die zwei Bereiche Arbeit und Privatleben ab. Hier herrscht eine klare Trennung und das Privatleben dient zum „Auftanken“ neuer Energie. Beim Work-Life-Blending ist das nicht der Fall, jedoch wird hier das Arbeitsleben durch die zeitliche und räumliche Flexibilität nicht mehr als großer Energiefresser angesehen. Arbeit und Glück oder Spaß müssen sich bei diesem Konzept nicht ausschließen. Beide Konzepte setzen also auf die individuelle, optimale Nutzung von Ressourcen und Reduktion von Stress und haben Ausgeglichenheit, Motivation, Gesundheit und Produktivität zum Ziel. Beide Konzepte bieten außerdem mehr Zeit für Freunde, Familie und eigene Projekte. In der Erreichung dessen sind sie jedoch ziemlich unterschiedlich.

Welche Tipps und Tricks zur Umsetzung von Work-Life-Blending gibt es?

Das Konzept von Work-Life-Blending klingt für Sie spanend und Sie würden zumindest ein paar Ideen gerne umsetzen? Sind die Grundvoraussetzungen wie Laptop, gute Internetverbindung und Zugriff auf die Firmenserver, sowie Eigenverantwortung, Disziplin und Interesse der Mitarbeiter gegeben, steht dem eigentlich nichts im Weg.

Zunächst sollten die Rahmenbedingungen für die Arbeit klar definiert werden. Was genau bedeutet Work-Life-Blending im Unternehmen, wie wird es vertraglich festgehalten und wie darf und soll es konkret umgesetzt werden? Gibt es Kernzeiten, zu denen die Mitarbeiter erreichbar sein müssen? Gibt es feste Tage, an denen man im Büro erscheinen muss? Wie erfolgt die Zeiterfassung? Sind die Laptops der Mitarbeiter entsprechend geschützt, um Bedrohungen für das Firmennetzwerk zu verringern? Es lohnt sich, all diese Fragen bereits im Voraus klar zu definieren und schriftlich festzuhalten, um spätere Unklarheiten oder unterschiedliche Erwartungen zu vermeiden.

Sowohl von der Führungskraft, wie auch von den Mitarbeitern sollte Zeiten kommuniziert werden, in denen sie nicht erreichbar sind. So werden Ruhezonen geschaffen und die ständige Erreichbarkeit bekommt Grenzen gesetzt. Der regelmäßige Austausch ist bei so teilweise entstehenden remote Teams außerdem besonders wichtig. Geben Sie weiterhin Feedback und stehen Sie für Fragen und Unterstützung zur Verfügung!

Wie bereits erwähnt, sollten Sie berücksichtigen, dass Ihre Mitarbeiter für ein Work-Life-Blending auch ihrem Privatleben genug Zeit einräumen sollten, um ein Vermischen überhaupt zu ermöglichen. Dazu gehört, Ihre Mitarbeiter nicht im Urlaub anzurufen und keine rund um die Uhr Erreichbarkeit von ihnen zu verlangen. Es kann auch sein, dass Sie Mitarbeiter haben, die trotz der Möglichkeit der Flexibilität nach Struktur suchen und weiterhin einen klassischen Arbeitstag wählen. Das ist das Schöne am Work-Life-Blending, da jeder die für ihn optimalen Rahmenbedingungen wählen kann und so seine Zeit perfekt nutzt.

Fazit zu Work-Life-Blending

Freiheit, Eigenverantwortung und mehr Kreativität, statt Präsenzkultur: Das kann Work-Life-Blending. Trotz der vielen Vorteile, ist das Konzept nicht für jedes Unternehmen geeignet, bei produzierenden Betrieben zum Beispiel wird es weitaus schwieriger, die entsprechende Orts- und Zeitunabhängigkeit zu erreichen. Erfüllt Ihr Unternehmen und Ihre Unternehmenskultur jedoch ein paar Grundvoraussetzungen, machen Sie Ihr Unternehmen durch dieses Konzept zu einem beliebten und erfolgreichen Arbeitgeber! Doch auch hier ist wichtig zu beachten, trotz aller Flexibilität, den Mitarbeitern weiterhin Freizeit einzuräumen, in der sie nicht auf Abruf bereitstehen. Dann steht der geförderten Produktivität und vielleicht den ein oder anderen Innovationen nichts mehr im Weg.

So erstellen Sie ein Pitch Deck

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Warum sollten Sie wissen, wie man ein Pitch Deck erstellt?

Vor allem für Start-Ups, aber auch für alle Unternehmen, die Investoren von ihrer Idee überzeugen wollen, lohnt es sich, sich mit der Erstellung eines Pitch Decks auseinanderzusetzen. Für das Pitchen gibt es diverse Methoden, das Pitch Deck ist jedoch eine der bewährtesten und wird bereits seit längerem verwendet. Hier erklären wir Ihnen, was ein Pitch Deck ist, wie es aufgebaut wird und welche Struktur es hat.

Was ist ein Pitch Deck?

Ein Pitch Deck ist im Grunde eine Kurzpräsentation, die aus 10 + 1 Folien besteht. Die Geschäftsidee und der Businessplan werden darin so konkret und prägnant wie möglich vorgestellt, damit Investoren oder sonstige Geldgeber von dem Geschäftsmodell überzeugt werden. Es ist sozusagen eine motivierende und begeisterndere Version Ihres Businessplans.

In der Start-Up und Investoren Szene ist das Pitch Deck Gang und Gebe und bei Präsentationen vor Jurys oder Geldgebern führt meist kein Weg daran vorbei. Inzwischen folgt das Pitch Deck einer weitgehend einheitlichen Struktur und gewissen Vorgaben. Diese Best Practices sollten Sie einhalten, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Ein gewisser Spielraum ist natürlich trotzdem möglich.

Welche Tipps zur Erstellung eines Pitch Decks gibt es?

Bevor Sie anfangen, ein Pitch Deck zu erstellen, sollten Sie sich zunächst einmal darüber klar werden, was genau Sie damit erreichen möchten. Was ist das Ziel der Präsentation? Welche Argumente überzeugen am ehesten von Ihrer spannenden Idee? Mit welchen Fakten lässt sich zeigen, dass Sie das perfekte Team sind? Und welche Gründe sprechen für eine Investition genau jetzt?

Sind die wichtigsten Inhalte auf den Punkt gebracht, geht es an die Erstellung. Hier wird meist PowerPoint oder Keynote verwendet. Es gibt jedoch auch ein paar kostenlose und kostenpflichtige Tools, die Ihnen bei der Erstellung unter die Arme greifen.

Eine Grundregel für jede Präsentation, die ebenfalls ideal auf das Pitch Deck angewendet werden kann, ist die 10/20/30 Regel von Guy Kawasaki. Eine Präsentation sollte nicht mehr als 10 Folien haben, nicht länger als 20 Minuten dauern und die Schriftgröße sollte immer mindestens 30 sein. Das hilft Ihnen, sich auf Ihre überzeugendsten Argumente zu konzentrieren. Bedenken Sie, dass Investoren unzählige Präsentationen hintereinander hören und meist schon nach wenigen Minuten entscheiden, ob eine Investition in Frage kommt oder nicht. Während der gesamten Erstellung lohnt es sich, sich immer wieder in die Rolle der Investoren zu versetzen. Würde sie das überzeugen? Was interessiert sie wirklich?

Für die Struktur eines Pitch Deck ist es sinnvoll, einem bestimmten Aufbau zu folgen. Diesen zeigen wir Ihnen hier.

Zeitaufwand: 7 Tage

Vorstellung

Die Folie sollte so einfach wie möglich gehalten werden. Hier gehört Ihr Unternehmensname und Logo hin und eventuell eine kurze Vorstellung und der Anlass für Ihre Präsentation.

Gründer

Hier stellen Sie das Gründerteam oder den einzelnen Gründer vor. Auf dieser Folie muss gezeigt werden, dass Sie kompetent, kreativ und vertrauensvoll sind und dass es sich lohnt, in Sie zu investieren. Oft ist sogar das Gründerteam entscheidender als die Idee. Bringen Sie hier nicht nur Daten und Fakten zu Ihrer Qualifikation ein, sondern auch Ihre Persönlichkeit. Zeigen Sie, warum Sie tun, was Sie tun und wie leidenschaftlich und zuverlässig Sie sind. Bei einem Gründerteam sollten Sie aufzeigen, wer welche Rolle im Unternehmen übernimmt und wie Ihr Team zusammengesetzt ist.

Problem und Lösung

Auf diesen zwei Folien wird zunächst das Problem, welches Ihre Zielgruppe hat und welches Sie lösen möchten, vorgestellt. Dieser Punkt kann auch gerne durch eine Marktanalyse mit Befragungen oder Studien unterstützt werden, um zu zeigen, dass es sich wirklich um ein Problem handelt und nicht um Ihre Fantasie. Auf der folgenden Folie präsentieren Sie Ihre optimale Lösung für dieses Problem.

Angebot

Ob Produkt oder Dienstleistung: Hier gehen Sie auf die wichtigsten Funktionen Ihres Angebotes ein. Ein paar technische Daten und die wichtigsten Fakten gehören hierhin, überhäufen Sie Ihre Zuhörer jedoch nicht mit zu vielen Details. Noch besser ist es, zusätzlich einen Prototyp parat zu halten, der zur Veranschaulichung Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung dient und mit dem die Investoren bei Bedarf interagieren können.

Marktchancen

Auf der nächsten Folie wird die Zielgruppe genauer betrachtet. Wie groß ist der Markt und ist er eventuell schon gesättigt? Mit einer professionellen eigenen oder fremden Marktstudie kann dieser Punkt optimal unterstrichen werden.

USP und Wettbewerber

Diese zwei Folien definieren zunächst das Alleinstellungsmerkmal und was Sie von Ihrer Konkurrenz abhebt. Die Einzigartigkeit Ihres Angebotes und der Mehrwert für den Kunden sind hier entscheidend. Als nächstes listen Sie ein paar Ihrer wichtigsten Wettbewerber auf und was Sie besser machen als diese.

Geschäftsmodell

Hier wird erklärt, wie und ab wann Umsätze generiert werden. Zur Veranschaulichung kann hier das Business Model Canvas mit Schwerpunkt auf den Einkommensströmen verwendet werden.

Proof of Concept (POC)

Der Machbarkeitsnachweis ist je nach Umfang Ihrer Präsentation optional, kann aber der entscheidende Punkt für Ihre Geldgeber sein.

Kapitalbedarf

Auf der letzten Folie konkretisieren Sie, wie viel Kapital Sie brauchen und für was genau dieses verwendet wird.
Durch eine einfache Internet Suche finden Sie außerdem diverse, richtig gute Vorlagen für Pitch Decks, an denen Sie sich orientieren können. Die fertige Präsentation wird zum Abschluss noch zu PDF konvertiert, da es problemlos von überall zu öffnen geht.

Fazit

Können Pitch Decks nun den Business Plan komplett ersetzen? Das kommt darauf an. In modernen und digitalen Branchen eignet sich das Pitch Deck perfekt, um Investoren zu überzeugen. Es lohnt sich aber trotzdem, bei tiefergehenden Gesprächen und für die eigene Klarheit einen Business Plan parat zu haben. Wird dieser kurz und knackig erstellt, brauchen Sie auch nicht so viel Zeit dafür und haben trotzdem einen klaren Plan, der Ihnen Struktur und eine Richtung gibt. In klassischen Branchen oder beim Anfragen von Krediten bei Banken sollte der Business Plan unbedingt zum Einsatz kommen. Hier wird das Pitch Deck eher selten verwendet und kann zu modern sein. Alles in allem soll das Pitch Deck motivieren und Lust auf mehr von Ihrer Geschäftsidee machen. Außerdem lernen Sie während der Erstellung, sich auf das Wesentliche für Ihr Unternehmen zu konzentrieren.

Kurz erklärt – Robotic Process Automation (RPA)

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https://open.spotify.com/episode/2LIdxXNbxoEPr1lYuenV2M

Überblick: Robotic Process Automation

Robotic Process Automation führt oft zu Verwirrungen, da zur Ausführung von Aktionen kein sichtbarer Roboter vorhanden ist. Es handelt sich hingegen um eine Software, die Aufgaben, die zuvor vom Menschen durchgeführt wurden, übernimmt. Sie ist also nicht mit physischen Robotern, wie man es aus der Produktion kennt, zu verwechseln. Trotzdem bietet Robotic Process Automation viele Ansatzpunkte für Unternehmen, um Aufgaben zu automatisieren, Kosten einzusparen und effizienter zu werden. Hier zeigen wir Ihnen was Robotic Process Automation ist, was Sie vor der Implementierung beachten sollten, wo häufige Einsatzgebiete sind und ob es sich nur um einen kurzfristigen Trend handelt.

Was ist Robotic Process Automation?

Robotic Process Automation wird auch oft mit RPA abgekürzt oder robotergesteuerte Prozessautomatisierung genannt. Sie wird definiert als automatisierte Bearbeitung von strukturierten Prozessen im Unternehmen durch digitale Software-Bots. Die RPA stammt aus den 2000ern und ging einher mit der Evolution von drei dafür erforderlichen Schlüsseltechnologien. Screen Scraping, Workflow-Automatisierung und künstliche Intelligenz bilden die Basis für die Entwicklung der RPA-Technologie. Inspiriert wurde die Technologie außerdem von den zu der Zeit bereits bekannten Robotern aus der Industrie, die Aufgaben in der Fertigung selbstständig und vollständig und nicht nur halbautomatisiert durchführen können.

Durch die Künstliche Intelligenz und Machine-Learning können Routineaufgaben, die bisher nur von Menschen erledigt werden konnten, nun automatisiert werden. Auch sehr große Datenmengen können durch RPA verwaltet werden. Die Softwarebots oder -roboter imitieren die Arbeit eines menschlichen Angestellten und können sich selbstständig in Anwendungen ein- und ausloggen, Daten eingeben und verarbeiten, Aufgaben berechnen und Transaktionen tätigen. Die RPA-Software ist der IT-Infrastruktur eines Unternehmen übergelagert und kann deswegen implementiert werden, ohne eine Veränderung in den bestehenden Systemen vornehmen zu müssen. Das ist schnell und effizient. Die Software kann nahezu jeden Prozess übernehmen und bietet so zahlreiche und kreative Einsatzmöglichkeiten.

Robotic Process Automation bietet Unternehmen viele Vorteile und ist ein zentraler Bestandteil der Digitalisierung. Der Kundenservice kann unter Anderem verbessert und beschleunigt werden, Prozesse werden effizienter, Kosten für manuelle und repetitive Aufgaben werden eingespart und die allgemeine Produktivität kann gesteigert werden. Auch die Qualität bleibt gleichmäßig hoch und ist keinen tagesabhängigen Schwankungen oder menschlichem Versagen ausgesetzt und die Kontrolle und Einhaltung von Standards kann automatisiert und damit gesteigert werden. Alle Arbeitsschritte können durch die Software genauestens zurückverfolgt werden, sollte es doch einmal ein Problem geben, und rund um die Uhr durchgeführt werden, da keine Arbeitszeiten beachtet werden müssen. RPA-Software ist relativ schnell implementiert und bietet daher eine Ersparnis von Ressourcen gegenüber anderen Strategien zur Automatisierung.

Ein weiterer Vorteil von RPA gegenüber anderen Automatisierungslösungen der IT ist das geschickte Reagieren auf Ausnahmen und veränderte Umstände. Während IT-Lösungen damit meist nicht umgehen können, ist die Robotic Process Automation auf solche Fälle trainiert. Der Algorithmus lernt ständig mit und dadurch wird es möglich auch auf neue Situationen richtig zu reagieren. Auch mit anderen Systemen kann kommuniziert werden, ohne dass ein Mitarbeiter dazwischengeschaltet werden muss. Ausnahmen werden also nicht einfach nur gekennzeichnet und zur weiteren Bearbeitung einem Mitarbeiter zugewiesen, sondern die RPA-Technologie sucht selbstständig nach den fehlenden Informationen, auch systemübergreifend.

In welchen Bereichen wird Robotic Process Automation verwendet und was muss ich vor der Integration beachten?

Am häufigsten wird die RPA-Software für manuelle, zeitraubende und sich wiederholende Arbeiten eingesetzt. Das kann zum Beispiel im Büro oder in der Produktion der Fall sein.

Zum Funktionieren der Robotic Process Automation müssen allerdings strikte Regeln für die Tätigkeit vorliegen. Ist das noch nicht der Fall, sollten Prozesse zunächst als Routineprozesse definiert werden und die genauen Schritte festgelegt werden. Das muss nicht zentralisiert für das ganze Unternehmen geschehen, sondern bietet den einzelnen Abteilungen individuelle Möglichkeiten, ihre Prozesse effizienter durchzuführen. Durch die Individualität muss die Flexibilität nicht leiden und kann trotz fixer Routineprozesse erhalten bleiben. Auch das Ziel durch die Integration von RPA-Technologie sollte festgehalten werden, bevor es in die konkrete Umsetzung geht.

Typische Einsatzbereiche von Robotic Process Automation sind der Kundenservice, in der Buchhaltung, im Gesundheitswesen, in Personalabteilungen oder für Finanzdienstleistungen und Supply-Chain-Management.

Im Kundendienst automatisiert die Technologie die Aufgaben des Call Centers. So können zum Beispiel Dokumente automatisch hochgeladen werden, Email Signaturen kontrolliert werden und vom Kunden eingereichte Informationen automatisch auf Vollständigkeit und wie damit weiter vorgegangen werden soll, überprüft werden.

In der Buchhaltung kann Robotic Process Automation das allgemeine und operative Rechnungswesen, Budgetierung und Transaktionsberichte übernehmen.

Im Gesundheitswesen können Patientenakten, Reporte und Abrechnungen durch RPA verwaltet werden.

Auch für Personalabteilungen ist die Technologie eine effiziente Lösung und kann zeitintensive Aufgaben, wie Zeiterfassung und die Verwaltung von Mitarbeiterinformationen übernehmen.
Im Bereich der Finanzdienstleistung werden beispielsweise Kontoeröffnungen und -schließungen durch die Robotic Process Automation durchgeführt.

Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist das Supply-Chain-Management. Hier können Lagerbestände überwacht werden, Sendungen verfolgt werden und Zahlungen und Aufträge automatisiert abgewickelt werden. Es gibt also bereits jetzt zahlreiche effektive Einsatzgebiete für Robotic Process Automation und in Zukunft werden mit einer Weiterentwicklung der Technologie wahrscheinlich noch viele weitere dazu kommen.

Fazit zu Robotic Process Automation

Robotic Process Automation kann Unternehmen erfolgreicher machen und den Arbeitsalltag vereinfachen. Allerdings sollte die Software nicht überstürzt und kopflos integriert werden, nur um dabei zu sein. Zunächst sollte sich wirklich Zeit genommen werden, ressourcenaufwendige Prozesse genau zu analysieren und zu überlegen, wo eine Automatisierung sinnvoll wäre. Für die geforderten Arbeitsabläufe müssen feste Routinen und Regeln festgelegt werden, damit die RPA-Technologie diese übernehmen kann. Auch die Frage, ob Sie sich vollautomatisierte oder nur teilautomatisierte Prozesse wünschen, sollten Sie für Ihr Unternehmen beantworten. Wird die entsprechende Vorarbeit geleistet, kann Robotic Process Automation dann zu großer Kostenersparnis, Effizienz und Produktivität führen.


Sicher ist, dass RBA nicht nur ein Trend ist, sondern uns noch lange begleiten wird. Bis zum Jahr 2025 sollen weltweit 140 Millionen Vollzeitstellen durch die entsprechende Software ersetzt werden und bis 2024 soll der RPA Markt bereits fünf Millionen Dollar erreicht haben. Dadurch werden sich Unternehmen und Mitarbeitern viele neue Möglichkeiten bieten und Aufgaben und Verantwortlichkeiten bisheriger Jobbeschreibungen werden sich wahrscheinlich über alle Hierarchieebenen hinweg entsprechend anpassen und ändern. Es lohnt sich für Sie also, hier auf dem Laufenden zu bleiben und sich frühzeitig Gedanken zu machen, in welchen Bereichen Sie diese Technologie sinnvoll verwenden könnten.

Kurz erklärt – Process Mining

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Wie bringe ich durch Process Mining mein Unternehmen voran?

Sie wollen die Geschäftsabläufe Ihres Unternehmens analysieren und optimieren und Prozesseffizienz erreichen? Mit Process Mining vermeiden Sie, zwischen 20-30% Ihres Umsatzes durch Schwächen im Geschäftsprozess zu verlieren. Gerade in größeren Unternehmen ist es unmöglich, eine Person zu finden, die alle beteiligten Faktoren und Schritte eines Geschäftsprozessen versteht. Das wird durch Process Mining möglich. Hier erklären wir Ihnen, was Process Mining ist, für wen es sich lohnt und wie es im Unternehmen angewendet wird.

Was ist Process Mining?

Was ist Process Mining small

Process Mining ist eine Methode des Prozessmanagements und wird auch manchmal als Automated Business Process Discovery (ABPD) bezeichnet. Als Grundlage werden reale Prozesse analysiert. Angenommene oder theoretische Prozesse werden nicht mit Process Mining betrachtet, da elektronische Ereignisprotokolle zum Funktionieren der Methode vorliegen müssen. Process Mining kombiniert Techniken aus den Bereichen des Data Minings, der Computional Intelligence, der Prozessmodellierung und -analyse.

Die Methode ist datengestützt und fokussiert auf die Analyse von Event-Logs. Event Logs sind Informationen zu einzelnen Schritten im Prozess, die in IT-Systemen gespeichert sind. Log Dateien geben Ereignisse in zeitlicher Ordnung wieder und lassen sich einem bestimmten Schritt oder einer bestimmten Person im Prozess zuordnen. Jeder Arbeitsschritt, der digital unterstütz wird, hinterlässt diese Spuren als Logs im IT-System, die dann zur Auswertung genutzt werden. So können Trends und Muster identifiziert werden, Schwachstellen aufgedeckt werden und typische Geschäftsprozesse besser verstanden werden. Das alles hilft, diese zu optimieren.

Außerdem ermöglicht Process Mining einen objektiven Blick auf die bestehenden Prozesse, den Sie beim „menschlichen“ Analysieren von Geschäftsprozessen nicht bekommen würden. Jeder Mitarbeiter hat wahrscheinlich unterschiedliche Vorstellungen davon, warum ein Prozess nicht reibungslos abläuft. Durch Process Mining können Sie auf Basis von Daten und Fakten optimieren und müssen nicht nur auf Grund von persönlicher Einschätzung handeln.

Beispiele für Prozesse, die durch Process Mining häufig analysiert werden, sind Vertriebsprozesse, Fertigungsprozesse, Logistikprozesse oder IT-Service Management-Prozesse. Einzige Voraussetzung ist das Vorliegen eines elektronischen Ereignisprotokolls, dass ausgewertet werden kann.

Process-Mining ist teilweise mit Data-Mining verwandt und die Begrifflichkeit auch davon geprägt. Eine sehr große Menge an Daten wird ausgewertet, um hilfreiche Einsichten zu gewinnen oder zu schöpfen. Im Gegensatz zu Data Mining, wird allerdings nicht ein spezifischer Vorfall oder eine definierte Herausforderung ausgewertet, sondern ein gesamter Geschäftsprozess.

Ein Nachteil von Process Mining ist, dass Schritte im Prozess, die ausschließlich analog stattfinden, nicht mit ausgewertet werden können. Ein Gefühl, das der Mitarbeiter bei der Ausführung eines Arbeitsschrittes hat oder der Gesichtsausdruck des Kunden bei der Interaktion mit dem Kundenservice, fehlen so zum Beispiel in der Analyse. Das sollte bei der Betrachtung der Ergebnisse aus dem Process Mining unbedingt im Hinterkopf behalten werden. Nichtsdestotrotz bietet Process Mining wertvolle Einblicke.

Welche Process Mining Typen gibt es?

Welche Process Mining Typen gibt es small

Beim Process Mining kommen Techniken zum Einsatz, die helfen, Prozessmodelle zu erstellen, zu beurteilen und zu erweitern. In diesem Zusammenhang wurden drei Typen des Process Minings definiert.

Erkennung

Auch Discovery genannt, werden bei diesem Typ von Process Mining Prozesse nachvollzogen und verstanden, sowie Modelle für Geschäftsprozesse erstellt. Die Ursachen für schlecht performende Prozesse werden hier ermittelt. Dieser Schritt bildet so die Basis für Verbesserungen.

Übereinstimmungsprüfung

Dieser Typ wird auch Conformance genannt und ermöglicht den Abgleich von entwickelten Prozessmodellen zu den tatsächlich und aktuell vorliegenden Daten. Sie werden auf Übereinstimmung überprüft und decken so Schwachstellen auf. Bereits vorliegende Prozessmodelle können durch diesen Schritt validiert werden und Unterschiede zwischen Realität und Modell werden aufgezeigt.

Erweiterung

Die Erweiterung oder auch Enhancement wird verwendet, wenn Geschäftsprozesse erweitert werden sollen. Mit Hilfe neu gewonnener Informationen können neue Prozesse erstellt werden oder bereits bestehende verbessert werden.

Wie wird Process Mining im Unternehmen angewendet?

Wie wird Process Mining im Unternehmen angewendet small

In jedem Unternehmen gibt es Prozesse, deswegen ist Process Mining theoretisch auch in jedem Unternehmen anwendbar. Um elektronische Ereignisprotokolle zu bekommen, die die Grundlage zur Auswertung bilden, braucht es natürlich Arbeitsabläufe, die zumindest teilweise digital unterstützt werden. Auch für ganz kleine Unternehmen, in denen die Arbeitsabläufe überschaubar sind und es Personen gibt, die den ganzen Prozess nachvollziehen und alle mit ihn zusammenhängenden Faktoren verstehen können, ist die Investition in Process Mining zweitrangig. Hier können Schwachstellen in Geschäftsprozessen meist noch von dieser Person erkannt und verbessert werden.

Für Process Mining gibt es meist spezielle Software und Anwendungen. Diese Technologie zeigt an Hand von Kennzahlen das Funktionieren von Prozessen oder eben auch Schwachstellen von Geschäftsprozessen auf. Diese Kennzahlen werden in diesem Bereich Key Process Performance Indicators (KPPIs) genannt. Sie können mit den KPIs eines Unternehmens kombiniert werden, um ein noch umfassenderes Bild über die Leistung zu zeichnen. Für das einwandfreie Funktionieren des Process Mining Projektes ist es außerdem hilfreich, eine homogene IT-Infrastruktur zu haben.

Es lohnt sich, Process Mining schrittweise anzuwenden und zunächst mit einem zentralen Prozess zu beginnen. In die Planung und Auswahl des Prozesses sollte etwas Zeit einfließen. Auch die Ziele des Process Mining Projektes sollten zunächst festgelegt werden, um hilfreiche Ergebnisse zu erzielen. Dann können Sie mit der Analyse und Verbesserung beginnen. Haben Sie hier alles entsprechend optimiert, können Sie sich Schritt für Schritt weitere Prozesse vornehmen. In der Folgezeit sollte Process Mining kontinuierlich eingesetzt werden, um Probleme frühzeitig erkennen zu können. Auch zur Überwachung von Arbeitsabläufen und um zu überprüfen, ob Richtlinien eingehalten werden, kann Process Mining im nächsten Schritt optimal eingesetzt werden.

Fazit

Process Mining ist eine sinnvolle Investition, um Prozesseffizienz zu erreichen. Beachten Sie jedoch, dass Prozesse nicht statisch sind und Process Mining daher keine einmalige Aktion darstellen sollte, sondern regelmäßig und fix in das Unternehmen integriert werden sollte. Sind Prozesse klar, ist es auch leichter, Veränderungen umzusetzen und auf Umwelteinflüsse flexibler reagieren zu können. Process Mining kann auch zur laufenden Kontrolle und Verbesserung verwendet werden und wird bereits von vielen Unternehmen dafür erfolgreich angewendet. Haben Sie sich schon mehr als einmal die Frage gestellt, warum Ihre Prozesse nicht so reibungslos ablaufen, wie Sie sich wünschen und wie Sie das ändern können, sollten Sie unbedingt in Process Mining investieren. Durch das genaue Verstehen Ihrer Arbeitsabläufe, wissen Sie, wo Sie ansetzen können, werden flexibler, erkennen Fehler bereits, bevor sie weitreichende Auswirkungen haben und sind Ihren Mitbewerbern einen Schritt voraus.

Kurz erklärt – Rapid Prototyping

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Wie bringt Rapid Prototyping mich und mein Unternehmen voran?

Um eine Idee zu testen, lohnt es sich, einen Prototypen zu erstellen. Das wissen die meisten und häufig wird dieser Proof of Concept auch durchgeführt bevor in die Produktion eines neuen Angebotes investiert wird. Das Problem hierbei: Oft ist die Herstellung eines Prototyps bereits sehr zeit- und kostenintensiv und erfordert fast genau so viel Vorbereitung und Ressourcen wie der tatsächliche Fertigungsprozess des Endproduktes. Das ist ärgerlich, sollte der Prototyp in der Praxis nicht wie gewünscht ankommen. Hier kommt Rapid Prototyping ins Spiel. Es ermöglicht Ihnen die Herstellung eines Prototyps, der geeignet ist, Ihre Idee zu validieren, aber erspart Ihnen Investitionen. Auch verschiedene Versionen können weitaus schneller getestet werden. Hier erklären wir Ihnen, was Rapid Prototyping ist, wie es funktioniert und ob es für Sie geeignet ist.

Was ist Rapid Prototyping?

Rapid Prototyping ist ein Überbegriff für unterschiedliche Techniken, die an Hand von CAD-Daten (computergestütze Konstruktionsdaten) maßstabstreue Modelle zu fertigen ermöglichen. Diese sehen wie das originale Produkt aus und funktionieren auch so.  Jedoch hat Rapid Prototyping nicht die Herstellung eines Endproduktes zum Ziel, sondern lediglich die Herstellung von Prototypen oder kleiner Chargen. Oft wird auch additive Fertigung, Rapid Manufacturing, Rapid Tooling oder einfach 3D Druck zu Rapid Prototyping gesagt. Weltweit gibt es inzwischen mehr als 30 unterschiedliche Techniken und Verfahren für Rapid Prototyping.

Die ersten Formen des 3D Drucks gab es bereits in der 80er Jahren. Seitdem hat sich in diesem Bereich viel getan und der 3D Druck ist inzwischen ideal geeignet zur Fertigung von Prototypen. Durch diese Technik kann sowohl die Größe und das Design, wie auch die Funktionsweise ziemlich genau dargestellt werden und eignet sich so, um den Proof of Concept durchzuführen. Rapid Protoyping kann verwendet werden, um Konzeptmodelle oder funktionsfähige Prototypen herzustellen. Auch um die Herstellbarkeit zu testen, wird es sehr gerne und erfolgreich verwendet. Mittels kleiner Chargen, die durch den 3D Druck hergestellt werden, lassen sich Fehler im Produktionsprozess frühzeitig erkennen und vermeiden.
Mit den Modellen lässt sich interagieren und so kommen Sie beim Testen dem endgültigen Produkt ziemlich nahe. Missverständnisse durch eine nicht ausreichende Visualisierung eines Konzeptes werden vermieden und die Tester können bei der Interaktion mit dem Prototyp beobachtet werden, um eventuelle Schwachstellen aufzuzeigen. Das gesammelte Feedback kann durch Rapid Prototyping auch sofort umgesetzt werden und der optimierte Prototyp erneut getestet werden.

Im Vergleich zur Herstellung eines echten Produktes geht Rapid Prototyping viel schneller und ist ressourcensparender. So wird es möglich, Prototypen bereits in einem Tag zu fertigen und testen zu können. Auch die Optimierungen sind schnell umgesetzt und lassen sich ohne große Zeitverzögerung erneut testen.
Die realen Modelle fördern außerdem das Engagement und die Motivation von Mitarbeitern. Werden abstrakte Konzepte schnell zu anfassbaren und funktionierenden Prototypen, motiviert das zum Testen, Optimieren und Entwickeln und spornt zu weiteren Innovationen an.

Auch Schwachstellen im Konzept werden durch Rapid Prototyping aufgedeckt, ohne schwerwiegende Folgen zu haben. Kommt der hergestellte Prototyp nicht gut an oder funktioniert nicht wie geplant, lässt sich viel daraus lernen und sich mit den Erkenntnissen einfach und schnell ein optimierter Prototyp fertigen. Die Investitionen halten sich dabei in einem überschaubaren Rahmen und sind weitaus geringer als wenn das Endprodukt bereits hergestellt worden wäre. Das fördert die Fehlerkultur Ihres Unternehmens und vereinfacht den Trial and Error Prozess. Rapid Prototyping bietet Ihnen also zahlreiche Vorteile.

Wie wird Rapid Prototyping angewendet und für wen eignet es sich?

Um Rapid Prototyping anwenden zu können, müssen dreidimensionale Konstruktionsdaten in digitaler Form vorhanden sein. Über eine entsprechende Schnittstelle können diese von speziellen Anlagen für das Rapid Prototyping verarbeitet werden.

Die Umsetzung von Rapid Prototyping verläuft idealerweise in einem 24 Stunden Rhythmus. Während des Arbeitstages wird das Modell designt oder optimiert und in der Nacht geht es in den 3D Druck. Am folgenden Morgen wird der 3D Drucker gereinigt und das Modell getestet. Dann beginnt der Zyklus von vorne bis die optimale Version des Produktes gefunden ist.

Rapid Prototyping ist vor Allem für Designer, Produktentwickler, R&D Abteilungen und Ingenieure eine gute und effiziente Lösung. Die Kosten von 3D Druck sind heutzutage überschaubar und können so auch für kleine Unternehmen eine gute Lösung sein. Meist ist es weitaus günstiger, einen Prototyp hiermit anzufertigen, als in Werkzeuge, Maschinen und Materialien für die Herstellung eines „Originals“ zu investieren.

Traditionell wird Rapid Prototyping für Prototypen, die eine hohe Komplexität erfordern, angewendet. Das ist zum Beispiel in der Architektur, der Auto-, Flugzeug- und Raumfahrtindustrie, im Maschinenbau und im Gesundheitsbereich der Fall.

Auch für Start Ups, die auf der Suche nach Investoren sind und bei Geldgebern pitchen, kann ein hochpräziser Prototyp überzeugend sein. Natürlich fallen trotz der geringeren Kosten gegenüber der Herstellung eines Originals immer noch Ausgaben für Rapid Prototyping an, die die von Visualisierungen auf dem Bildschirm oder elementaren Basteleien übersteigen. Deswegen lohnt es sich, vorher einmal genau zu überlegen, wie präzise der Prototyp sein soll. Ist ein grobes Modell ausreichend, können auch andere Techniken zum Einsatz kommen. Ist jedoch ein hochpräziser Prototyp gefordert, eignet sich Rapid Prototyping hervorragend.

Fazit

Die durch CAD-Daten hergestellten Prototypen sind definitiv besser als die Visualisierung auf dem Bildschirm und hochpräzise. Selbst die unterschiedlichen Materialien lassen sich durch den 3D Druck ziemlich detailgetreu darstellen. Geht es um das Ausprobieren eines Konzeptes und das Durchführen von Tests, ist Rapid Prototyping unschlagbar. Einziger Nachteil sind die natürlich trotzdem noch höheren Kosten als bei der Darstellung von Modellen auf dem Bildschirm oder noch rudimentärerer Darstellungsformen eines Prototyps. Die Präzision gleicht diesen Nachteil jedoch schnell wieder aus.

Außerdem sind der Fantasie bei Rapid Prototyping keine Grenzen gesetzt und ausgefallene oder innovative Produkte lassen sich so ebenfalls ideal veranschaulichen. Rapid Prototyping bringt Ihnen durch die Kosten- und Zeitersparnis, sowie durch die Möglichkeit des schnellen Optimierens und Testens vieler Varianten, einen erheblichen Wettbewerbsvorteil.

Durch den 24 Stunden Arbeitszyklus ist des Weiteren klar definiert, wie Rapid Prototyping am besten umgesetzt wird. Damit lohnt es sich, dieses Verfahren auszuprobieren, sollten Sie mit der Neuentwicklung oder Optimierung eines Produktes konfrontiert werden. Auch für die Innovationsförderung können Sie Rapid Prototyping in Ihrem Unternehmen nutzen.

Was ist Digital Leadership?

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Die rasant fortschreitende Digitalisierung aller Unternehmensbereiche macht auch vor den Anforderungen an die Menschen selbst nicht halt. Der alt-ehrwürdige Personalchef muss plötzlich auf LinkedIn zum Influencer für sein Unternehmen werden, von der Backend-Entwicklerin wird auf einmal verlangt, dass sie sich im agilen Team in die Produktentwicklung mit einbringt und die Führungskraft…. Ja, was passiert eigentlich mit der Führungskraft? Wie sieht Digital Leadership aus? Und wo sind die Unterschiede zum „analogen Management„“? Diesen Fragen sind wir für Sie nachgegangen.

Welche Eigenschaften braucht ein Digital Leader?

Führung und Lernen bedingen sich gegenseitig small

Die schlechte Nachricht vorneweg: es gibt keine Checkliste mit Attributen eines digitalen Managers, die Sie lediglich abhaken müssen, um schnell und mit hundertprozentiger Sicherheit zum zertifizierten Digital Leadership Experten zu werden. So, wie die Digitalisierung flexibel ist und sich stetig weiterentwickelt, muss sich auch die Führungskraft stets mit den geänderten Anforderungen neu orientieren.

Verschiedene Digitalisierungsframeworks, Blueprints, Strategiepapiere usw. wurden in den letzten Jahren veröffentlicht, ganz oder teilweise wieder verworfen, weiterentwickelt oder als Lippenbekenntnis an die Bürowand genagelt. Das Thema Digitalisierung leidet unter der schieren Masse an Input bei häufig fehlender Qualifikation der Urheber: Manager, die vollmundig erklären, die Digitale Transformation sei in ihrem Unternehmen abgeschlossen („Abgeschlossen“ ist per Definition unmöglich) schreiben im Selbstverlag Bücher, die garantiert zum digitalen Erfolg führen sollen. Horden von Psychologen bieten in obszön teuren Seminaren an, analogen Führungskräften die nötigen „Digitalen Skills“ zu attestieren, ohne aber deren Einstellungen oder Denkweisen zu ändern…  
Es ist daher nötig, all diese Quellen äußerst kritisch und mit dem nötigen Abstand zu untersuchen. Vergleicht man diese Ergebnisse dann aber mit den Erfahrungen führender Unternehmen mit digitalem Fokus, lassen sich durchaus einige Punkte herausfiltern, die immer wieder genannt werden, wenn es um Digital Leadership geht. In Ermangelung einer langfristig erprobten, wissenschaftlich validierten Liste, bilden sie das beste Grundgerüst für die moderne Führung, das wir zurzeit haben. Dazu zählen:

Ein Digital Leader entwickelt gemeinsam mit seinem Team Visionen, anstatt die Umsetzung von Vorgaben und die Zielerreichung zu kontrollieren.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist Ihnen schon einmal die Metapher vom Wolfsrudel begegnet, in dem die Führungskraft das Alphatier symbolisiert. Über Jahrzehnte hinweg entsprach dies dem Selbstbild von Managern: der Anführer des Rudels, der stärkste/schlauste Wolf, der uneingeschränkt das Sagen hat. Wo einfache Mitarbeiter nach Feierabend die Füße hoch legten, war er (oder „sie“ – aber sind wir ehrlich: es war fast immer ein „er“) auch am Wochenende oder im Urlaub rund um die Uhr erreichbar. Work-Life-Balance? Eher Work-Work-Balance! Hahaha, der wird bei der nächsten Vorstandssitzung gut ankommen.

Mit der Digitalen Transformation kam eine neue Ebene zur Metapher hinzu: Die Luftaufnahme eines Wolfsrudels in einer verschneiten Landschaft machte in vielen Netzwerken die Runde. Sie zeigte einen Aspekt im Verhalten der Wölfe, der bisher geflissentlich ignoriert wurde: das Alphatier ist keineswegs ein „Anführer“ im direkten Wortsinn. Er marschiert nicht vor dem Rudel her, um den Weg zu zeigen. Nein, der Leitwolf findet sich stets hinter den anderen Tieren am Ende der Gruppe. Von dort aus kann er sicherstellen, dass keiner der anderen Wölfe zurückfällt, angegriffen wird oder einen anderen Weg einschlägt. Das Alphatier bahnt nicht mutig durch seine überlegene Kraft und Ausdauer den Weg für andere; es sorgt durch seine Weitsicht und die Fähigkeit, das Rudel zu einen dafür, dass die ganze Gruppe erfolgreich ist. 

Kaum ein Bild beschreibt Digital Leadership besser. Denn die Führungskraft ist keine Lokomotive, die voranprescht und die weniger qualifizierten Mitarbeiter hinter sich herzieht. Sie ist ein Enabler, eine Ermöglicher*in, die das Team zusammenhält, Schwierigkeiten aus dem Weg räumt und den einzelnen Mitgliedern so ermöglicht, ihr Potenzial auszuschöpfen. Denn machen wir uns mal nichts vor: wer schafft die eigentlichen Werte in einem digitalen Unternehmen? Wer ist wirklich ersetzbar? Der AI-Experte mit Abschluss von der Elite-Universität, der sein LinkedIn Postfach seit Monaten nicht mehr geöffnet hat, weil er jeden Tag 4 Jobangebote jenseits der 250.000/p.A. bekommt? Oder der Manager, der wie hunderttausende Andere  mit seinem BWL Studium + MBA und den Motivationspostern an der Wand des Einzelbüros immer noch auf der Suche nach seiner Rolle in der Digitalisierung ist?

Das bedeutet keineswegs, dass Führungskräfte durch die Digitale Transformation überflüssig werden – im Gegenteil! Sie sind wichtiger als jemals zuvor. Nur das Anforderungsprofil ist nun ein deutlich anderes. Sie müssen es schaffen, die hochqualifizierten Mitarbeiter ihres Teams unter einer gemeinsamen Vision zu einen (eine Vision, die sie nur durch den Input besagter Mitarbeiter überhaupt erst entwickeln konnten) und es ihnen ermöglichen, ihre Fähigkeiten zum Tragen zu bringen. Dies bedeutet, dass der Digital Leader seinem Team den Rücken frei hält und für die Umgebung, Prozesse und Strukturen sorgt, die nötig sind, um die gemeinsame Vision umzusetzen.

Auch die klassischen Kennzahlen, an denen Erfolge von Unternehmen, Abteilungen und ihren Führungskräften gemessen wurden, sind durch die Digitalisierung in weiten Teilen obsolet geworden. Woran misst man etwa den Erfolg des Business Intelligence Teams? An der Größe des Data Warehouses? Am Verhältnis unstrukturierter zu strukturierter Daten? An der Anzahl der Anfragen anderer Abteilungen, die beantwortet wurden?

Und wenn Team X seit 2 Jahren an der neuen App arbeitet, die am ersten Tag der Veröffentlichung direkt Millionen einbringen wird, bis dahin aber keine messbaren Ergebnisse vorzuweisen hat – welchen Sinn ergibt dann das Beharren auf alten, analogen Mess- und Steuerungssystemen?

Das Finden einer Antwort auf derartige Fragen ist eines der Grundprobleme der Digitalisierung und die Suche danach eine der vielen, schwierigen Aufgaben des Digital Leadership.

Ein Digital Leader nutzt eine möglichst umfangreiche Datenbasis, um Entscheidungen zu treffen und vermeidet es so gut wie möglich, seine subjektive Meinung in einen Beschluss einfließen zu lassen.  

Ein weiteres Bild, das oftmals unterbewusst im Selbstverständnis der analogen Manager mitschwang, war die Idee von der Führungskraft als großer General, der durch geschicktes Taktieren den Feind ausmanövriert und mit genialen Schachzügen auch seine eigenen Truppen in Erstaunen versetzt. Der „Feind“ ist hierbei die Konkurrenz, innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Wenn wir ehrlich sind bekam auch der Kunde oft genug eine Zielschiebe aufgemalt – immerhin war er, vor Einsetzen der Digitalisierung, ein mystisches Wesen, dessen Verhalten scheinbar keinen erkennbaren Regeln folgte und der mit seinem Wohlwollen über den persönlichen Erfolg entschied.

Der Analoge-Leitwolf-General-Manager sah einzig sich selbst in der Lage, durch seine eingebildete Genialität – und eine gehörige Portion Glaskugeleinsatz – die richtigen Pläne und Strategien zu entwickeln, die den Feind in die Knie zwingen würden. Anderen fehle es hierfür an der nötigen Weitsicht und Intelligenz, so seine Meinung.

Hierbei wurde stets und bei jeder Gelegenheit die gewaltige Übermacht an Schwierigkeiten betont, die gegen den analogen Manager stünden. Keine schlechte Idee: versagte der analoge Manager mit seinen Plänen, konnte er stets die Schuld auf die Umstände und die Unfähigkeit der Anderen schieben. War er erfolgreich, wurde sein Sieg in Anbetracht der herbeigeredeten Widerstände nur umso Eindrucksvoller.

Aber die Digitalisierung hat die Grundvoraussetzungen für diese Art der Selbstdarstellung völlig über den Haufen geworfen. Der Kunde ist kein unerklärliches Fabelwesen mehr! Er ist heute in allen Facetten durchleuchtet, seine Wünsche und Ziele erfasst und jederzeit abrufbar. Die große Änderung, die einsetzte, ist: unsere gesamte Welt – unternehmerisch wie privat – ist nun digitalisiert und datengestützt. Durch den Einsatz digitaler Anwendungen, wie sie ein Digital Leader stets fokussiert, und der stetig steigenden Leistungsfähigkeit unserer Technologien, hat sich der Datenschatz erheblich gesteigert. 

Daten – und damit einhergehend: Wissen – sind heute das wichtigste Gut eines Unternehmens, denn sie bestimmen über den Erfolg von Produkten und Dienstleistungen. Dank leistungsstarker BI lassen sich Marktpotentiale in Sekundenschnelle entdecken. Was braucht unser Produkt, damit unsere Kunden ihm künftig den Vorzug vor der Konkurrenz bieten? Ein Anruf in der Marktforschung genügt, um das Ergebnis zu erfahren. Und sollte sich herausstellen, dass wir überproportional große Mengen an Umsatz im zweiten Schritt des Checkouts unseres Online-Shops verlieren, kann unser UX Team nach kurzer Analyse den Grund finden und beheben.

Die bisher beliebte Darstellungsweise, die vielen Schwierigkeiten und Probleme hätten es dem Manager unmöglich gemacht, Erfolg zu haben/hätten den Erfolg nahezu unmöglich gemacht und konnten nur durch das unglaubliche Talent des Managers bezwungen werden, funktioniert nun nicht mehr: Wenn diese Schwierigkeiten tatsächlich existieren, wären sie mit Daten und Fakten belegbar. Mit dem Pochen auf subjektiv empfundene Widerstände macht sich der analoge Manager in einer digitalen, evidenzbasierten Umgebung nur lächerlich. 

Mit besserer Datenlage und besserem Verständnis der Persönlichkeit unserer Kunden ändert sich der Anspruch an das Management: wo die analoge Führungskraft Entscheidungen traf, die – ihrer Meinung nach – Aussicht auf Erfolg haben könnten, handeln Digital Leader entsprechend der Datenlage. Zwar ist es keinem Menschen möglich, völlig objektiv zu handeln; der stetige Versuch jedoch ist es, was analoge von digitaler Führung unterscheidet.

Dies kann auch bedeuten, dass das Prestigeprojekt des Digitalen Leader dem Rotstift geopfert wird, wenn die Datenlage aufzeigt, dass der Erfolg fraglich ist. Digital Leadership stellt daher auch große Anforderungen an das Ego des Managers: Nur, wer hier zurückstecken kann und in der Lage ist, sich kühl und objektiv an der Datenlage zu orientieren, kann mit der Digitalen Transformation mithalten und nachhaltige Erfolge vorweisen.

Hier zeigt sich erneut die besonders große Diskrepanz in den Eigenschaften, die klassischerweise mit der Führungsebene verbunden wurden und dem, was durch die Digitalisierung nun tatsächlich gefragt ist. Die Zeiten der großen Egos, großen Reden und großen Gesten sind vorbei. Die Zeit der flexiblen Teamplayer, die datenbasierte, objektive Entscheidungen treffen, ist angebrochen.

Ein Digital Leader entwickelt Strategien, die den Kunden in den Mittelpunkt stellen und nach seinen Wünschen und Bedürfnissen fragen, anstatt von Anfang an aus Sicht des Unternehmens zu denken.

Hierbei handelt es sich letzten Endes um eine Fortsetzung der „großer General“ Metapher: auch Unternehmen entwickeln durch ihre Kultur so etwas wie ein Ego. „Wir sind doch Marktführer, unsere Produkte gestalten wir so, wie wir es für richtig halten“ ist ein guter Grundsatz – bis plötzlich ein Konkurrent auftaucht, der auf die Wünsche der Kunden hört und buchstäblich über Nacht den gesamten Markt aufrollt.

Die Bedeutung der Unternehmenskultur für die Digitale Transformation kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie bestimmt Tiefgang, Geschwindigkeit und letztlich auch über Erfolg oder Misserfolg der Digitalisierung. Alle Bereiche müssen daher auf die Kundensicht ausgerichtet werden – ein Vorgang, der durch Digital Leadership forciert werden sollte.

Dies beinhaltet, wie bereits erwähnt, zuerst die Erkenntnisgewinnung durch entsprechende Datenerhebung und –Verarbeitung. Hat das Unternehmen den bestmöglichen Einblick in seine Kunden, ihre Bedürfnisse, Interessen, Abneigungen, Eigenheiten usw. gewonnen, müssen diese Informationen konsequent umgesetzt werden. Hierfür ist eine hohe Geschwindigkeit und Flexibilität zwingend nötig, denn tief greifende gesellschaftliche Veränderungen ereilen uns mit immer höherem Tempo.

Globale Ereignisse erreichen durch die allgegenwärtige Vernetzung Milliarden von Menschen und beeinflussen Ihre Meinung. Ein neues Beispiel für strukturellen Sexismus in den USA verteilt sich über Twitter und plötzlich sieht sich eine deutsche Firma mit negativer Publicity konfrontiert, weil ihr Vorstand aus alten weißen Männern besteht. Ein App-Ökosystem wie WeChat ist in China nicht mehr wegzudenken und eröffnet das Wettrennen um die Entwicklung eines vergleichbaren Systems in Europa. Es ließen sich hunderte weiterer Beispiele finden. Wer sich solchen Entwicklungen nicht anpasst und seine Kommunikation, Prozesse und wirtschaftliches Handeln flexibel anpasst, wird von der Konkurrenz überholt. Sind diese beiden Schritte, Datenfokus und flexible und schnelle Umsetzung, erfüllt, ist der Weg in Richtung Kunden-seitiges Denken eingeschlagen und langfristiger Erfolg möglich.

Entscheidet sich ein Unternehmen stattdessen, aus seiner eigenen Sicht zu planen und handeln, sind die Weichen gestellt, um von der Digitalisierung überrollt zu werden. Vermarkten Sie Ihre Produkte auf dem Weg, der dem Selbstverständnis Ihres Unternehmens entspricht, obwohl Ihre Kunden auf ganz anderen Kanälen Unterwegs sind? Dann wird es Ihnen wahrscheinlich wie den dutzenden Luxusmarken gehen, die sich standhaft weigern, vom Stationärhandel zum Internethandel umzusteigen, obwohl 90 % ihrer Kunden am liebsten online shoppen wollen  – und die in der Folge untergehen.

Sie ruhen sich auf Ihrer Position und vergangenen Errungenschaften aus? Dann wird Sie vermutlich das gleiche Schicksal wie die deutsche Autoindustrie ereilen, die auf überdimensionierte SUV-Straßenpanzer setzt, während sich die Kunden für wendige Elektrofahrzeuge interessieren – und die daher von der internationalen Konkurrenz abgehängt wurde.

Aber die Kundensicht ist nicht nur ein Unternehmensweiter Aspekt; sie ist eine Kernkompetenz jedes einzelnen Digital Leaders. In allen Aspekten seines Handelns steht der Kunde im Mittelpunkt. Digital Leadership bedeutet daher auch, mutig von den Unternehmensvorgaben abzuweichen, wenn diese dem Selbstzweck dienen. Ein schwieriges Feld, das dem Digitalen Manager in einem altbackenen Unternehmen schnell den Ruf einbringt, „unbequem“ zu sein. Diese Unbequemlichkeit ist jedoch dem starren werkeln im Korsett einer analogen Unternehmenskultur vorzuziehen. Denn während ein Betrieb, der sich den neuen Gegebenheiten nicht anzupassen vermag, auf dem Weg in den Ruin ist, werden Sie von Ihrer Kundenzentrierung noch lange mit Erfolg belohnt.

Wie lässt sich nun aber dieser Kundenfokus konkret im Alltag umsetzen? Die Antwort hierauf muss lauten: kommt auf den Fall an. Aus der Perspektive der Produktentwicklung etwa ändert sich die Fragestellung von „was können wir dem Kunden verkaufen?“ oder „was will der Markt?“ zu: „Wie können wir Menschen begeistern?“. In der Produktion oder dem Dienstleistungssegment lauten die Fragen nicht mehr „wie können wir unser Produkt besser machen?“ oder „wie können wir mehr verkaufen?“ sondern: „Welches Bedürfnis hat der Kunde – und wie können wir es befriedigen?“.

Ein Digital Leader konzentriert sich auf das Ergebnis, nicht auf den Output.

Digital Leadership äußert sich im Verständnis, dass die Digitale Transformation zuerst eine Transformation von Strategien, Kulturen, Strukturen und dem Verständnis von Kunden ist. Durch den Einsatz moderner, digitaler Technologien erreicht der Digital Leader eine höhere Qualität von Ergebnissen. Ja, es ist richtig, dass durch eine Digitalisierung die alten Arbeitsprozesse und Vorgehensweise beschleunigt und verbessert werden können – dies ist jedoch eine sehr kurzsichtige Vorgehensweise. Wirklicher Mehrwert ergibt sich stattdessen in der Änderung der eingefahrenen Muster. Anstatt den bisherigen Output zu erhöhen, sollte der Fokus auf dem Schaffen neuer, potenziell vollständig anderer Ergebnisse liegen.

So können Sie beispielsweise die Beschaffungsanträge für Ihre Verwaltungsgebäude vom Papierformat auf ein digitales Format übertragen und hätten damit den Output (schnellere Anträge, günstiger, einfacher etc.) erhöht. Sie könnten an dieser Stelle aber auch direkt die Frage in den Raum stellen, warum noch 100 % Ihrer Verwaltungsangestellten über einen Arbeitsplatz verfügen und nicht durch Work-Anywhere-Regelungen von Zuhause oder jedem beliebigen anderen Ort arbeiten. Damit hätten Sie, zumindest zu Beginn, kaum etwas am Output verändert, aber das Ergebnis (effizientere, glücklichere Mitarbeiter) ganz maßgeblich beeinflusst.

Der Digital Leader ist sich daher der aktuellen „Kennzahlenproblematik“, also der Schwierigkeit, digitalisierte Arbeit unternehmerisch zu erfassen und zu messen, bewusst und stets bemüht, nicht in ihren Bann zu verfallen. Eine Abteilung, die den ersten Schritt auf dem Weg zu Digitaler Transformation gemacht hat, ist möglicherweise in absoluten Zahlen nicht besser oder eventuell sogar schlechter aufgestellt, als eine, in der „alles beim Alten ist“. Durch die tief greifenden Veränderungen in ihren Prozessen und Denkweisen wird sie aber beim ersten Anzeichen von Veränderung schneller, umfassender und erfolgreicher reagieren. Durch die begonnene Digitalisierung ist Flexibilität Teil ihrer DNA geworden.

Dieses langfristige Ergebnis ist daher gegenüber kurzfristig verbessertem Output vorzuziehen.

Ein anderes Extrem wäre hier der „übermotivierte Digitalisierer“, der alle bekannten Muster über Bord wirft und sofort und ausschließlich auf eine möglichst umfängliche Digitale Transformation setzt. Nur in den wenigsten Fällen (zum Beispiel Aufbau vollständig neuer Teams) ist es möglich, das Tagesgeschäft derart zu ignorieren. Die richtige Geschwindigkeit, mit der von gewohnten Kennzahlen abweicht und zu digitalen Ergebnissen umschwenkt, ist vom jeweiligen Unternehmen, der Branche, der Kultur und vielem mehr abhängig.

Ein Digital Leader verfolgt die Vision ganzheitlich, anstatt durch isolierte Aktionen einzelne Kennzahlen zu optimieren.

Das Aufgabenfeld des analogen Managers unterteilt sich häufig in viele, kleine To-dos. Hier ein Flaschenhals im Controlling, dort ein Projekt im Verzug, hier ist die Technik nicht ausreichend und einer der Mitarbeiter ist in eine Aufgabe gerutscht, für die er gar nicht qualifiziert ist. Hat es die Führungskraft dann mit viel persönlichem Einsatz geschafft, all diese Brände zu löschen, warten bereits die nächsten Probleme. Denn die Arbeit erfolgte hierbei in isolierten Aktionen, die an der Gesamtsituation nichts verbesserten.

Der Digital Leader, im Vergleich, konzentriert sich auf die Veränderung von Struktur und Kultur seines Aufgabenbereichs: durch das empowerment des Teams, also das konsequente ausstatten mit allen nötigen Befugnissen zum eigenständigen Arbeiten, hat er bereits die Grundlagen geschaffen, die seine Mitarbeiter zur Problemlösung befähigen. Dank der konsequenten Verwendung digitaler Systeme, die unabdingbarer Teil der Digitalen Transformation ist, verstärkt sich dieser positive Effekt noch.   

Dank der gemeinsamen Vision, die der Digital Leader mit seinem Team ausgearbeitet hat und die konstant weiterentwickelt wird, ziehen hier nicht nur alle an einem Strang – sie ziehen auch in die gleiche Richtung.

Diese Vision, die eng mit dem jeweiligen Produkt und seinen Eigenschaften verknüpft ist, bildet eine Klammer um die Tätigkeit des gesamten Teams. Anstatt der tausend Baustellen kann dank Digital Leadership nun der Fokus auf lediglich zwei Dinge beschränkt werden: zum einen das weitere Vorantreiben der Digitalen Transformation, um die positiven Effekte zu verstärken und neue zu Nutzen. Zum anderen das enablen seines Teams: durch das Beseitigen von Hindernissen, egal ob technischer, bürokratischer oder sozialer Natur, ermöglicht der digitale Manager seinen Mitarbeitern, ihre Talente voll einzusetzen und dadurch die beste Arbeit zu leisten.

Es ist diese Art des Arbeitens – schnell, flexibel, digital, eigenständig, kundenorientiert – die eine Digitale Transformation ein so lohnenswertes Ziel für Unternehmen werden lässt. Die Wettbewerbsvorteile, die hierbei entstehen, sind so erheblich, dass sie schnell über Erfolg oder Misserfolg entscheiden können.

Man könnte hier also den Digital Leader als eine Führungskraft sehen, die stärker auf Struktur und Prozesse wirkt. Digital Leadership ist die Unterstützung und Verstärkung der Werte der Digitalen Transformation. Der Fokus bewegt sich hierbei so weit wie möglich von täglichen Inhalten weg und schafft stattdessen Hilfe zur Selbsthilfe. Der moderne, digitale Manager Ist ein Unterstützer, Verstärker und Motivator – und kein Kontrolleur, Selbstdarsteller oder Antreiber mehr.

Digital Leadership zusammengefasst

Digital Leadership äußert sich also in der Fähigkeit eines Managers, die Digitale Transformation zu verstehen, voranzutreiben und in Kunden-nwirksame Ergebnisse umzuwandeln. Dabei ist es wichtig, bei der Veränderung der historischen Strukturen und Prozesse eines Unternehmens mit Umsicht und nicht zu drastisch vorzugehen. Auch viel Empathie ist gefragt, wenn sich die Mitarbeiter dem neuen, digitalen Führungsstil anpassen sollen. Um den Erfolg der Veränderungen zu sichern, ist eine klare, gemeinsame Vision nötig – sie unterscheidet die analoge „jeder für sich“-Arbeitsweise von der Digitalen, die sich durch empowertes Arbeiten der Teammitglieder, die konsequente Verwendung von digitalen Systemen und absoluten Kundenfokus auszeichnet.

All diese Aspekte „unter einen Hut zu bekommen“ ist eine Mammutaufgabe für jede Führungskraft. In jedem Teilbereich umgehend gute Resultate zu erzielen ist nahezu unmöglich. Umso wichtiger ist es daher, die eigenen Errungenschaften stetig zu prüfen und nach zu justieren, wo Bedarf besteht. Digital Leadership ist keine einzelne Eigenschaft, die man trainieren könnte, sondern eine Summe aus verschiedenen Denk- und Handlungsweisen, die sich gegenseitig beeinflussen und dementsprechend behandelt werden müssen.

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Kurz erklärt – Corporate Foresight im Unternehmen

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Corporate Foresight im Unternehmen Blogcast

https://open.spotify.com/episode/3PUaKvZ8iqICrs9A0kzzwk?si=vq5BpqZ0Q3itAGa8Dd2gRw

Warum sollten Sie sich mit Corporate Foresight auseinandersetzen?

Corporate Foresight gibt Unternehmen praktisch anwendbare Strategien um mit einer ungewissen Zukunft umzugehen small

Corporate Foresight hat nichts mit Wahrsagerei zu tun, sondern gibt Unternehmen praktisch anwendbare Strategien, um mit einer ungewissen Zukunft umzugehen, an die Hand. Unternehmen sollen dazu befähigt werden, zu agieren und nicht nur zu reagieren. Das Konzept macht Unternehmen zukunftssicher und Sie sollten sich damit auseinandersetzen, wenn Sie bisher eher den Trends nachlaufen als strategisch Innovationen und neue Geschäftszweige zu planen. Hier zeigen wir Ihnen, was Corporate Foresight ist, für wen es sich eignet und wie Sie Ihr Unternehmen damit fit für die Zukunft machen.

Was ist Corporate Foresight?

Corporate Foresight auf Deutsch auch Strategische Frühaufklärung ist eine Form des Zukunftsmanagements für Unternehmen small

Corporate Foresight, auf Deutsch auch Strategische Frühaufklärung, ist eine Form des Zukunftsmanagements für Unternehmen. Es beschreibt sowohl ein Set von Unternehmenspraktiken, wie auch von Fähigkeiten eines Unternehmens. Das Ziel von Corporate Foresight ist es, ungewöhnliche Veränderungen in der Umwelt frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können. Das dient dazu, den langfristigen Erfolg und die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens zu erhalten. Die drei fatalen Fehler von Unternehmen, die oft zum Scheitern des Unternehmens führen, können damit vermieden werden. Die durchschnittliche Lebensdauer von Fortune 500 Unternehmen beträgt nur weniger als 50 Jahre, da die meisten es nicht schaffen, passend auf Umwelteinflüsse und Änderungen zu reagieren.

Durch Corporate Foresight können neue Unternehmensfelder frühzeitig und strategisch entwickelt werden und nicht erst, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Auch der Umgang mit Unsicherheit soll durch Corporate Foresight optimiert werden. Corporate Foresight ist Inhalt vieler Management Studien und Weiterbildungen, die Grundlagen können aber auch auf eigene Faust gelernt und genutzt werden.

Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es für Corporate Foresight und wie wird diese umgesetzt?

Corporate Foresight Das Konzept vom strategischen Planen für die Zukunft ist für Unternehmen jeder Größe und Branche small

. Doch vor Allem bei großen Unternehmen ist es noch einmal wichtiger, die Zukunftstauglichkeit strategisch anzugehen, da sie nicht so schnell reagieren, handeln und sich anpassen können und Entscheidungswege weitaus länger sind. Kleine Unternehmen haben schneller die Chance, sich anzupassen, aber auch ihnen kommt ein strategischer Ansatz zu Gute.

Die 5 Dimensionen zur Anwendung von Corporate Foresight

Die 5 Dimensionen zur Anwendung von Corporate Foresight small

René Rohrbeck hat durch Case Studies und seine Forschungsarbeit die 5 Dimensionen für die Zukunftsorientierung eines Unternehmens geprägt. Diese sind Informationsnutzung, Menschen und Netzwerke, Methoden Raffinesse, Organisation und Kultur. Die Informationsnutzung beschreibt, wie und ob Informationen gesammelt werden, während die Methoden Raffinesse beschreibt, wie diese Informationen ausgewertet und genutzt werden. Die Dimension Menschen und Netzwerke beschreibt die einzelnen Qualifikationen und Persönlichkeiten der Mitarbeiter und wie stark firmeninterne und -externe Netzwerke sind, in denen Informationen weitergegeben werden können und informell Ideen und Beobachtungen geteilt werden. Die Organisation steht für strukturierte Prozesse zum Sammeln, Analysieren und Umsetzen von Informationen. Letztlich ist auch die Kultur eines Unternehmens entscheidend für Corporate Foresight. Sowohl in der Persönlichkeit jedes einzelnen Mitarbeiters, wie auch in der weiteren Unternehmenskultur muss Offenheit und Zukunftsorientierung verankert sein und eine Innovationskultur gelebt werden.

In der Theorie hören sich diese 5 Dimensionen relativ leicht und fast selbstverständlich an. Die meisten Unternehmen würden wahrscheinlich mit viel Selbstbewusstsein von sich behaupten, dass sie alle 5 Dimensionen besitzen und damit fit für die Zukunft sind. Schaut man genauer hin und betrachtet die relativ kurze Lebensdauer von vielen (auch großen und erfolgreichen Unternehmen), zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Informationen sind zwar vorhanden, werden jedoch nicht entsprechend beachtet oder auf Grund eines Mangels an Kreativität und langer Entscheidungswege nicht in Taten umgesetzt. Auch die Firmenkultur ist oft alles andere als innovationsfördernd und zukunftsorientiert. Über alle Hierarchieebenen hinweg wird an dem Status Quo festgehalten und neue Ideen oft belächelt und vorschnell als nicht umsetzbar abgetan.

Je nachdem, wie ausgereift die einzelnen Dimensionen sind, ist das Unternehmen fit für die Zukunft. Wird ein Mangel in einer oder mehrerer der Dimensionen festgestellt, sollte hier angesetzt werden, um diese zu verbessern und damit besser in Corporate Foresight zu werden. Es lohnt sich, diese objektiv oder sogar extern analysieren zu lassen, um einen unverfälschten Blick auf die Reife des Unternehmens in den einzelnen Dimensionen zu bekommen.

Die 3 Schritte im Corporate Foresight Prozess

Die 3 Schritte im Corporate Foresight Prozess small

Neben den 5 Dimensionen, in denen Unternehmen möglichst gut sein sollten, sollten 3 Schritte im Prozess für Corporate Foresight integriert werden. Diese 3 Kernprozesse sind in verschiedene Praktiken zu unterteilen: Das Wahrnehmen, das Erkunden und das Ausprobieren.

Im ersten Schritt spielen Methoden, die ein Unternehmen benutzt, um Veränderungen der Umwelt frühzeitig zu erkennen, eine Rolle. Wie werden Signale vom Markt identifiziert, die eine Änderung anzeigen? Wie werden auch minimale Änderungen bei den Wettbewerbern bemerkt? Die richtige und frühzeitige Identifikation von Änderungen hilft, einen zeitlichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu bekommen und die Position des eignen Unternehmens auszubauen.

Der zweite Schritt beschreibt Methoden, mit denen Unternehmen einen Schluss aus den Beobachtungen von Schritt eins ziehen und diese in ihre Strategie integrieren. Beispiele hierfür sind Analogien, Szenario Analysen, Backcasting und Systemdynamik Modelle.

Im letzten Schritt geht es um das Testen der aus Schritt eins und zwei entwickelten Lösungen, um sich auf die Zukunft auszurichten. Dieser Schritt ist oft im R & D oder in Innovationsabteilungen angesiedelt. Hier werden Prototypen erstellt, Tests mit Kunden durchgeführt und die Ideen entsprechend optimiert. Das hat zum Ziel, ein neues Produkt, eine neue Dienstleistung oder Ähnliches zu legitimieren und gründlich deren Bedarf zu testen, bevor sie auf den Markt gebracht werden.
Werden die 3 Schritte entsprechend umgesetzt, verschafft das einem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil und ermöglicht, auch bei Änderungen der Umwelt, weiterhin relevant für den Kunden zu sein.

Fazit zu Corporate Foresight

Corporate Foresight ist ein komplexes Set an Praktiken und Methoden die fest im Unternehmen integriert werden müssen um zu funktionieren small

Corporate Foresight ist ein komplexes Set an Praktiken und Methoden, die fest im Unternehmen integriert werden müssen, um zu funktionieren. Es ist nicht als einmaliges Projekt vorgesehen, sondern als ständig ablaufender Prozess, in den laufend investiert wird. Dass diese Investition sich lohnt, ist jedoch unumstritten. Veränderungen werden vor den Wettbewerbern erkannt, Innovationen gefördert, ein ständiges Hinterfragen des Status Quo wird Teil der Unternehmenskultur und die Langlebigkeit des Unternehmens wird unterstützt. Weiterhin werden Unternehmen, die Corporate Foresight implementiert haben, von der Umwelt positiver wahrgenommen, was ihnen einen weiteren Wettbewerbsvorteil verschafft.

Corporate Foresight Slideshare

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Was ist Snackable Content und wie erstellt man Ihn?

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Snackable Content Blogcast

Warum Sie über Snackable Content Bescheid wissen sollten

Snackable Content Cookies… In der modernen Unternehmenswelt gibt es viele Begriffe die essbar klingen small

Snackable Content, Cookies… In der modernen Unternehmenswelt gibt es viele Begriffe, die essbar klingen. Snackable Content ist auch genau daran angelehnt: Inhalte werden in kleinen mundgerechten Häppchen serviert, um leichter konsumierbar und ansprechend zu sein. Mit dieser Idee lassen sich eigentlich alle textlichen und werblichen Inhalte Ihres Unternehmens gestalten. , sondern hat inzwischen eine feste Stellung im Marketingwortschatz angenommen. Hier zeigen wir Ihnen, was genau Snackable Content ist, geben Ihnen Tipps und Beispiele und zeigen Ihnen, wie Sie ihn für Ihr Unternehmen erstellen.

Was ist Snackable Content?

Snackable Content könnte man auch als kurz und knackig beschreiben small

Snackable Content könnte man auch als kurz und knackig beschreiben. , die Idee dahinter ist jedoch keine komplett neue Wissenschaft. Inhalte sollen leicht konsumierbar sein und so den Nutzer ansprechen, sie müssen ohne großen Zeitaufwand oder extra Aufmerksamkeit nebenbei aufgenommen werden können. Die Inhalte sollen leicht teilbar sein, Traffic bringen und den Nutzer unterhalten oder informieren. Bilder, kurze Videos, Teaser für Podcasts, Memes, Tweets, Zitatebilder und Infografiken sind alles Formen von Snackable Content. Trotz der Kürze geht es bei Snackable Content nicht um wenig Inhalt, sondern um gut komprimierten und auf den Punkt gebrachten Content. Er geht weg von der klassischen Werbung, in der zahlreiche Details und Eigenschaften eines Produktes aufgelistet werden. Stattdessen ist er weniger aufdringlich und zielt eher auf die emotionale Ebene eines Produktes ab. Auch Storytelling kann gut durch Snackable Content betrieben werden.

Der wissenschaftliche Beweis, warum Snackable Content sinnvoll ist und gut funktioniert, liegt in unserer immer weiter abnehmenden Aufmerksamkeitsspanne. Diese liegt inzwischen nur noch bei ungefähr 8 Sekunden für allgemeine Inhalte und bei nur knapp 3 Sekunden auf Social Media. Wir scannen Texte und Websites nur noch, anstatt jedes Wort zu lesen und scrollen schnell weiter, wenn uns nicht die ersten paar Wörter eines Textes oder Sekunden eines Videos fesseln. Das spricht für visuell aufbereitete Inhalte, die schnell und kompakt Informationen liefern.

Auch die Verlagerung auf mobile Endgeräte spricht für Snackable Content. Inhalte, die nach diesem Gedanken erstellt werden, sind besonders leicht auf mobilen Geräten konsumierbar. Durch die einfache Teilbarkeit und den Unterhaltungswert erhöht sich die Reichweite, vorausgesetzt Ihre Inhalte regen dazu an.

Häufig wird der Vergleich von Snackable Content mit Fast Food verwendet. In kurzer Zeit sollen möglichst viele relevante Inhalte / leckere Kalorien aufgenommen werden können und Lust auf mehr machen.

Wie wird Snackable Content erstellt?

Wie wird Snackable Content erstellt small

In der Theorie klingt Snackable Content einfach und leicht nachvollziehbar, die Erstellung ist jedoch etwas komplizierer. Hierfür braucht es eine ordentliche Portion Kreativität, Gespür für die Zielgruppe, Erfahrung und die Bereitschaft zum Experimentieren.

Kurze Videos

Videos bis zu einer Minute eignen sich hervorragend und sind eine beliebte Form von Snackable Content small

Videos bis zu einer Minute eignen sich hervorragend und sind eine beliebte Form von Snackable Content. Das Vorschaubild zeigt den Nutzern bereits, um was es geht und die ersten Sekunden sollten bereits das wichtigste enthalten und Lust auf mehr machen. Kurze Videos kann man ideal auf Social Media einsetzen, aber auch auf der eigenen Website, zur Anreicherung von Blogbeiträgen oder als mundgerechte Alternative zu klassischen Werbevideos. Beispiele hierfür sind Timelapses, die den Bau von DIY-Möbeln erklären oder Kochvideos, in denen Zutaten und Zubereitung im Schnelldurchlauf dargestellt werden.

Tweets und kurze Posts

Kurze Texte die in sekundenschnelle gelesen werden können und mit denen ebenso schnell interagiert werden kann sind auf allen sozialen Netzwerken beliebt small

Diese Art von Snackable Contnet ist die häufigste. Kurze Texte, die in sekundenschnelle gelesen werden können und mit denen ebenso schnell interagiert werden kann, sind auf allen sozialen Netzwerken beliebt. Das ist auch die beste Einsatzmöglichkeit für aussagekräftige Texte mit einer beschränkten Wortanzahl. Sie können ideal zur schnellen und viralen Kommunikation verwendet werden. Beispiele hierfür sind die Wichtigkeit von Tweets für Nachrichten in der heutigen Zeit oder Influencer, die durch Texte als Snackable Content Meinungen und Trends prägen.

Memes und Bilder

So eignet sich diese Form von Snackable Content nicht nur für die sozialen Netzwerke sondern in allen Bereichen des Online und Offline Marketings small

Oft ist es leichter, Inhalte mit einem Bild anstatt mit Worten zu transportieren. Wir sind sehr visuell geprägt, daher sind Bilder eine effektive Art, Informationen zu transportieren, Emotionen auszulösen und Storytelling zu betreiben. Ein Bild ist außerdem schnell angeschaut und der Inhalt kann in kürzester Zeit verstanden werden. So eignet sich diese Form von Snackable Content nicht nur für die sozialen Netzwerke, sondern in allen Bereichen des Online und Offline Marketings. Eine Sonderform und ein wahrer Trend sind Memes. Sie gehen häufig viral und das gleiche Bild wird von Content Erstellern mit zum jeweiligen Bild passendem Text angepasst.

Boomerangs und Instagram Stories

Boomerangs und Instagram Stories small

Snaps, Instagram Stories und Boomerangs bieten unglaublich viel Potential, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Besonders für Ankündigungen von Veranstaltungen, neuen Produkten oder (Sale-)Aktionen sind diese gut geeignet und machen die Werbung dafür interessant und weniger aufdringlich. Auch einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens ermöglichen sie auf unterhaltsame und humorvolle Art und Weise. Sie erfordern in der Erstellung außerdem nur minimalen Aufwand, da sie direkt in der jeweiligen App bearbeitet werden können.

Infografiken

Infografiken ergänzen Blogbeiträge perfekt und bereichern Websites oder sogar Printmedien Ihres Unternehmens small

Infografiken transportieren auf kreative und visuell ansprechende Art und Weise viele Informationen. Auch komplexe Sachverhalte, eine Menge an Daten oder kompliziertere Tutorials können durch eine gut gemachte Infografik leicht verständlich und interessant dargestellt werden. Infografiken ergänzen Blogbeiträge perfekt und bereichern Websites oder sogar Printmedien Ihres Unternehmens. Auch auf Social Media werden Sie gerne geteilt und gespeichert, da sie dem Nutzer praktische, schnell konsumierbare Tipps und Fakten an die Hand geben.

Fazit zu Snackable Content

Wird dieser optisch ansprechend und inhaltlich hochwertig aufbereitet kann das Ihr Marketing auf ein ganz neues Level heben small

Mit Snackable Content machen Sie Lust auf mehr. Das hat viele Vorteile für Ihr Unternehmen: Mehr Traffic, eine größere Markenbekanntheit und Mehrwert für Ihre (zukünftigen) Kunden. Wird dieser optisch ansprechend und inhaltlich hochwertig aufbereitet, . Ob Sie es nun dem Trend folgend als Snackable Content bezeichnen oder nicht: Gut verpackter, in kleinen Häppchen servierter Inhalt wird gerne angenommen und in guter Erinnerung behalten. Das bringt Ihr Unternehmen voran und ist definitiv ein Prinzip, dass Sie berücksichtigen sollten. Ist Ihr Snackable Content richtig gut, hat er durch die leichte Teilbarkeit Chancen, viral zu gehen. Das ist natürlich der Bestfall für Ihr Unternehmen!

Snackable Content Slidehare

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Die 6 Schritte im Design Thinking Prozess

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6 Schritte im Design Thinking Prozess Blogcast

https://open.spotify.com/episode/2GGSSB8prEAJOayqHkMNgQ

Warum sollte Sie sich mit Design Think beschäftigen?

Design Thinking. Sicher haben Sie diesen Begriff schon einmal gehört und unter den zwei Worten einzeln kann man sich auch etwas vorstellen. Doch was bedeutet die Kombination? Design Thinking ist heutzutage fest in agilen Arbeitswelten verankert und fördert sowohl Innovationen, wie auch kundenzentriertes Denken.
Wenn Sie Struktur in Ihren Innovationsprozess bringen und die Kreativität im Unternehmen fördern wollen, sollten Sie sich unbedingt mit Design Thinking auseinandersetzen. Hier erklären wir Ihnen, was das ist und welche Schritte es zur Umsetzung gibt.

Was ist Design Thinking?

Design Thinking kommt aus der Mitte der 80er Jahre und wurde passenderweise von einer Innovationsagentur (IDEO) entwickelt. Inzwischen ist es eine beliebte und etablierte Methode, um Innovationsentwicklung zu strukturieren.
Bei diesem Ansatz wird der Mensch oder Kunde in den Fokus gestellt, es kann genau herausgefunden werden, was dessen Bedürfnisse sind. Der gesamte Prozess ist in 6 Schritte aufgeteilt, die wir Ihnen weiter unten erklären. Der Prozess muss nicht linear verlaufen, sondern verläuft viel öfter in Schleifen. Das Feedback aus einem späteren Schritt kann dafür sorgen, dass noch einmal ein oder zwei Schritte zurückgegangen werden muss, um zu optimieren und sich so der Lösung schrittweise anzunähern. Das ist beim Design Thinking sogar erwünscht.
Ständiges Lernen voneinander, der Austausch vieler unterschiedlicher Meinungen und Standpunkte und ein regelmäßiges Hinterfragen des Status Quo sind wichtige Bestandteile im Design Thinking Prozess. Er lässt das Begehen von Fehlern zu und fördert es sogar, um daraus lernen zu können und wirklich eine Lösung zu finden, die funktioniert.
Ziel von Design Thinking ist es, einen typischen Fehler in der Entwicklung eines Angebotes zu vermeiden: Ein Produkt wird entwickelt und wenn es letztendlich auf den Markt kommt, interessiert sich keiner dafür. Wie leider allzu oft, wurde in dieser Situation nicht auf die Kundenbedürfnisse eingegangen und der Kunde nicht ehrlich nach seiner Meinung gefragt. Dem kann man mit Design Thinking entgegenwirken.
Der Prozess kommt vor Allem in der Produktentwicklung zum Einsatz, kann aber auch zum Erstellen von Serviceleistungen oder um Struktur in kreative Projekte zu bringen, angewendet werden. Er kann einmalig als Experiment verwendet werden oder sogar fest in die Strukturen und Arbeitsweisen eines Unternehmens integriert werden.

Die 6 Schritte im Design Thinking

Verstehen

Zunächst geht es darum, seine Zielgruppe zu verstehen. Welche Probleme hat Ihr Kunde? Wie versucht er diese zu lösen? Was hindert ihn an einer erfolgreichen Lösung? Welche Bedürfnisse hat er? Um diesen Schritt zu unterstützen, lohnt sich eine intensive Recherche. Das Ergebnis kann später in Schritt 3 z.B. in einer Buyer Persona festgehalten werden.

Dieser Schritt sollte gründlich und ausgiebig durchgeführt werden, da er die Grundlage für alle weiteren Schritte bildet. Am Ende sollte jeder Mitarbeiter in der Lage sein, sich in den Kunden hineinzuversetzen und aus seiner Perspektive zu denken.

Beobachten

Im zweiten Schritt interviewen Sie Ihre Kunden und beobachten sie, um ihre Probleme und Bedürfnisse noch genauer kennenzulernen. Hier ist es wichtig, Ihren Kunden unvoreingenommen zuzuhören und über den Tellerrand zu blicken. Im besten Fall begleiten Sie Ihre Kunden sogar bei der Lösung des jeweiligen Problems, um zu beobachten, wie sie bisher damit umgegangen sind. Durch diesen Schritt überprüfen Sie Ihre Annahmen aus Schritt 1 und können diese weiter definieren. Um diesen Schritt festzuhalten, können Sie Dialoge genauestens mitschreiben, Videos machen oder Fotos machen. Wichtig ist hier, im realen Umfeld zu bleiben und künstliche Laborbedingungen zu vermeiden. Versuchen Sie außerdem, mit dem ganzen Spektrum Ihrer Kunden zu sprechen, von den eingefleischten Fans bis hin zu den Kritikern.

Sichtweise definieren

Als nächstes fassen Sie Ihre Erkenntnisse aus den ersten beiden Schritten zusammen. Das kann in Form einer Buyer Persona geschehen. Je detaillierter die Persona, desto besser. In diesem Schritt werden Einsichten in die Zielgruppe entwickelt und ein 360 Grad Blick der Kunden wiedergegeben.

Ideen finden

Die Grundlagen sind gelegt und Sie haben ein tiefes Verständnis für Ihre Zielgruppe entwickeln können. Nun geht es darum, Ideen zur Lösung des Problems zu finden. Eine beliebte Technik für diesen Schritt ist das Brainstorming. Auch Rollenspiel oder die 6-3-5 Methode eignen sich hierfür. Alle Lösungsansätze werden zunächst, ohne jegliche Wertung, gesammelt. Es lohnt sich auch, externe Personen in diesen Schritt einzubeziehen, um Betriebsblindheit zu vermeiden.

Prototypen entwickeln

Im vorletzten Schritt befassen Sie sich mit der Umsetzung der gesammelten Ideen. Hierfür werden Prototypen erstellt, die es ermöglichen, die Ideen zu visualisieren und zu veranschaulichen. Der Prototyp muss keine kostspielige ausgereifte Version sein, sondern dient lediglich zur Veranschaulichung und zum Testen. Dieser Schritt muss wahrscheinlich einige Male durchlaufen werden, um die optimale Lösung zu finden, also investieren Sie nicht zu viel Zeit und Geld in die Erstellung eines Prototyps. Wichtiger ist es, sich Feedback einzuholen.

Testen

Im letzten Schritt wird der Prototyp mit Ihrer Zielgruppe getestet. Holen Sie sich soviel Feedback wie möglich ein, beobachten Sie die Nutzer bei der Interaktion mit dem Prototyp und notieren Sie sich, wo es Unklarheiten oder Schwierigkeiten gibt. Sollte der Prototyp gar nicht gut ankommen ist das nicht schlimm. Sie haben immerhin noch nicht viel in die Entwicklung investiert und können einfach einen Schritt zurück gehen, um ihn zu verbessern. Das ist das Wunderbare an dem Ansatz: Sie entwickeln am Ende im großen Stil nur, was wirklich gut ankommt.

Fazit zu Design Thinking

So gut wie jedes Unternehmen strebt nach Innovationen. Neben den entsprechenden Rahmenbedingungen, viel Mut und einer aufgeschlossenen Unternehmenskultur, braucht es jedoch auch eine passende Methodik, um Innovationen hervorzubringen. Genau hier setzt Design Thinking an. Es strukturiert den Prozess in 6 Teilschritte, die relativ leicht nachvollziehbar und umsetzbar sind. Er bietet außerdem Spielraum für individuelle Anpassungen, so können Schritte mehrfach durchlaufen werden oder von einem Schritt in den vorherigen gewechselt werden, um Anpassungen vorzunehmen. Entscheidend ist dabei, eine stets innovationsfördernde Grundeinstellung zu behalten und den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Es lohnt sich für jedes Unternehmen, Design Thinking auszuprobieren. Allerdings ist zu beachten, dass alleine der Prozess noch keine Garantie für Innovationen oder Kreativität ist. Hier kommen auch diverse andere Faktoren, wie z.B. die Teamzusammensetzung und -kultur, mit ins Spiel

Design Thinking Slideshare

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Kurz erklärt – Affective Computing

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Affective Computing Blogcasting

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Warum sollte ich einen Artikel über Affective Computing lesen?

Durch intelligente Algorithmen werden Emotionen und Stimmungen erkannt und entsprechend verarbeitet. small

Keine Frage, Computer sind intelligent. Doch Technologie hat keine Gefühle? Das stimmt, doch wird sie immer empathischer. Durch intelligente Algorithmen werden Emotionen und Stimmungen erkannt und entsprechend verarbeitet. Das bietet viele neue Einsatzmöglichkeiten für künstliche Intelligenz und unterstützt Sie sowohl im beruflichen, wie auch im privaten Alltag. Hier erklären wir Ihnen, was Affective Computing ist, wo es bisher am häufigsten zum Einsatz kommt und alles Weitere, .

Durch intelligente Algorithmen werden Emotionen und Stimmungen erkannt und entsprechend verarbeitet.

Affective Computing ist ein interdisziplinäres Gebiet bei dem Erkenntnisse aus der Computerwissenschaft Psychologie und kognitiven Wissenschaften einfließen und kombiniert werden. small

Affective Computing ist ein interdisziplinäres Gebiet, bei dem Erkenntnisse aus der Computerwissenschaft, Psychologie und kognitiven Wissenschaften einfließen und kombiniert werden. Um Maschinen zu entwickeln, die nicht nur intelligent sind, sondern auch Gefühle richtig einordnen können, braucht es Wissen aus allen drei Bereichen. 1995 wurde der Begriff von Rosalind Picard geprägt und seitdem stetig weiterentwickelt.
Affective Computing basiert auf maschinellem Lernen. Hiermit wird der jeweilige Algorithmus trainiert, die Gefühle richtig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Ziel ist es, Computer mit emotionaler Intelligenz auszustatten und sie Empathie simulieren zu lassen, sodass eine angemessene Reaktion der Maschine auf die menschliche Aktion ausgewählt werden kann.

Um Gefühle zu erkennen, wird momentan auf vier verschiedene Datenquellen zurückgegriffen. Das können visuelle Daten durch Bilder oder Videos sein, Audio Daten, Texte oder physiologische Daten. Hierdurch kann die Maschine sowohl die Basisemotionen erkennen, wie auch auf nicht in Worte fassbare Gefühle angemessen reagieren.
Für die Auswertung aus Bild oder Videodaten wertet die Technologie die Gesichtsausdrücke von Personen aus. Die Gesichtsanalyse ist besonders einfach möglich, wenn eine Person eh vor dem PC oder Smartphone sitzt, da die Mimik einfach über die Webcam erfasst und ausgewertet werden kann.

Bei Telefongesprächen hingegen wird auf Audio Daten zurückgegriffen. Hier wird die Geschwindigkeit, die Tonlage und die Lautstärke der Stimme der entsprechenden emotionalen Verfassung zugeordnet. Ist eine Person zum Beispiel aufgeregt, wird die Stimme meist schneller und Worte werden verschluckt.
Ähnlich werden auch Texte durch die Sentiment Analyse ausgewertet. Sie werden durch intelligente Algorithmen in positive und negative Texte eingeteilt und so auch sehr umfangreiche Inhalte automatisiert ausgewertet. Die Stimmung ganzer Online Communities und ihre Einstellung gegenüber Ihrem Unternehmen kann durch die Textdaten zum Beispiel ausgewertet werden. Häufen sich negative Kommentare und Posts, könnte das auf einen anstehenden Shitstorm hindeuten und Ihnen noch frühzeitig Hinweise auf zu treffende Gegenmaßnahmen geben.

Kann auf keine der drei Datenquellen zurückgegriffen werden, können auch physiologische Daten akkurate Schlüsse auf die Emotion bieten. Durch die Herzfrequenz, die Oberflächentemperatur der Haut und Bewegungsmuster, wie Auf- und Abgehen, kann die Stimmung einer Person eingeordnet werden. Diese Daten werden vor allem durch Wearables oder Smartphones bereitgestellt. Ist beispielsweise die Herzfrequenz erhöht, die Hauttemperatur höher und bewegt sich die Person ruckartig und ziellos, kann das auf einen negativen Gefühlszustand, wie Stress oder Aggressivität, hinweisen.

In welchen Bereichen wird Affective Computing angewendet?

In welchen Bereichen wird Affective Computing angewendet small

Affective Computing hat inzwischen zahlreiche Anwendungsgebiete. In Call Centern werden menschliche Telefon Agenten von künstlicher Intelligenz unterstützt, um noch besseren Service anbieten zu können. Das funktioniert durch eine Analyse der Veränderungen in Sprache und Tonlage und den passenden Tipps, wie am besten darauf reagiert werden soll. Der erstrebenswerte Gesprächsverlauf wird so durch intelligente Algorithmen gesteuert. Oder aber der Kunde wird durch einen vorgeschaltetes Computergespräch analysiert und eingeordnet und dann einem passenden, auf die Stimmung spezialisierten Agenten zugeordnet. So können Kunden mit guter Laune an Lehrlinge weitergeleitet werden und die, die bereits die Computerstimme angeschrien haben, an Kundenservice Experten weitergeleitet werden.

Bei Chatbots wird Affective Computing ebenfalls eingesetzt, um einen natürlichen Gesprächsverlauf zu ermöglichen. Das Gleiche gilt für weitere textbasierte Schnittstellen, hier wird durch emotionale Intelligenz ebenfalls das Gefühl vermieden, mit einem Roboter zu schreiben und ermöglicht eine Kommunikation wie mit einem anderen Menschen. Auch die Smartphone Sensorik, Smart Home Systeme und diverse Wearables werden in Zukunft wahrscheinlich immer mehr mit Affective Computing angereichert werden.

. Diese Technik kann sowohl in der Email Kommunikation mit Kunden, wie auch in Social Media zum Analysieren von Kommentaren, Stimmungen von Followern und Einstellungen gegenüber der Marke zum Einsatz kommen.
Aber auch in Bereichen abseits des Kundenservice und Marketings wird Affective Computing erfolgreich verwendet. In der Lehre, vor allem in der Online- oder Fernausbildung, wird die fehlende persönliche Interaktion durch Affective Computing wettgemacht. Die Stimmung des Schülers kann analysiert werden und der Lehrplan entsprechend angepasst und Übungen passend ausgewählt werden. Das kann sowohl bei Lernplattformen, elektronischen Weiterbildungsprogrammen, aber auch für Tutoren eine hilfreiche Unterstützung sein und den Lernerfolg verbessern.

Auch im Gesundheitswesen, vor Allem in der Altenpflege, wird Affective Computing auf Grund des Personalmangels immer beliebter. Emotionale Intelligenz kann die Patienten einschätzen und entsprechende Maßnahmen treffen oder anordnen. .
In der Entwicklung von Videospielen zur Unterhaltung oder zur Therapie, fließt ebenfalls immer mehr Technik des Affective Computings mit ein.

Fazit zu Affective Computing

Affective Computing bietet Unternehmen die Möglichkeit eine noch bessere und tiefere Beziehung zu ihren Kunden aufzubauen small

Wie Sie sehen, steckt Affective Computing noch in den Anfängen, bietet aber bereits jetzt zahlreiche und sinnvolle Einsatzmöglichkeiten. Auch verwandte Gebiete, wie Biofeedback und Human-Computer-Interaction entwickeln sich stetig weiter und werden noch mehr Möglichkeiten und ausgereiftere Techniken ermöglichen. Alles in Allem ist Affective Computing bereits sehr genau und schafft es in den meisten Fällen, Gefühle richtig zu analysieren.

Affective Computing bietet Unternehmen die Möglichkeit, eine noch bessere und tiefere Beziehung zu ihren Kunden aufzubauen. Durch die präzise Aufzeichnung menschlichen Verhaltens und der Auswertung von Emotionen und Bewegungen, lässt sich ein umfassendes Bild des Kunden zeichnen und sich individuell auf ihn und seine momentane Situation eingehen. Das birgt natürlich auch Gefahren. Die enormen Datenmengen müssen sicher verarbeitet und gespeichert werden, um einen Missbrauch zu vermeiden. Auch die Privatsphäre des Kunden sollte, trotz des großen Wissens über ihn, respektiert werden und Werbemaßnahmen auch aus einem ethischen Standpunkt evaluiert werden.

Der Bereich wird in Zukunft sicher noch viele neue und kreative Anwendungsmöglichkeiten finden, da sich hier momentan viel tut und ständig neue Techniken und Algorithmen entwickelt werden. Es lohnt sich also, an aktuellen Entwicklungen dran zu bleiben und zu überlegen, wo Affective Computing das eigene Unternehmen unterstützen könnte.

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Vorteile der Salesforce-Integration in Google Analytics 360 Suite

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Salesforce-Integration in Google Analytics Blogcast

Salesforce und Google Analytics 360 sind jeweils Marktführer auf ihrer Ebene. Die einen im Bereich CRM, die anderen in der Analyse von Kundendaten. Die Auswertung der jeweiligen Daten kostet oft viel Zeit und ist sehr mühselig in der Zusammentragung. Glücklicherweise gibt es die Möglichkeit der Salesforce-Integration in die Google Analytics 360 Suite. Welche Vorteile diese bietet und warum sie unverzichtbar ist, lesen Sie jetzt hier.

Konsent statt Konsens – Agile Entscheidungsfindung

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Konsent statt Konsens Blogcast

https://open.spotify.com/episode/5P3kg13ErbMM3VVBhaBxtO

Teams und Gruppen, die an Projekten arbeiten, müssen Entscheidungen treffen – und das gemeinsam. Hierbei ist es in der Regel so, dass diese Entscheidungen erst dann getroffen werden können, wenn jeder seine Zustimmung gibt. Gibt es auch nur eine Person mit einem Veto, kann sich der Entscheidungsprozess sehr in die Länge ziehen. Das ist definitiv nicht die beste Lösung. Konsent und die damit einhergehende agile Entscheidungsfindung sind die Zauberworte.

Mit Activity Based Working (ABW) zu mehr Kreativität und Leistungsfähigkeit

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Activity Based Working Blogcast

https://open.spotify.com/episode/21ybvAfmSlKYeku3X6hs3O

Activity Based Working, kurz ABW, ist momentan DER Trend bei der Gestaltung von Büros und Arbeitsräumen. Es verspricht mehr Flexibilität, Autonomie und Produktivität, durch ein passendes und durchdachtes Design der Umgebung. Noch nie davon gehört? Nicht schlimm, in diesem Artikel erklären wir Ihnen, was Activity Based Working ist und wie Sie damit zu mehr Kreativität und Leistungsfähigkeit finden.

Was ist Activity Based Working?

Durch den technologischen Fortschritt verliert das traditionelle Arbeitsmodell, von 8 bis 5 in einem Büro an einem fest zugewiesenen Schreibtisch zu sitzen, immer mehr an Beliebtheit. An dessen Stelle treten Co-working Spaces, coole Loftbüros mit Dachterrasse und stundenweise mietbare Tagungsräume.

Der Idee von Activity Based Working liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Produktivität gesteigert ist, wenn eine ansprechende Umgebung mit vielen Auswahlmöglichkeiten vorhanden ist. Wir sind es heutzutage gewöhnt, auf uns zugeschnittene Angebote zu erhalten, wie bei Netflix, YouTube, Lieferservices oder Reisen. Warum sollte das im Arbeitsleben anders sein?
Hier ist es besonders wichtig, dass unsere Umgebung die Ansprüche der jeweiligen Aufgabe erfüllt und uns bei deren Umsetzung unterstützt.

Weitere Vorteile sind der proaktive Austausch, auch zwischen Hierarchieebenen (sind diese überhaupt noch ausgeprägt vorhanden). Die Kreativität und Produktivität der Angestellten werden so gesteigert und die Performance folglich besser. Auch die Mitarbeiterzufriedenheit und Gesundheit steigt und Fehltage werden reduziert. Rückenbeschwerden nehmen ab, da die wechselnden Sitzpositionen und zwischenzeitliche Stehphasen besonders ergonomisch sind. Die verschiedenen Charaktereigenschaften werden optimal unterstützt, da sowohl extrovertierte wie auch introvertierte Mitarbeiter für sie passende Arbeitszonen finden, in denen sie aufblühen. Alles natürlich große Pluspunkte.

Manche Firmen treiben dieses Konzept sogar noch auf die Spitze, indem sie ganze Erlebniswelten aufbauen und den Mitarbeitern komplett überlassen, wann und wo sie arbeiten wollen. Auch für die Freizeit und Feierabend können die Räumlichkeiten dann genutzt werden. Das erfordert viel gegenseitiges Vertrauen und kreiert einen Work-Life-Flow, in dem Arbeit- und Privatleben zunehmend ineinander überfließen.

Das bringt, wie gesagt, natürlich viele Vorteile mit sich, aber auch ein paar Nachteile sollten beachtet werden:

  • Es kann zusätzlichen Stress für die Mitarbeiter bedeuten, morgens einen Platz zu finden und im Laufe des Tages immer wieder entscheiden zu müssen, wo sie arbeiten wollen.
  • Personalisierung des eigenen Arbeitsplatzes mit persönlichen Gegenständen ist unmöglich, was für manche Arbeitnehmer schwierig sein könnte.
  • Hat man zwar das Angebot von ABW, kann es aber nicht nutzen, weil für die eigene Aufgabe meist nur eine Arbeitszone passend ist, führt das zu größerer Mitarbeiterunzufriedenheit bei dem jeweiligen Mitarbeiter.

Trotz allem ist es bereits sicher, dass ABW in der Zukunft bei der Planung von Büroräumlichkeiten eine immer größere Rolle spielen wird und damit die Innovationsgeschwindigkeit und Problemlösungskompetenz von Unternehmen vorantreiben wird.

Die 4 Elemente von Activity Based Working

Design

Der jeweiligen Funktion eines Elements oder eines Raumes folgt das Design. Erfordert eine bestimmte Aufgabe z.B. Ruhe und Konzentration, soll man dafür Platz in einem Ruheraum haben. Dieser Raum sollte entsprechend konzentrationsfördernd eingerichtet sein, ohne ablenkende Elemente, aber doch gemütlich. Für Kundentermine, die über die Mittagszeit gehen, könnte man z.B. ein stylishes Esszimmer buchen. Für Telefonate sollte es ebenfalls extra Platz geben, z.B. in Form einer modernen Telefonzelle, die einen Rückzugsort bietet und das Gespräch von den Kollegen abschirmt.

Erlebnisse für die Sinne

Die Wirkung und die Nutzung des jeweiligen Raumes sollten durch das Design klar sein. Für Mitarbeiter sollte es einfach zu erkennen sein, welchen Raum sie für ihre Aufgabe am besten nutzen und ob ein Raum auf sie konzentrationsfördernd, entspannend oder inspirierend wirkt. Das kann durch sensorische Elemente erreicht werden. Der Duft von Kaffee, leise Hintergrundmusik und die Präsenz von anderen laden z.B. zum Austausch von Neuigkeiten und Informationen ein und zum ungezwungenen Abhalten von Meetings. Komplette Ruhe, ein cleanes Design, ein freier Tisch und gemütlicher Stuhl zeigen dem Nutzer des Raums, dass hier Aufgaben, die absolute Konzentration erfordern, bestmöglich ausgeführt werden können.

Verhaltensverstärkung

Der Raum sollte durch das Design und die sensorischen Informationen klar machen, was von dem Nutzer des Raumes erwartet wird. Das kann Ruhe in dem Arbeitsraum sein, Kreativität im stylishen Meetingraum oder Kommunikationsfreude im Eingangsbereich. Auch das Fördern von Eigeninitiative und Selbstbestimmung muss ein fest verankerter Teil der Firmenkultur sein, um den Mitarbeitern die Freiheit zu lassen, zu entscheiden, welcher Raum am besten zu ihrer Aufgabe passt.

Lebenslanges Lernen

Ein Arbeitsplatz sollte sich, so wie seine Mitarbeiter, ständig weiterentwickeln. Die erfolgreiche Umsetzung von Activity Based Working basiert auf der Übernahme des Mindsets von der ganzen Firma, sowohl von Geschäftsführung, wie auch dem mittleren Management und jedem einzelnen Mitarbeiter. Feedbackschleifen sollten implementiert werden, um zu lernen, was funktioniert und was nicht und die Erkenntnisse daraus selbstverständlich entsprechend umgesetzt werden.

Wie wird Activity Based Working umgesetzt und angewendet?

Activity Based Working ist für viele Unternehmen sinnvoll, besonders für projektbezogenes oder kreatives arbeiten. Für die Produktion oder beim Bedienen von Maschinen, also bei Aufgaben, die einen festen Platz erfordern, ist dies weniger nützlich. Darüber sollten Sie sich also als Erstes im Klaren sein und entscheiden, ob Ihr Unternehmen ABW überhaupt umsetzen kann.

Zugewiesene Arbeitsplätze werden durch ein frei wählbares Angebot von Räumen und Arbeitsplätzen ersetzt. Für den Neuaufbau eines Bürogebäudes lässt sich dies von Anfang an in der Planung berücksichtigen und kann dementsprechend gebaut werden, aber auch bei vorhandenen Räumlichkeiten kann man mit Activity Based Working viel erreichen und sie entsprechend umstrukturieren.
Eine Grundvoraussetzung ist ein gut und schnell funktionierendes WLAN, sowie Laptops und Handys für jeden Mitarbeiter. 

Das ermöglicht, nicht mehr an einen festen Arbeitsplatz gebunden zu sein und die verschiedenen Räume überhaupt zielführend nutzen zu können. Zunächst sollten Sie sich Gedanken machen, welche Zonen überhaupt benötigt werden. Das können Ruhezonen, Kommunikationszonen, Telefonzonen und so weiter sein. Danach legen Sie fest, wie viel Fläche dafür überhaupt benötigt wird und wie diese pro Raum oder Zone aufgeteilt sein sollte.

Eine weitere Grundregel ist, dass es keine geschlossenen Türen gibt. Für vertrauliche Gespräche gibt es natürlich eine Ausnahme. Ansonsten sollte aber jederzeit eine offene und einladende Atmosphäre herrschen, in der Mitarbeiter frei umherwandern können und in jedem Raum Platz nehmen können.
Besonderen Augenmerk gilt es auf das Belichtungskonzept zu legen, jede Arbeitszone sollte auch mit passendem und vor allem ausreichenden Licht ausgestattet werden. Sind die Arbeitszonen alle in einem großen Raum, muss außerdem auf ausreichende Belüftung gesorgt werden. Auch die Akustik stellt hier eine Herausforderung dar, wird nur mit einem großen Raum gearbeitet. Für diese Themen lohnt es sich auf jeden Fall, mit Profis zusammenzuarbeiten.

Persönliche Dinge, die Mitarbeiter sonst an ihrem festen Arbeitsplatz aufbewahren würden, können sie in Schließfächern verstauen. Hiervon sollten auf jeden Fall genug zur Verfügung gestellt werden.

Fazit

Ob multinationaler Konzern oder Start Up: Activity Based Working wird immer beliebter und bereits zahlreich umgesetzt. Das ist nicht nur für Arbeitgeber gut, da sie sich einen Wettbewerbsvorteil um Nachwuchstalente sichern und bessere Leistungen und Kreativität von den Arbeitnehmern erwarten können. Auch bei Mitarbeitern ist das Konzept sehr beliebt, da es Abwechslung und Flexibilität bietet und mit der traditionellen Arbeitsplatzgestaltung bricht. Allerdings ist ABW nicht für jedes Unternehmen geeignet. Sie sollten also die Vor- und Nachteile gründlich abwägen und falls Sie sich dafür entscheiden, die Umsetzung bei Ihnen gründlich planen. Dann steht Ihrem Erfolg nichts mehr im Weg!

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Projektmanagement mit Trello

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Projektmanagement mit Trello Blogcast

https://open.spotify.com/episode/0NYUbmsm405Xvp2wRyJAZv

Projektmanagement ist nicht ohne. Einen kühlen Kopf und die Übersicht bewahren ist hier das A und O. Dabei geht es vor allem um die richtige Planung. Geht diese schief, wird etwas falsch kalkuliert oder gar etwas vergessen, kann sich das äußerst negativ auf die späteren Schritte im Projekt auswirken. Um das zu umschiffen und optimal im Projektmanagement aufgestellt zu sein, gibt es Trello.

Kurz erklärt – Das Value Proposition Canvas

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Value Proposition Canvas Blogcast

https://open.spotify.com/episode/48ErjHG7FV1KRPhP9t8vU4

Wobei hilft mir das Value Proposition Canvas?

Das Value Proposition Canvas ist ein ideales Tool für Sie, wenn Sie Unternehmer, Geschäftsführer oder Produktentwickler sind. Hiermit lassen sich Produkte und Dienstleistungen, die Ihre Kunden wirklich begeistern und Ihnen nachhaltige Umsätze bringen, entwickeln. Das Modell hilft Ihnen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und verhilft Ihnen damit zum Erfolg. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie das Value Proposition Canvas aufgebaut ist und wie Sie es bestmöglich anwenden.

Was ist das Value Proposition Canvas?

Das Value Proposition Canvas, auch Value Proposition Design, wurde von Alexander Osterwalder als Teil des Business Model Canvas entwickelt.

Kern des Modells ist das Nutzerversprechen, welches Unternehmen ihren Kunden geben. Durch den Aufbau des Modells muss man hier wirklich ins Detail gehen und sich Gedanken machen, um ein sinnvolles und Mehrwert stiftendes Nutzerversprechen eines Produktes oder einer Dienstleistung zu definieren. Das ist jedoch wesentlich für den Erfolg eines Unternehmens, wird aber leider allzu oft nur oberflächlich abgehandelt. Das Modell zwingt Sie, nicht nur auf die Funktionen oder technische Daten zu achten, sondern wirklich auf die Kundenwünsche einzugehen und Ihr Angebot unverzichtbar zu machen.

Was ist der Unterschied zwischen Value Proposition Canvas und Business Model Canvas ?

Mit beiden Modellen lassen sich Geschäftsideen visuell auf einer Leinwand abbilden und übersichtlich und skalierbar darstellen. Das Value Proposition Canvas ist die perfekte Ergänzung zum Business Model Canvas. Das Nutzerversprechen ist das zentrale Element Ihres Geschäftsmodells.

Das Value Proposition Canvas hilft Ihnen, die Kundenwünsche weiter zu spezifizieren und das Value Propositions / Werteversprechen- und das Customer Segments / Kundensegmente-Element des Business Model Canvas im Detail anzuschauen.“

So liefert das Value Proposition Canvas eine zusätzliche, kundenzentrierte Komponente zum BMC. Wir empfehlen Ihnen, am besten beide Modelle durchzugehen und für Ihr Geschäftsmodell anzuwenden. Wollen Sie ein bestehendes Produkt verbessern oder ein neues Produkt entwickeln, können Sie das VPC aber auch einzeln einsetzen.

Wie ist das Value Proposition Canvas aufgebaut?

Das Modell besteht aus zwei Seiten: „Customer Segments“ und „Value Proposition“.

Im Teil „Customer Segments“ wird der Kunde genau definiert und analysiert. Dazu werden die „Customer Jobs“, „Pains“ und „Gains“ genauer angeschaut. Führen Sie hier nur ein bestimmtes Kundensegment auf, auf das bezogen Sie die weiteren Felder bearbeiten. Arbeiten Sie mit Post-Its, können Sie auch durchgängig eine Farbe je Kundensegment verwenden. Oder Sie verwenden ein neues Value Proposition Canvas je Kundensegment.

Die „Value Proposition“ bringt die Anforderungen an den Service oder das Angebot auf den Punkt. Der erste Teil hier sind die „Products & Services“. Als Gegenpart zu den Pains und Gains werden hier die „Pain Reliever“ und „Gain Creators“ spezifiziert. Im Folgenden erklären wir Ihnen, was in den verschiedenen Elementen stehen sollte.

Value Proposion Canvas large

Customer Jobs

Die Customer Jobs beschreiben Aufgaben, die der Kunde zur Lösung eines Problems oder einer Herausforderung bewältigen muss. Es können funktionale (z.B. Informationen weitergeben), soziale (z.B. Status) oder emotionale (z.B. Wohlfühlen) Jobs in diesem Feld aufgelistet werden.

Hier können Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Welches Problem haben Ihre Kunden und wie versuchen sie es zu lösen?
  • Welche Bedürfnisse wollen Ihre Kunden befriedigen und was müssen sie dafür tun?
  • Welche Herausforderungen haben Ihre Kunden und was müssen sie tun, um diese zu überwinden?

Pains

Im Verlauf der Erledigung der Aufgabe wird der Kunde mit „Schmerzen“ in Form von Frustrationen und Hindernissen konfrontiert. Beispiele wären hier nicht nachvollziehbare Kosten, viel Zeitaufwand oder unangenehme Emotionen beim Erledigen der Aufgabe.

Hier können Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Welche unerwünschten Situationen ergeben sich für den Kunden aus den Customer Jobs?
  • Wo werden die Erwartungen Ihrer Kunden enttäuscht?
  • Gibt es (wahrgenommene) Risiken für den Kunden?
  • Wo muss der Kunde zu viel Zeit, Geld etc. investieren?

Gains

Die Gains sind das Gegenstück zu den Pains. Diese „Gewinne“ sind die positiven Erlebnisse, Ziele und Ergebnisse, die der Kunde durch die Lösung der Aufgabe erzielt. Auch hier sollten funktionale, soziale und emotionale Gewinne berücksichtigt werden.

Hier können Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Was erwarten sich Ihre Kunden durch Lösung dieser Aufgabe?
  • Was wünschen sich Ihre Kunden wirklich?
  • Wo kann sich Ihr Kunde Investitionen sparen?
Products Services large

Products & Services

In diesem Feld werden die funktionalen, sozialen und emotionalen Leistungsmerkmale Ihres Angebots aufgelistet. Sie sind die Lösung für die Herausforderungen und Probleme Ihrer Kunden und sollten daher mit den Erkenntnissen aus den zuvor bearbeiteten Feldern angegangen werden.

Hier können Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Mit welchen Produkten oder Services erfüllen Sie das Nutzerversprechen?
  • Welche Angebote helfen Ihren Kunden bei der Erledigung von Aufgaben?
  • Welche Dienstleistungen oder Servcies sind wirklich kundenzentriert und erfüllen deren Bedürfnisse?

Pain Reliever

Die Pain Reliever sind die Schmerzmittel, die Sie Ihren Kunden bieten. Sie bekämpfen die Frustration Ihrer Kunden bei der Erfüllung von Aufgaben.

Hier können Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wie verhindert Ihr Angebot negative Situationen oder Emotionen auf Seiten des Kunden?
  • Wodurch liefern Sie ein besseres Angebot zur Lösung der Kundenprobleme als der Wettbewerb?
  • Wie verhelfen oder unterstützen Sie den Kunden bei Lösung der Herausforderung?

Gain Creators

Als Ergänzung und Steigerung der Pain Reliever, sollten Sie die Gain Creator definieren. Sie minimieren nicht nur die unerwünschten Erlebnisse und Nebenwirkungen bei der Erfüllung einer Aufgabe, sondern schaffen einen zusätzlichen Nutzen und Gewinn. Die Gain Creators sorgen für den Wow-Effekt!

Hier können Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wodurch werden die Bedürfnisse Ihrer Kunden erfüllt?
  • Wie erleichtern Sie das Leben Ihrer Kunden?
  • Welche Lösungsansätze bieten Sie?

Wie verwendet man das Value Proposition Canvas?

Das Value Proposition Canvas ermöglicht Ihnen ein systematisches Arbeiten an Ihrem Nutzerversprechen. Sie können es im Team oder alleine bearbeiten, mit zumindest einer weiteren Person ist es jedoch wirkungsvoller, da es hier auch um Brainstorming geht. Kreieren Sie eine lockere und entspannte Atmosphäre und drucken Sie das Modell auf einem großen Blatt Papier aus oder zeichnen Sie es selbst. Auf dem Value Proposition Canvas arbeiten Sie am besten mit Post-Its. Auf jedes Post-It schreiben Sie immer nur einen Gedanken! So können Sie einfach die Position von Post-Its tauschen, durch verschiedene Farben die Zugehörigkeit von einzelnen Gedanken in den jeweiligen Feldern kenntlich machen oder Post-Its ganz einfach wieder wegnehmen. Idealerweise halten Sie auch Ihr bereits erstelltes Business Model Canvas bereit, um sich hierauf zu berufen und die beiden Modelle zueinander passend auszufüllen. Vielleicht merken Sie im Verlauf auch, dass Sie Ihr Business Model Canvas nochmal etwas anpassen müssen.

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Wenn Sie mit einem Remote Team arbeiten oder das Value Proposition Canvas aus anderen Gründen nicht auf Papier anfertigen wollen, können Sie auch mit Kollaborations-Tools arbeiten und eine digitale Variante des Modells verwenden.

Die Standardreihenfolge beginnt auf der Seite der Customer Segments. Starten Sie mit den Customer Jobs und machen Sie dann mit den Pains und Gains weiter. Dann gehen Sie auf die Value Proposition Seite über und bearbeiten zunächst die Produkte und Services, dann die Pain Relievers und zum Schluss die Gain Creators. Reihen Sie innerhalb jedes Feldes die Notizen nach Priorität. Es kann ein bisschen herausfordernd sein, die einzelnen Felder voneinander abzugrenzen, da sie nicht ganz trennscharf sind. Dabei hilft aber ebenfalls die Diskussion im Team und das Feedback von außenstehenden Personen.

Fazit

Das Value Proposition Canvas ist ein unverzichtbares Tool für die user- und kundenzentrierte Entwicklung. Es ist sowohl für Start Ups, wie auch für etablierte Unternehmen geeignet und hilft Ihnen, Ihr Angebot zu entwickeln, zu optimieren oder zu überarbeiten. Das Value Proposition Canvas dient als Basis Ihrer Preisstrategien und Positionierung, Ihres Marketings und Ihres langfristigen Erfolges. Als Alternative zum VPC gibt es das Value Model Canvas, welches das Buisness Model Canvas mit Werten ergänzt.

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Employability in Zeiten der Digitalisierung

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Employability Management ist seit einiger Zeit ein großer Trend im Personalwesen. Aber nicht nur als Unternehmer oder Personaler hilft Ihnen das Wissen um Employability, auch für Angestellte ist es ein interessantes Konzept, dass sich lohnt zu überdenken. Was Employability überhaupt ist und warum Sie sich oder Ihre Mitarbeiter fit für den Arbeitsmarkt machen sollten, lesen Sie in diesem Artikel.

Disagree and Commit – Konsent Findung à la Amazon

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Disagree and Commit Blogcast

https://open.spotify.com/episode/3x2XJPpIBylUsG5O84le2J

Warum sollten Sie über Disagree and Commit und Konsent Findung lernen?

Nur drei Wörter, aber eine bedeutende Lektion in der Konsent Findung und in Leadership: Der Amazon Chef Jeff Bezos hat diese drei Wörter in einem Brief an Amazon Stakeholder verwendet und damit einen neuen Ansatz für Unternehmenserfolg geprägt. Laut ihm spart dieses Management Prinzip viel Zeit, da es schneller geht, Leute trotz fehlender Zustimmung zum Einsatz oder Engagement zu bewegen, anstatt sie mühevoll und langwierig von der Sache zu überzeugen. Das beschleunigt Entscheidungsprozesse um ein Vielfaches. Sie sollten sich also mit der Konsent Findung à la Amazon auseinandersetzen, um schneller Entscheidungen zu treffen, die qualitativ hochwertiger sind. Das Konzept kann sowohl im Berufs- wie auch im Privatleben sehr nützlich sein. Außerdem ist es immer sinnvoll, sich von Jeff Bezos inspirieren zu lassen.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Konsent und Konsens?

Der Konsens hat zum Ziel, alle Zweifel und Widersprüche zu eliminieren und ein Team auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Beim Konsent ist das nicht nötig, hier geht es lediglich darum, effizienter Entscheidungen zu treffen und dies qualitativ hochwertiger, als es im Konsens der Falls wäre. Widersprüche sind beim Konsent noch vorhanden, es kann aber trotzdem bereits gehandelt werden, während zur Konsensfindung wahrscheinlich immer noch rumdiskutiert werden müsste. Das heißt allerdings nicht, dass alle Meinungen ignoriert werden und blind eine Entscheidung getroffen wird. Schwerwiegende Einwände werden trotzdem vorher geklärt, damit die Entscheidung zwar nicht perfekt, aber gut und sicher genug ist, um mit ihr fortzufahren.

Was ist die Disagree and Commit Konsent Findung?

Jeff Bezos hat dem Disagree and Commit Prinzip zwar zum Aufschwung verholfen, erfunden hat er es jedoch nicht. Der Satz wurde erstmalig um 1990 geprägt und auch Andrew Grove soll ihn bei Intel verwendet haben. Das Prinzip hat berühmte Anhänger, zusätzlich zu Amazon und Intel verwenden es beispielsweise auch GitLab und Sun Microsystems.

Die Entscheidungsfindung im Konsent kommt ursprünglich aus der Soziokratie. Sie hat ein effektives und schonendes Arbeiten mit Ressourcen zum Ziel. Das Disagree and Commit Prinzip bei Amazon hat die Konsent Findung als Grundlage. Ist eine Entscheidung getroffen, muss sie nicht der Konsens von allen sein, lediglich soll hinter der Entscheidung gestanden werden und ein Handeln ermöglicht werden. Die unterschiedliche Meinung wird in dieser Methode besonders geschätzt und Widersprüche gewürdigt. Es heißt also nicht, dass andere Meinungen ignoriert werden, sondern dass Sie angehört und respektiert werden. Das soll aber nicht zur Lähmung führen bis ein Konsens erreicht ist. Stattdessen wird mit der Unterstützung aller das Risiko eingegangen, eine Idee umzusetzen, die widersprüchlich ist. Nur so kann Innovation entstehen, denn im Konsens sind Unternehmen zu langsam unterwegs und setzen leider oft nur faule Kompromisse um. Auch die Meinung, dass Konflikte sinnvoll sind, bevor eine Entscheidung getroffen wurde, aber danach negative Auswirkungen haben, kommt in diesem Managementprinzip zum Tragen.

Die Disagree and Commit Methode setzt auch auf gegenseitiges Vertrauen. Sie setzt voraus, dass man auch hinter Entscheidungen stehen kann, wenn man ihnen nicht zustimmt. Das kann vom Chef vom Mitarbeiter verlangt werden, aber auch umgekehrt dem Vorgesetzten einiges abverlangen, den Mitarbeitern zu vertrauen, mit einer Entscheidung fortzufahren, mit der er oder sie nicht ganz einverstanden ist. Wird das Disagree and Commit Prinzip verwendet, sollte es also keine Einbahnstraße sein und immer nur von den Mitarbeitern verlangt werden, sondern unbedingt auf Gegenseitigkeit beruhen. Das kann als Führungskraft natürlich manchmal schwer sein. Zur erfolgreichen Umsetzung muss es aber ebenso auch von Führungskräften verlangt werden, sich trotz Widerspruch zu einer Idee oder Entscheidung zu verpflichten. Das unterstreicht der Amazon CEO Jeff Bezos besonders, er sagt, dass er ständig Disagree and Commit anwendet, wenn jemand ihm einen Vorschlag macht. Das Konzept verhält sich allerdings konträr zu dem, was in den meisten Unternehmen angewendet wird. Mitarbeiter „verschwenden“ viel Zeit und Energie darauf, Vorgesetzte und Kollegen von ihrer Idee zu überzeugen, anstatt diese Zeit und Energie für Sinnvolles und Nutzenspendendes zu verwenden. Auch Führungskräfte untereinander diskutieren stundenlang und oft erfolglos, um eine Lösung zu finden, die alle zufrieden stellt. Diese Lösung ist meist minderer Qualität, da Risiko und Konflikt gescheut werden. Dies alles soll durch das Disagree and Commit Prinzip vermieden werden.

Kritisiert werden kann die Disagree and Commit Methode hinsichtlich der Motivation. Ist man nicht wirklich überzeugt von einer Entscheidung, fühlt sich aber dennoch dazu verpflichtet, kann das zu suboptimalen Ergebnissen führen. Die Arbeitsleistung kann durch die fehlende Motivation abnehmen und die Zufriedenheit und Leidenschaft für das Thema sinken. Auch im direkten Kontakt mit Kunden kann dies zur Gefahr werden, wenn Kunden spüren, dass die Mitarbeiter des Unternehmens nicht voll und ganz hinter der Sache stehen. Außerdem sollte das Konzept nicht verwendet werden, um Konflikten aus dem Weg zu gehen und ohne zu hinterfragen alles abzusegnen. Das würde genau das Gegenteil erreichen von dem, was Amazon durch die Umsetzung dieses Konzeptes erreichen möchte.

Das Disagree and Commit Prinzip sollte also mit Bedacht angewendet werden und die Vor- und Nachteile gründlich und situationsspezifisch abgewogen werden.

Anwendung und Umsetzung der Disagree and Commit Konsent Findung

Um einen Konsent in einem Meeting oder ähnlichem zu finden, muss der Prozess moderiert werden. Die Größe der Gruppe sollte auf 6 Leute beschränkt werden, damit sich der Prozess nicht zu sehr in die Länge zieht und alle Standpunkte zum Thema gehört werden können.

Amazon-Chef Jeff Bezos ‚Two Pizza rule‘: Bei einem Meeting dürfen genau so viele Leute anwesend sein, wie von 2 Pizzen satt werden.

Idealerweise definieren Sie vor dem Meeting ein Ziel, damit alle auf dem gleichen Nenner sind und Sie gemeinsam auf dieses Ziel hinarbeiten können. So lässt sich auch überprüfen, ob das Meeting erfolgreich war. Liegen schon Lösungsansätze für das gewisse Problem vor, lohnt es sich, diese vorher bereits zusammenzutragen, um die Zeit im Meeting effizienter zu nutzen.

Das Ziel der Entscheidung, die im Meeting getroffen werden soll, sowie die bereits vorliegenden Lösungsansätze sollten Sie zu Beginn des Meetings allen Beteiligten kommunizieren. Sind Ihre Mitarbeiter oder Kollegen noch nicht mit dem Prinzip der Konsent Findung vertraut, sollten Sie auch den Ablauf und die Vorteile dieser Methode kurz erklären.

Alle Teammitglieder werden zunächst angehört, Bedenken dürfen geäußert werden und werden angenommen. Auch Fragen werden beantwortet und geklärt. Gibt es schwerwiegende Einwände, muss die Entscheidung entsprechend abgeändert werden, bis es keine solche Einwände mehr gibt. Dann gilt die Entscheidung als getroffen. Alle Anwesenden sollten jetzt wirklich hinter der Entscheidung stehen, auch wenn sie Widersprüche haben. Die getroffene Entscheidung ist im Auge einiger nicht perfekt, aber das Risiko wert, es zu versuchen.

Am besten unterstützen Sie diese Methode mit Notizen auf einem Flipchart. Auch die endgültige Entscheidung sollte unbedingt visuell festgehalten werden. Die Atmosphäre sollte wirklich fördern, dass jeder Anwesende sich gehört und ernstgenommen fühlt und auch nicht so extrovertierte Mitarbeiter ihre Meinung offen sagen und eventuelle schwerwiegende Einwände äußern.

Fazit

Die Disagree and Commit Methode ist ein ausgezeichnetes Managementwerkzeug, um schnelle, effiziente und innovative Unternehmen zu schaffen. Nicht nur Amazon, auch andere große Unternehmen, wenden dieses Prinzip an und sind damit sehr erfolgreich. Es lohnt sich also, die Konsent Findung à la Amazon einmal auszuprobieren und selbst zu erleben. Vorteile sind neben der Schnelligkeit von Entscheidungsfindungen, die Fairness der Methode und ein großer Spielraum für Entscheidungen. So können qualitativ hochwertigere Entscheidungen getroffen werden und schneller in die Tat umgesetzt werden. Auf diesem Weg lassen sich weitaus mehr neue Angebote etc. in der Praxis testen, die die Chance auf Erfolg haben.

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Adobe Analytics und Google Analytics 360 im Vergleich

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Adobe Analytics vs Google Analytics 360 Blogcast

https://open.spotify.com/episode/4ekM6XIMysljXihDEsbDvZ

Den Kunden und sein Verhalten zu kennen ist für jegliche Unternehmen essenziell. Nur so können entsprechende Maßnahmen eingeleitet und vollzogen werden. Zwei Tools, die dabei helfen, sind Adobe Analytics und der Konkurrent Google Analytics 360. Beide werten verschiedenste Daten von Nutzern aus und helfen dadurch Unternehmen sinnvoll agieren zu lassen. Was beide Tools können, wo die Unterschiede sind und was eher zu empfehlen ist, erfahren Sie jetzt hier.

Servant Leadership – Schluss mit veralteten Führungsansätzen!

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Servant Leadership Blogcast

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Schluss mit veralteten Führungsansätzen! Das wird immer mehr gefordert und die Arbeitswelt befindet sich dahingehend momentan im Umbruch. Arbeit auf Augenhöhe, Eigenverantwortung und flache Hierarchien bieten viele Vorteile und verhelfen Firmen zu mehr Innovation und Kreativität. Im Zuge von New Work und Agilität kommt dem Servant Leadership Konzept außerdem immer mehr Bedeutung zu. Mit Servant Leadership können Sie Ihr Repertoire von Führungsstilen erweitern und Ihre Kompetenzen als Führungskraft ausbauen und festigen. Was genau hinter diesem Führungsstil steckt, wie Sie ihn anwenden und ob er zu Ihnen passt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Kanban – Eine kleine Einführung in das Projektmanagement mit Kanban

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Projektmanagement mit Kanban Blogcast

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Mehr Organisation und bessere Ergebnisse für Ihr Privatleben und für Großkonzerne? Wahrscheinlich denken Sie, dass es hier nicht viele Überschneidungen in empfohlenen Methoden und Tools für diese Zielerreichung gibt. Doch die gibt es! Agile Methoden sind derzeit in aller Munde. Kanban ist eine von ihnen und wird erfolgreich von berühmten Vorbildern wie Microsoft und Toyota verwendet, kann aber auch Einzelpersonen zu mehr Erfolg im Privatleben verhelfen. Wollen Sie mehr über diese Methode, die einen besseren und produktiveren Workflow ermöglicht, erfahren, haben wir hier das Wichtigste für Sie zusammengefasst.

Vorteile der Salesforce-Integration bei Google Ads

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Salesforce-Integration für Google Ads Blogcast

Salesforce und CRM. Doch wie kann beides gemeinsam genutzt werden und welche Vorteile ergeben sich aus der Salesforce-Integration bei Google Ads?

Die Integration von Salesforce in Google Ads und die Vorteile davon

Wie erfährt man eigentlich, wie erfolgreich die eigenen Google Ads tatsächlich sind? Welche Kampagnen sind am effektivsten und führen direkt zu qualifizierten Leads und neuen Verkäufen, die in Salesforce erfasst sind? Durch die Implementierung von Salesforce in Google Ads ist genau das trackbar. Es kann genauer ermittelt werden, wie die Google Ads-Investitionen sich in den Umsätzen des Geschäftes (also Offline) niederschlagen.

[easy-tweet tweet=“Dies gelingt durch den Import der Leads und Opportunities in der Salesforce Sales Cloud in das Google Ads Konto. Es wird dadurch automatisch erfasst, wenn eine Google Ads-Conversion zu einem Salesforce-Lead wurde.“ user=“MirkoPeters8″ hashtags=“salesforce,Google Ads“ url=“https://bit.ly/3c2Srlh“ template=“user“] Der enorme Mehrwert bietet sich darin, dass jetzt genauer analysiert werden kann, welche Kampagnen wertsteigernd sind und welche Verbesserungsbedarf haben.

Damit der immense Vorteil der Integration verdeutlicht wird hier nun zwei Beispiele zur Veranschaulichung.

Beispiel 1:
Die erstellte Google Ads-Kampagne ist darauf aus, den potenziellen Kunden zu einem Kontaktformular weiterzuleiten. Wenn dieser das Formular tatsächlich ausfüllt, wird das in Salesforce als neuer Lead festgehalten. Hierüber kann dann jede Phase des Kaufprozesses verfolgt werden.

Beispiel 2:
Die Conversions aus dem Salesforce-Konto werden in Google Ads importiert. Diese wurden durch die Ads-Kampagnen mit verschiedenen Keywords erzielt, jedoch bringt das eine Keyword deutlich mehr Conversions als das andere. Aufgrund dessen kann jetzt mehr Budget bei dem erfolgreicheren Keyword hinterlegt werden, andere ähnliche Keywords können genutzt werden und dadurch entstehen noch mehr Leads, die wiederum zu Opportunities und tatsächlichen Käufen führen.

Der Import von Salesforce in Google Ads erfolgt in sieben Schritten:

  1. Salesforce-Konto konfigurieren
  2. Formular zur Online-Lead-Erfassung in Salesforce anpassen
  3. Code der Website bearbeiten, um die GCLID in einem Cookie zu speichern
  4. System testen
  5. Google Ads- und Salesforce-Konto verknüpfen
  6. Salesforce-Meilensteine für Conversion-Tracking auswählen
  7. Conversions importieren

Hier gibt es die Anleitung von Google zur Salesforce Integration.

Salesforce und Google Ads sind zwei Tools, die für Unternehmen essenziell sind und äußerst empfehlenswert in der Nutzung. Zum einen werden Geschäftsabschlüsse schneller und mehr erzielt und zum anderen erhält die Website mehr Aufmerksamkeit und kann dadurch noch effektiver gestaltet werden. Durch die Integration von Salesforce in Google Ads gehen Unternehmen noch einen Schritt weiter. Kampagnen können noch besser optimiert werden, was zu mehr Leads führt. Unternehmen, die also beide Tools nutzen, sollten definitiv den Conversion-Import aus Salesforce in Erwägung ziehen.

Was ist Salesforce?

Salesforce wurde 1999 gegründet und ist mittlerweile die weltweit führende CRM-Lösung für das Management von Kundenbeziehungen. Die software bringt Unternehmen und Kunden zusammen. Dabei sticht vor allem heraus, dass alle Abteilungen eines Unternehmens hier mit einbezogen werden und somit eine gemeinsame Plattform genutzt wird – egal ob Marketing, IT, Vertrieb, Kundenservice oder Online- und stationärer Handel.

Über 150.000 Unternehmen nutzen Salesforce auf der ganzen Welt. Immer mit den neuesten Technologien und Cloud-basierten Lösungen ausgestattet ist die Plattform das non-plus-ultra. Geschäftsabschlüsse können schneller erzielt werden und in kürzerer Zeit wird mehr erledigt. Salesforce steigert nicht nur die Effizienz und die Produktivität in Unternehmen. Daraus resultiert darüber hinaus ein größerer Umsatz.

Was ist Google Ads?

Jedem Unternehmen, welches Online-Content produziert, sollte bewusst sein, dass das Wichtigste im Online-Marketing die Auffindbarkeit ist. Der Content kann noch so gut sein, aber wenn dieser am Ende auf Seite 12 in den Google-Suchergebnissen erscheint, bringt das überhaupt nichts. Der Großteil der Klicks von Suchergebnislisten verteilt sich auf die ersten drei Ergebnisse. Gerade einmal 1% klickt auf die zweite Seite. Das bedeutet also, dass hier oder noch tiefer gerankt zu werden, quasi bedeutungslos ist.

Um diesem Problem vorzubeugen, kann man über Suchmaschinenoptimierung über einen längeren Zeitraum viele verschiedene Maßnahmen ergreifen, um sich höher zu platzieren. Das bedarf allerdings viel Zeit, Aufwand, Geduld und Kenntnisse. Es gibt jedoch einen einfacheren und vor allem deutlich schnelleren Weg: Google Ads. Ein weiterer Begriff dafür ist Search Engine Advertising, kurz SEA.
Mit Google Ads kann also die eigene Website oder das Unternehmen in der Suchmaschine beworben werden und das auch noch auf jedem Endgerät. Dies funktioniert über sogenannte Keywords, also die Suchbegriffe, die potenzielle Kunden am wahrscheinlichsten eingeben, um den Content zu finden, den das Unternehmen bietet. Da mehrere Seiten höchstwahrscheinlich auf die entsprechenden Keywords bieten, „gewinnt“ die Seite mit dem höchsten Gebot den besten Platz.

Enorm vorteilhaft bei Google Ads ist die Tatsache, dass nur dann gezahlt werden muss, wenn auch wirklich ein Ergebnis erzielt wurde. Das bedeutet also nur dann, wenn tatsächlich ein Nutzer auf die Anzeige klickt, einen Anruf im Unternehmen tätigt o.ä. Durch Google Ads wird der Traffic auf der Website gesteigert, was wiederum in der Generierung von Leads und der Steigerung des Umsatzes resultiert. Das Budget spielt dabei kaum eine Rolle. Schon mit kleinem Geld lässt sich hier eine große Wirkung erzielen. Vorher wird das Budget genau festgelegt und mehr wird dann auch nicht ausgegeben. Kampagnen können darüber hinaus pausiert oder gestoppt werden, wenn die gewünschten Ergebnisse nicht erscheinen. A-B-Tests bieten darüber hinaus dem Nutzer die Gelegenheit verschiedene Strategien auszuprobieren.

Kano Modell im Kundenservice erfolgreich anwenden

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Kano Modell im Kundenservice Blogcast

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Warum sollten Sie über das Kano Modell lernen?

Ansätze, um den Kundenservice zu verbessern, gibt es viele, klare Schritte und Handlungsempfehlungen fehlen jedoch oft. Das Kano Modell bietet eine gute Hilfestellung und es lassen sich einfach konkrete Umsetzungsmöglichkeiten ableiten. Wenn der Kundenservice oder die Produktentwicklung für Sie einen hohen Stellenwert hat, sollten Sie sich also unbedingt mit dem Modell auseinandersetzen.

Was ist das Kano Modell?

Noriaki Kano, ein QualitätsManagement Wissenschaftler aus Tokio, entwickelte in den 1970er Jahren das Kano Modell. Anhand des Modells wird erklärt, wie Kundenzufriedenheit entsteht und welche Produkteigenschaften wahre Begeisterung beim Kunden auslösen. Es lässt sich wunderbar auf Dienstleistungen, den Kundenservice und Usability Überlegungen übertragen. Das Kano Modell ermöglicht Ihnen, ein Angebot noch besser aus Kundensicht zu betrachten und unterstützt Sie in der Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen. Es kann sowohl für Start-Ups wie auch für große Unternehmen eine sinnvolle Hilfestellung sein. Das Kano Modell besteht aus drei Dimensionen: Basisanforderungen, Leistungsanforderungen und Begeisterungsanforderungen.

Basisanforderungen

Basisanforderungen sind ein „Muss“ bei jedem Produkt oder jeder Dienstleistung. Diese Kriterien müssen unbedingt erfüllt werden, definieren allerdings noch kein Angebot und heben es nicht von der Konkurrenz ab. Einzig die Unzufriedenheit des Kunden wird durch die Erfüllung von Basismerkmalen vermieden. Basisanforderungen werden vom Kunden als selbstverständlich gesehen, die Erfüllung dieser führt also noch nicht zur Zufriedenheit. Jedoch müssen diese Anforderungen unbedingt erfüllt sein, sonst führt es beim Kunden zu teilweise großer Unzufriedenheit. Basismerkmale können direkt vom Kunden gefordert und geäußert werden und damit beschreibbar sein, sie umfassen aber auch implizierte Anforderungen, die vom Kunden nicht in Worte gefasst werden können. Diese selbstverständlichen Funktionen müssen von Ihnen also unbedingt erfüllt werden. Ist das der Fall, lohnt es sich bei den Leistungs- und Begeisterungsanforderungen anzusetzen, um wirklich für Zufriedenheit beim Kunden zu sorgen. Beispiele für Basisanforderungen sind eine dichte Verpackung für Flüssigkeiten, das schnelle Laden von Websites oder Vorhandensein eines Kundenservices. Diese Funktionen sind eine Voraussetzung für den Kunden, sind sie vorhanden führt das jedoch noch nicht zu Zufriedenheit, da sie als selbstverständlich angesehen werden. Die Nicht Erfüllung, also z.B. eine undichte Verpackung, eine Website die nicht lädt oder ein nicht vorhandener Kundenservice, führen jedoch schnell zu großer Unzufriedenheit.

Leistungsanforderungen

Leistungsanforderungen sind dem Kunden bewusst. Der Kunde hat konkrete Anforderungen an Produktmerkmale und bestimmte Vorstellung, welche Features erfüllt sein sollten und in welchem Maße. Bei Erfüllung kann man den Kunden hier schon glücklich machen und Pluspunkte sammeln und sich so von der Konkurrenz, die diese Merkmale vielleicht nicht erfüllt, abheben. Auch die Wahl des Kunden für das eigene Angebot kann durch das Abdecken dieser Merkmale bereits entschieden werden. Anforderungen an die Leistung können in unterschiedlichem Maße erfüllt werden und ermöglichen so den direkten Angebotsvergleich zwischen Anbietern. Die Erfüllung dieser Anforderungen führt zu einem linearen Anstieg der Zufriedenheit, die nicht vorhandene Erfüllung jedoch zu einem linearen Anstieg der Unzufriedenheit. Beispiele zu Leistungsanforderungen wären die Verfügbarkeit des Kundenservice oder der Benzinverbrauch eines Autos. Hier lässt sich direkt zwischen Anbietern vergleichen, wann der Kundenservice erreichbar ist, über welche Kanäle und ob die Kontaktaufnahme etwas kostet oder wie viel Liter Benzin pro 100 Kilometer verbraucht werden. Je mehr Leistungsanforderungen erfüllt werden, desto besser. Bietet der Kundenservice neben 24 Stunden Verfügbarkeit auch noch die Kontaktaufnahme per Mail, Chat und Telefon an und antwortet relativ schnell, spricht das Kunden an. Bietet ein Auto zwar einen niedrigen Verbrauch, ein anderes hat aber weitaus mehr Stauraum, eine bessere Innenausstattung, LED Scheinwerfer und diverse andere Features, wird die Wahl wohl eher auf das Produkt mit mehr erfüllten Leistungsmerkmalen fallen. Leistungsmerkmale grenzen so also von Konkurrenzprodukten ab. Sie werden bewusst wahrgenommen und können vom Kunden in Worte gepackt werden. Sie können diese Anforderungen also konkret abfragen und so in den Entwicklungs- oder Optimierungsprozess von Angeboten einfließen lassen. Jedoch ist zu beachten, dass auch bei einer hohen Erfüllung der Leistungsmerkmale, die Basisanforderungen unbedingt abgedeckt sein müssen, um den Kunden zufrieden zu stellen.

Begeisterungsanforderungen

Die Begeisterungsanforderungen machen im Produktvergleich den eigentlichen Unterschied und führen, wie der Name schon sagt, zu einer wahren Begeisterung des Kunden. Sie überraschen den Kunden, da er nicht unbedingt mit diesen Features rechnet und sorgen für einen Wow-Effekt. Sie stiften besonderen Nutzen und schaffen so einen großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Schon vermeintlich kleine Änderungen können hier den Unterschied machen. Merkmale, die zur Begeisterung führen, werden als innovativ und besonders gesehen, da der Kunde vorher gar nicht um diese Möglichkeit wusste. Sie machen ein Angebot zu einer Marke, derer sich der Kunde verbunden fühlt und mit der er sich gerne identifiziert und führen zu einer ganz besonderen Kundenerfahrung. Der Kunde empfiehlt die Marke oder das Produkt gerne weiter und kann sich auch langfristig an die Marke binden. Begeisterungsanforderungen sind so Ihr Wettbewerbsvorteil! Allerdings sind sie nicht ganz so leicht zu entwickeln und zu entdecken, da sie meist neu und unbekannt sind. Es lohnt sich jedoch, hier zu investieren!

Des Weiteren gibt es noch unerhebliche Merkmale und Rückweisungsmerkmale. Unerhebliche Merkmale sind „nice to haves“, ihr Vorhandensein führt weder zur Zufriedenheit, noch führt ihr Nichtvorhandensein zu Unzufriedenheit. Das sind meist Kleinigkeiten ohne Belang für den Kunden, wie ein vorhandener Zigarettenanzünder für Nichtraucher. Aus Anbietersicht ist es jedoch wichtig, um unerhebliche Merkmale zu wissen, da sich so oft Kosten einsparen lassen. Rückweisungsmerkmale sind Features, die bei Vorhandensein zu Unzufriedenheit führen, beim Weglassen jedoch nicht zu Zufriedenheit. Sie sind also die Umkehrung von Basisanforderungen. Deswegen lassen sich Rückweisungsmerkmale auch schwer abfragen, da sie dem Kunden nicht immer bewusst sind und mitunter nicht in Worte gefasst werden können. Ein Beispiel wären hier störendende Pop-Ups in einem Webshop.

Anwendung und Umsetzung im Kundenservice

Schauen Sie sich zunächst gründlich den Ist-Zustand Ihres Kundenservices an und teilen Sie Merkmale in die verschiedenen Anforderungskategorien ein. Welche Merkmale und Verhaltensweisen zeichnen Ihren Service aus? Was ist der Unterschied zur Konkurrenz? Wo sind Sie vielleicht sogar einzigartig? Welche Merkmale ziehen Ihre Kunden zum Vergleich zwischen Anbietern an? Leistungsmerkmale können bei Marktuntersuchungen erfragt werden und unterstützen Sie in der Beantwortung dieser Fragen und in der Einteilung. Der Kunde kann diese Leistungsanforderungen explizit nennen.

Als Nächstes schauen Sie sich an, ob überhaupt alle Basisanforderungen erfüllt sind. Ist dies der Fall, lohnt es sich, die Leistungsanforderungen anzugehen. Gibt es vielleicht Merkmale und Services, die integriert werden können? Sollten Sie dafür ein unerhebliches oder gar ein Rückweisungsmerkmal weglassen? Sind Sie und Ihre Kunden mit der Abdeckung der Leistungsmerkmale zufrieden, lohnt es sich, über ein Alleinstellungsmerkmal oder eine besondere Innovation in Ihrem Kundeservice nachzudenken, die für Begeisterung und Markenbindung Ihrer Kunden sorgt.

Fazit

Das Kano Modell hilft zu entscheiden, in welchem Bereich Ihres Kundenservices weitere Investitionen sinnvoll sind und wo es sich zuerst anzusetzen lohnt. Auch den Gewöhnungseffekt gilt es zu beachten. Wo ein Live Chat zum Kontaktieren des Kundenservice am Anfang vielleicht noch zur Begeisterung bei Kunden geführt hat, ist er inzwischen fast ein Standard und führt nicht mehr zur besonderen Wahrnehmung und Abgrenzung gegenüber der Konkurrenz. In allen Punkten Ihrer Dienstleistungen gilt zu beachten: Keine Unzufriedenheit bedeutet nicht automatisch Zufriedenheit! Wie sie Zufriedenheit oder sogar wahre Begeisterung bei Ihren Kunden hervorrufen, können Sie nun aus dem Kano Modell ableiten.

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Micro Moment erkennen und im Marketing nutzen

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Micro Moments Blogcast

https://open.spotify.com/episode/4hmpzStUX8vn7aLL1HDby3

Heutzutage haben wir unsere Smartphones überall dabei und das Internet jederzeit verfügbar bei uns in der Tasche. Das hat das Kaufverhalten erheblich verändert. Google erschuf zur Erklärung dafür die Micro Moments, einen relativ neuen Marketingansatz. Die Micro Moments lassen sich nutzen, um potenzielle Kunden, die rund um die Uhr online sind, zu erreichen und in ihrer Kaufentscheidung zu unterstützen. Hier erklären wir Ihnen, was Micro Moments sind, welche Arten von Micro Moments es gibt und wie sich dieses Wissen auf Ihr Marketing anwenden lässt.

Was sind Micro Moments?

Micro Moments sind einzelne Aktionen auf mobilen Endgeräten, die von einer Absicht gesteuert werden. Es sind Momente der Entscheidung, in denen wir als Nutzer Hilfe und Unterstützung haben wollen. Die Nutzer sind daher in diesen Situationen offener für Inhalte von Unternehmen und stehen ihnen nicht so kritisch oder abwertend gegenüber wie bei offensichtlichen Werbebotschaften, die ungebeten kommen.

[easy-tweet tweet=“Die Micro Moments sind keine komplett neue Idee, lediglich der Fokus auf die Nutzung von mobilen Endgeräten und auf Suchanfragen, decken hier neue Erkenntnisse auf.“ user=“MirkoPeters8″ hashtags=“Micro Momants“ url=“https://digital-magazin.de/micro-moment-erkennen-und-nutzen/“ template=“user“] Sie brauchen also Ihre Marketingstrategie wahrscheinlich nicht komplett umzukrempeln, wenn Sie mit den Micro Moments arbeiten wollen.

Erkenntnisse aus der User Experience, der Customer Journey und über die mobile Nutzung treffen in den Micro Moments aufeinander. Google hat mit der Definition der Micro Moments einen wahren Buzz in der Marketingwelt ausgelöst. Unzählige Daten und Erkenntnisse aus durchgeführten Studien flossen hier mit ein und die Umsetzungsmöglichkeiten wurden von Google gut beschrieben.

Die Micro Moments funktionieren so gut, da wir uns auf das Smartphone als primäre Informationsquelle verlassen. Das ist ein vielversprechender Ansatzpunkt für Unternehmen und eine gute Strategie, um Pull-Marketing zu betreiben. Um die Wichtigkeit mit ein paar Zahlen zu unterstreichen, hat Google für die Micro Moments gleich entsprechende Fakten mitgeliefert. So gibt es heute 65% mehr Nutzer, die online nach Informationen suchen als noch vor ein paar Jahren und 66% von Smartphone Nutzern suchen tatsächlich nach Informationen zu Angeboten, die sie in der Werbung im Fernsehen gesehen haben.

Was sind die 4 unterschiedlichen Micro Moments?

  • I want to know

Die Motivation für I want to know-Aktion am Smartphone oder Tablet ist sofort die entsprechende Information zur Verfügung gestellt zu bekommen und den Wissensdurst zu stillen. Hat man z.B. eine Frage gestellt bekommen, auf die man keine Antwort weiß oder ein Bild zu einem traumhaften Reiseziel, über das man mehr herausfinden möchte, gesehen, wird die entsprechende Information gesucht. Unternehmen können diesen Moment nutzen, indem sie hochwertigen Content zur Verfügung stellen, der diese Informationen liefert. Auch die Suchmaschinenoptimierung ist eine Reaktion auf den I want to know-Moment, denn der beste und informativste Content bringt nichts, wenn er nicht gefunden wird.

  • I want to go

Bei dem I want to go-Moment hat man schon eine klare Vorstellung von dem, was man möchte und sucht nur noch nach einer Umsetzungsmöglichkeit. Der Nutzer möchte z.B. in ein veganes Restaurant und sucht nun nach einem in seiner Nähe. Die Entscheidung zu handeln, ist bereits getroffen, daher bietet sich hier ein wirkungsvoller Ansatzpunkt für Unternehmen. Lokales Suchmaschinenmarketing und ein ansprechender POS wären Möglichkeiten, Kunden im I want to go-Moment anzusprechen.

  • I want to do

Auch beim I want to do-Moment ist die Entscheidung zu handeln bereits getroffen. Es wird lediglich nach einer Anleitung dazu gesucht. Das kann in Form von Tutorials, How-Tos, Checklisten oder Erklärvideos geschehen. Ein Nutzer möchte z.B. ein kleines Gartenhaus bauen und sucht nun nach einer übersichtlichen Anleitung. Als Unternehmen hilft es, diese bereitzustellen und damit Unterstützung und Lösungsmöglichkeiten für die Probleme der Kunden zu geben.

  • I want to buy

Der I want to buy-Moment ist jener Moment, in dem ein Kunde etwas kaufen möchte. Er hat bereits die entsprechende Entscheidung getroffen und möchte nun das Angebot erwerben. Für Unternehmen ist es ärgerlich, wenn Nutzer, die bereits so weit sind, dennoch abspringen, weil etwas im Moment des Kaufs schief läuft. Dem lässt sich durch eine gute Usability und eine kurze Antwortzeit des Kundenservice bei Rückfragen entgegenwirken.

Wie werden Micro Moments im Marketing genutzt?

Zur richtigen Zeit mit dem richtigen Inhalt am richtigen Ort sein. Das ist leichter gesagt als getan. Die Micro Moments geben trotzdem einige Anhaltspunkte, wie Ihr Marketing dahingehend verbessert werden kann.

Die Micro Moments ergänzen die Touchpoints Ihrer Kunden mit Ihrem Unternehmen um noch ein paar zusätzliche Möglichkeiten. Die Buyer Persona, die Sie wahrscheinlich schon im Laufe einer Customer Journey definiert haben, sollte also auch hier Grundlage für weitere Überlegungen sein. Besonders im Content-Marketing und bei SEO und SEA spielen die Micro Moments eine große Rolle. Aber sie sollten nicht darauf beschränkt werden. Ziel ist es, den potenziellen Kunden über alle Kanäle hinweg ein einheitliches Nutzererlebnis zu bieten, unabhängig davon, auf welchem Endgerät sie unterwegs sind. Unternehmen sollten ganzheitlicher denken und verschiedene Teams und Kompetenzen verknüpfen, um eine optimale User Experience bieten zu können und Kunden in den Micro Moments gezielt ansprechen zu können.

Auch der Fokus auf schnelle Lead-Generierung, den Sie vielleicht auch haben, sollte mit den Micro Moments überdacht werden. Hier bieten sie ebenfalls die Möglichkeit, ein ganzheitlicheres Bild vom Kunden zu zeichnen und sie zeigen auf, dass viele Kunden einfach noch zu früh in der Customer Journey unterwegs sind, als dass sie zu sinnvollen und hochwertigen Leads werden. Durch die Micro Moments können sie trotzdem mit passenden Inhalten angesprochen werden und zu einem späteren Zeitpunkt zu qualitativen Leads werden.

Google empfiehlt Unternehmen drei Strategien zur optimalen Nutzung der Micro Moments: Be there, be useful und be quick

Sie sollten im gesamten Verlauf der Kundenreise präsent sein, nicht nur in dem Moment, in dem der Kunde auch wirklich bereit ist zu kaufen. Sie sollten alle vier Micro Moments einzeln abfragen und brainstormen, wann sie für Ihr Unternehmen auftreten könnten und wie Sie hier die potenziellen Kunden am besten ansprechen können.

  • Be useful

Auch hier sollten Sie alle vier Micro Moments einzeln anschauen und jeweils die Fragen stellen, wie Sie den Nutzer hier am besten unterstützen können. Vor welchen Herausforderungen steht er? Welche Bedürfnisse hat er? Wie ist das Ganze im mobilen Kontext zu sehen?

  • Be quick

Für den Erfolg der Be quick Strategie sollten Sie schneller als die Konkurrenz sein. Auch hier können Sie sich wieder für jeden einzelnen Micro Moment die Frage stellen, wie Sie das erreichen können und Ihren potenziellen Kunden schnell die richtigen Informationen zur Verfügung stellen können.

Fazit

Die Micro Moments sind eine weitere Ergänzung zu den immer beliebter und erfolgreicher werdenden Inbound oder Pull-Marketingansätzen. Sie erklären das Nutzerverhalten auf mobilen Endgeräten und die relativ neuartige Situation, 24 Stunden weltweit Informationen einholen zu können oder rund um die Uhr ohne das Haus zu verlassen einkaufen zu können. Wie das am besten von Unternehmen genutzt werden kann, ist relativ leicht verständlich und auch die Integration in Ihre bestehenden Marketingstrategien meist problemlos möglich. Vor allem die jüngeren Generationen stehen klassischen Marketingmaßnahmen zunehmend kritischer gegenüber. In den Micro Moments sind aber auch sie bereit, Inhalte von Unternehmen zu konsumieren, da sie eine bewusste Entscheidung zu einer Aktion getroffen haben und hier nun Unterstützung und Hilfe haben wollen. Nutzt Ihr Unternehmen diesen Moment sinnstiftend, führt das zu Zufriedenheit und Erfolgserlebnissen auf Kunden und Unternehmensseite.

Kurz erklärt – Onlinezugangsgesetz (OZG)

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https://open.spotify.com/episode/6TwqDGvaOn1waygKthHsUf

Das Onlinezugangsgesetz soll dafür sorgen, dass die Interaktion von Einzelpersonen oder Unternehmen mit Behörden leichter, schneller und auf die heutige Zeit angepasst wird. Das OZG ist ein relativ aktuelles Gesetz, dass sich momentan mitten in der Umsetzung befindet. Für Einzelpersonen und Unternehmer kann es eine große Erleichterung bedeuten. Deswegen lohnt es sich, sich mit diesem Gesetzt auseinander zu setzen. Hier erklären wir Ihnen, was das OZG ist, wie es umgesetzt wird und was das für Sie bedeutet.

Was ist das Onlinezugangsgesetz?

Das Onlinezugangsgesetz, abgekürzt auch OZG, soll den online Zugriff auf Leistungen von Behörden und Verwaltung bis Ende 2022 erheblich verbessern und vereinfachen. Sowohl Bund, wie auch Länder und Kommunen müssen bis dahin alle ihre Verwaltungsleistungen online zugänglich gemacht haben. Das OZG wurde im Jahr 2020 in Deutschland verkündet.

600 Leistungen, die von Behörden angeboten werden, wurden definiert und sollen bis Ende 2022 digital zur Verfügung stehen. Diese Leistungen sind im OZG-Umsetzungskatalog enthalten. Im Gegensatz zu bisherigen Gesetzen ist dieser nicht nach den offiziellen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten unterteilt, sondern richtet sich gezielt nach den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer, also Einzelpersonen oder Unternehmen. Es gibt 14 übergeordnete Themenfelder, wie zum Beispiel „Unternehmensführung & -entwicklung“, „Umwelt“, „Gesundheit“, „Arbeit und Ruhestand“ oder „Familie und Kind“. Die Themenfelder sind wiederum in 50 Lebens- und Geschäftslagen unterteilt. Das wird am Beispiel vom Themenfeld „Bildung“ besonders deutlich. Das Themenfeld Bildung ist wiederum in die unterschiedlichen Lebenslagen Berufsausbildung, Studium, Schule und Weiterbildung unterteilt.

Bisher war es meist so, dass ähnliche Leistungen, die sich auf die gleiche Lebenslage beziehen, bei verschiedenen Behörden angefragt werden mussten. Diese unterschiedlichen Zuständigkeiten sind für Laien meist nicht nachvollziehbar und führen zu viel Ärger und Kopfzerbrechen. Das soll mit dem OZG geändert werden. Hier sollen sich nun Leistungen, die sich auf eine Lebenslage beziehen, auf einmal und zentral beantragen lassen. Das ist eine bedeutende Änderung und eine Besonderheit am OZG. Erstmalig werden hier wirklich die Nutzer und Nutzerinnen in den Mittelpunkt der Entwicklung gestellt.

Das Ziel ist es, bis 2022 alle Verwaltungsleistungen digital anzubieten und zusätzlich eine hohe Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen zu erreichen. Hieran kann dann auch der Erfolg der Umsetzungsprogramme gemessen werden.

Ein Bundesportal, auf dem man ein Nutzerkonto als Identifizierungskomponente anlegen kann, soll außerdem mit dem OZG aufgebaut werden. Die Verwaltungsportale von Bund und Ländern werden damit verknüpft. So sollen die Kompetenzen von Bund, Ländern und Kommunen optimal vernetzt werden und die Digitalisierung in Deutschland vorangetrieben werden.

Bürger und Unternehmen bekommen durch das Nutzerkonto eine digitale Identität, mit der sie mit den Behörden kommunizieren können. So entsteht ein barrierefreier und medienbruchfreier Zugang zu den digitalen Leistungen der Behörden. Öffentliche Stellen, die allerdings noch definiert werden müssen, dürfen dann die Registrierung des Benutzerkontos durchführen. Wie genau die Identifikation abläuft, ist auch noch nicht klar definiert. Hier heißt es also erstmal noch abwarten, bis Genaueres zu dem Prozess feststeht.

Auch für Staatsangehörige eines anderen Landes der EU sollen die digitalen Leistungen zur Verfügung stehen. Das soll mittels einer eCard geschehen.

Was bringt das Onlinezugangsgesetz?

Die im OZG-Umsetzungskatalog enthaltenen Leistungen werden mit zwei Digitalisierungsprogrammen umgesetzt. Ein Programm ist für die Bundesebene, das andere für die Bundesländer- und Kommunalebene. Die Bundesländer sollen im ständigen Austausch miteinander stehen und ihre Ergebnisse teilen. Hat also etwas gut in einem Bundesland funktioniert, soll das Teilen der Ergebnisse, eine effiziente und flächendeckende Umsetzung ermöglichen. In der Praxis steht hier viel Arbeit an, da die jeweiligen Portale von Bund, Ländern und Kommunen miteinander verknüpft werden müssen. Einheitliche IT Verfahren und software sind hierfür eine Grundvoraussetzung.

Für die Umsetzung des OZGs gibt es außerdem zum Beispiel eine Themenfeldplanung. Die Beteiligten legen hier einen detaillierten Umsetzungsplan fest. Leistungen von Behörden, die eine hohe Priorität haben, werden identifiziert und anschließend entwickeln Digitalisierungslabore nutzerorientierte Prototypen. Effiziente Lösungen sollen so entwickelt werden.

Viele Formulare oder Dokumente können nun, anstatt einem persönlichen Antrag oder per Post, digital eingereicht werden. Das ist nutzerfreundlich und kommt sowohl Einzelpersonen, wie auch Unternehmen zugute. Für die Online Anträge war ein Express-Digitalisierungslabor zuständig. Das kann unbürokratisch und effizient arbeiten, um die Digitalisierung von Leistungen von Behörden zu beschleunigen. In diesen Digitalisierungslaboren werden auch andere Leistungen, die eine hohe Priorität haben, laufend in Richtung online Zugriff entwickelt.

Was bedeutet das Onlinezugangsgesetzt für mich?

Um das OZG zu verstehen, sollten Sie zunächst die Wörter Portalverbund, Verwaltungsportal, Verwaltungsleistungen, Nutzer, Nutzerkonto und IT-Komponenten verinnerlichen. Dieser Artikel gibt Ihnen bereits einen Überblick, was diese Wörter bedeuten. Auch im OZG Gesetzestext an sich werden diese am Anfang nochmal definiert.

Wohnen Sie in Bayern, konnten Sie vielleicht etwas Erfahrung mit den digitalen Leistungen von Behörden sammeln. Mit dem Bürgerservice Portal, oder auch BayernID, wird hier bereits von Verwaltungen genutzt.
Ansonsten heißt es wohl noch etwas warten, bevor wir 2022 dann alle Leistungen von Behörden online nutzen können. Als Einzelperson ist das natürlich praktisch und macht die langwierigen und nervigen Behördengänge weitaus angenehmer. Auch der Zeitaufwand sollte sich verkürzen, fallen doch die Wartezeiten und der Anfahrtsweg weg. Mehr Zeit also für eigene Projekte und Hobbies. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass wir nicht mehr auf die Öffnungszeiten von Behörden angewiesen sind. Es muss nicht extra viel früher Feierabend gemacht werden, um es rechtzeitig vor Schluss der Öffnungszeiten zur jeweiligen Behörde zu schaffen. Auch für Unternehmen ist das natürlich eine Erleichterung, eigentlich unnötige Fehlzeiten aufgrund von Behördengängen fallen weg, die sich je nach Lebenslage der Mitarbeiter doch auch sehr häufen können. Unternehmen können ebenfalls die digitalen Leistungen von Behörden in Anspruch nehmen, was auch hier viel Zeit und Nerven spart. Anträge können einfach online eingereicht werden und auch hier fällt die Warterei und der Anfahrtsweg, sowie das ständige Weitergereicht werden von einer Behörde zur nächsten einfach weg.

Kritik am Onlinezugangsgesetz

Zweifel an der Umsetzung bis 2022 bestehen und den meisten ist klar, dass es noch viel bis dahin zu tun gibt. Allerdings wird die jeweilige Priorisierung der Leistungen in den unterschiedlichen Themenfeldern ebenfalls kritisiert. Gerade Kleinunternehmen fühlen sich gegenüber Konzernen oder großen Unternehmen im Nachteil, da die Priorisierung der Leistungen eindeutig zugunsten von Großunternehmen ausfällt. Auch das Fehlen eines Modells oder Gesetzes, was nach der Umsetzung mit dem OZG geschehen soll, wird kritisiert. Es sollte nicht nur einmalig entwickelt und danach gewartet werden, sondern auch regelmäßig weiterentwickelt werden, um stets auf dem neuesten Stand und damit auf den Nutzer ausgerichtet zu bleiben.

Fazit zum Onlinezugangsgesetz

Gemeinsame Standards, Services oder Schnittstellen sind ein zentrales Thema beim OZG. Auch der Fokus auf die Nutzer und Nutzerinnen steht ganz im Zeichen der heutigen Zeit und die Bereitstellung elektronischer Dienstleistungen bringt Deutschland einen großen Schritt näher an die Digitalisierung. Wird das OZG wirklich so nutzerorientiert umgesetzt, wie geplant, wird es eine große Erleichterung für Einzelpersonen und Unternehmen, in Zukunft die digitalen Verwaltungsleistungen in Anspruch zu nehmen. Es befindet sich allerdings momentan noch mitten in der Umsetzung und viele Fragen und Unklarheiten bleiben bisher offen. Es heißt also abwarten, wie genau das OZG unser Leben (als Unternehmer) erleichtern wird.

Customer Journey Mapping – Unternehmen aus Kundensicht entwickeln

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Wofür brauche ich eine Customer Journey Map?

Eine Customer Journey Map ist das perfekte Tool, um sich in Ihre Kunden hineinzuversetzen und in ihre Köpfe zu blicken. Der Prozess des Erstellens bietet Ihnen viele neue Einblicke und Erkenntnisse, um Ihr Unternehmen aus Kundensicht zu entwickeln. Eine customer journey Map ermöglicht Ihnen herauszufinden, ob an einer bestimmten Stelle im Kontakt mit Ihrem Unternehmen die Erwartungen des Kunden enttäuscht werden oder sogar übertroffen werden. Sie ist ein Werkzeug, um Empathie für Ihre Kunden aufzubauen und sie begeistern zu können, um sie langfristig an sich und Ihre Marke zu binden. Hier erfahren Sie, wie sie eine Customer Journey Map erstellen und was dabei zu berücksichtigen ist.

Warum sollten Unternehmen aus Kundensicht entwickelt werden?

Kundenzentrierte Entwicklung ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Unternehmen. Die Kundensicht konsequent in Unternehmensprozesse zu integrieren treibt Innovationen voran, schafft Ihnen einen Vorteil im Wettbewerb und hilft Ihnen, Ihre Kunden zu begeistern und immer wieder zum Kauf zu bewegen oder Sie weiterzuempfehlen. Es erspart Ihnen das teure Entwickeln von Produkten, die später nicht am Markt überzeugen, da Sie Ihre Kunden von Anfang an ins Zentrum stellen und sich auf ihre Wünsche und Bedürfnisse ausrichten. Für die Entwicklung von Unternehmen aus Kundensicht gibt es diverse Strategien und Werkzeuge, eines davon ist das Customer Journey Mapping.

Was ist Customer Journey Mapping?

Customer Journey Mapping, auch Abbildung eines Kundenerlebnisses, ist ein Werkzeug aus dem Customer Experience Management. Es hilft Ihnen, Ihre Kunden zu verstehen. Der Weg vom Kunden vom Zeitpunkt vor dem Erstkontakt mit Ihrem Unternehmen bis zur Zeit nach dem Kauf wird mit der Customer Journey Map vollständig visuell wiedergegeben. Die Kundenreise wird normalerweise als linearer Verlauf dargestellt und jeder einzelne Schritt auf der Reise nach bestimmten Kriterien analysiert:

Die Phasen des Prozesses, den Ihr Kunde durchläuft
Die spezifischen Schritte, die Ihr Kunde in jeder Phase unternehmen muss oder auch die Touchpoints mit Ihrem Unternehmen
Die Kanäle, die der Kunde durchläuft oder auch die genaue Bewegung des Kunden durch den Prozess
Die ausgelösten Emotionen in jedem Schritt (positiv, neutral, negativ)
Der Spannungsbogen oder als wie bedeutsam Ihr Kunde den jeweiligen Schritt einstuft

Schlüsselfaktoren, die zur Kundenzufriedenheit oder -enttäuschung führen werden dadurch herausgearbeitet. Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Berührungspunkten, Kanälen und Emotionen werden sichtbar gemacht. Die Schritte oder Berührungspunkte auf der Customer Journey Map können direkt und indirekt mit Ihrem Unternehmen zusammenhängen. Direkter Kontakt ist z.B. das Gespräch mit einem Ihrer Vertreter; indirekter Kontakt kann das Erlebnis bei der Post, beim Abholen Ihres Paketes sein.

Mit der Customer Journey Map lassen sich so auch Schwachstellen und Pain Points auf der Kundenreise aufdecken, die zum Kaufabbruch führen. Zugleich lassen sich auch Kaufbeschleuniger, also ausgesprochen positive Emotionen im Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen, identifizieren. 

Mit diesen neuen Erkenntnissen können Sie gezielt entscheiden, wo Sie zuerst ansetzen und wo eine Änderung den besten Effekt und eine sofortige Verbesserung mit sich bringt. Auch Investitionen können so noch einmal aus Kundensicht analysiert werden, ob Sie zu den gewünschten Ergebnissen und tatsächlich zu einem besseren Kundenerlebnis führen.

Wie lässt sich Customer Journey Mapping umsetzen und anwenden?

Es gibt keine Standardnormen für die Erstellung einer Customer Journey Map, Sie sollten sich also zuerst überlegen, welche Art der Darstellung am besten zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt. Das Beschreiben der Kundenreise können Sie allein machen, besser jedoch in einem kleinen Team, um sich auszutauschen und verschiedene Sichtweisen mit einfließen zu lassen.

Die Customer Journey Map basiert auf einer Buyer Persona, das heißt Sie sollten sich zunächst darüber im Klaren sein, für welche Persona Sie die Map erstellen wollen. So können Sie perfekt auf Ihr Kundensegment eingehen und fokussieren. Denn ein Angebot, was alle anspricht, gibt es nicht und Marketingstrategien etc. lassen sich besser auf einer spezifischen Zielgruppe aufbauen.

Haben Sie Ihre Buyer Persona definiert, fangen Sie an, die verschiedenen Schritte (also Berührungspunkte) im Zusammenhang mit Ihrem Angebot zunächst zu brainstormen. Beachten Sie hier, dass der erste Berührungspunkt schon vor dem Erstkontakt mit Ihrem Unternehmen liegen kann. Ihre Buyer Persona hat beispielsweise ein bestimmtes Problem und fragt sich, wie sie es lösen kann.

Die Schritte werden dann um ein Storyboard ergänzt. Das ist eine kleine Skizze, die Sie zu jedem einzelnen Schritt hinzufügen und so die Schritte visualisieren und Eventuell vorhandene Unklarheiten oder unlogische Reihenfolgen aufdecken. Hier ist keine künstlerische Begabung notwendig, die Skizze kann ganz einfach gehalten werden.
Haben Sie das erledigt, sollten Sie die verschiedenen Kanäle (online und offline!) mit in die Customer Journey Map einfließen lassen. Sie sollten zu jedem Schritt hinzufügen, wo dieser stattfindet, sei dies im Onlineshop, beim Telefonat mit dem Kundenservice oder bei der Post beim Abholen Ihres Pakets.

Danach definieren Sie die Emotion zu jedem einzelnen Schritt. Bei jedem Schritt sollte angemerkt sein, ob eine positive, neutrale oder negative Emotion ausgelöst wird. Ziel ist es, zunächst jegliche negative Emotionen aus der Customer Journey Map zu entfernen, indem Sie Ihre Prozesse und Services optimieren. Danach können Sie beginnen, neutrale Erlebnisse in positive oder gar in Begeisterung zu verwandeln. Die Gefühlswahrnehmung können Sie als Zahlenwert zu den Schritten hinzufügen oder besser noch in ein einfaches Liniendiagramm überführen, dass den emotionalen Verlauf im Laufe der Customer Journey graphisch wiedergibt.

Sie sollten stets im Hinterkopf haben, dass Erlebnisse für jeden eine unterschiedliche Bedeutung haben. Hat ein Schritt eine große Bedeutung für Ihre Buyer Persona, sollte er auch für Ihr Unternehmen die entsprechende Bedeutung haben, auch wenn Sie es persönlich vielleicht nicht so bedeutend finden. Diese Bedeutung können Sie mit einem Spannungsbogen darstellen. Jedem Berührungspunkt wird auf einer numerischen Skala eine Bedeutung zugeordnet. Wie viel Aufregung, Spannung oder Drama spürt Ihre Buyer Persona in diesem Moment?
Diesen Spannungsbogen sollten Sie mit dem emotionalen Verlauf vergleichen. Ist die Spannung hoch und die Emotion negativ, müssen Sie hier dringend ansetzen. 

Eine hohe Spannung und ein sehr positives Erlebnis ist jedoch gut und die Buyer Persona wird sich gerne an Sie erinnern. Ihre Customer Journey muss nicht perfekt sein, schon der Versuch Sie zu Papier zu bringen, kann viele neue Erkenntnisse bringen. Für die Customer Journey Map gibt es viele vorgefertigten Vorlagen, die Sie herunterladen und ausdrucken können oder Sie erstellen sie nach Ihren eigenen Vorstellungen einfach selbst. Auch Tools und Programme zur Erstellung gibt es inzwischen diverse. Je nach Vorliebe kann die Customer Journey Map als Tabelle, Matrix oder als detaillierte Grafik erstellt werden. Im Endeffekt ist jede Customer Journey Map einzigartig und individuell auf Ihr Unternehmen angepasst. Für andere Leistungen, Zielsetzungen oder Buyer Personas sollten Sie jeweils eine eigene Customer Journey Map anlegen, um den Überblick zu behalten und die unterschiedlichen Kundereisen besser herauszuarbeiten.

Idealerweise befragen Sie auch Ihre Kunden zu Ihren Erlebnissen und Berührungspunkten mit Ihrem Unternehmen und tauschen sich mit Ihnen aus.

Customer Journey Mapping – Slideshare 

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Fazit

haben bereits viele Einsatzmöglichkeiten kennengelernt, Ihrer Kreativität sind allerdings keine Grenzen gesetzt, da es keine festen Vorgaben oder ein fixes Modell zur Abbildung der Kundenreise gibt. Die Customer Journey Map lässt sich nicht nur verwenden, um den aktuellen Kundenweg abzubilden, sie kann auch als Vision eines zukünftigen Kundenweges dienen. Sie können sie zur Produktentwicklung und -optimierung nutzen, zur Planung und Überprüfung von Marketingmaßnahmen, zur abteilungsübergreifenden Ausrichtung auf Ihre Kunden oder zum Identifizieren von Tracking-Möglichkeiten und UX-Problemen. Damit ist die Customer Journey Map ein unverzichtbares Werkzeug zur kundenzentrierten Entwicklung und zum Erreichen Ihres langfristigen Erfolges! Ein spannende Ergänzung zur Customer Journey Map ist das Value Model Canas.

Kurz erklärt – Das Business Model Canvas

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Was Ihnen das Wissen um das Business Model Canvas bringt

Flexibel, visuell ansprechend, transparent, einfach verständlich und übersichtlich: Das Business Model Canvas ist ideal zum Brainstorming (neuer) Geschäftsmodelle. Wenn Sie möchten, können Sie aus dem Business Modell Canvas Ihren Business Plan erstellen, da es als ideale Grundlage hierfür dient. Lesen Sie hier, was genau das BMC ist und wie Sie es anwenden können.

Was ist das Business Model Canvas?

Das Business Model Canvas wurde im Jahr 2004 von Alexander Osterwalder entwickelt und gewinnt seitdem stetig an Beliebtheit auf der ganzen Welt. Anhand des Business Model Canvas, oder auch kurz BMC, lassen sich Geschäftsmodelle bildlich darstellen und erklären. Gerade für Start Ups lässt sich durch die Visualisierung testen, ob die Idee sinnvoll ist und überhaupt profitabel sein kann. Häufig wird es zur Ergänzung des Business Plans verwendet, kann diesen, will man einen modernen Ansatz, aber auch komplett ersetzen. In der Lean Start Up Philosophie ist das BMC ein ganz wesentliches Element.

Nicht nur eine gute Idee, auch ein gutes Geschäftsmodell sind Voraussetzung für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens.

Alle wesentlichen Stellschrauben eines gut funktionierenden Geschäftsmodells werden mit dem Business Model Canvas grafisch und kompakt auf ein Blatt gebracht. Durch das vorgegebene Schema schafft es Vergleichbarkeit und ermöglicht so, Varianten eines Geschäftsmodells gegeneinander zu testen, wie auch bestehende Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln und Innovationen voranzutreiben. Auch Schwachstellen werden aufgedeckt, wenn Sie sich das BMC zu Herzen nehmen.

Alle 9 Elemente im Business Model Canvas

Das Business Modell Canvas besteht aus 9 Feldern. Hier erklären wir Ihnen die verschiedenen Elemente.

  • Customer Segments

Hier ist Ihre Zielgruppe zu beschreiben. Haben Sie noch keine Zielgruppe definiert, können Sie Marktsegmente, denen das Produkt oder der Service besonders helfen würde oder Personas hier aufführen. Das kann eine ganz kleine Nische oder eine breite Zielgruppe sein. Wichtig jedoch ist, dass sie in jedem Fall zu den Value Propositions passt.

  • Value Propositions

Welchen Mehrwert bieten Sie Ihrer Zielgruppe oder welche Probleme Ihrer Zielgruppe lösen Sie? Hier wird genau beschrieben, welche Bedürfnisse der Kunden Sie erfüllen. Dieses Feld kann auch Nutzerversprechen genannt werden. Hier kommen verschiedene Adjektive ins Spiel, die dieses Versprechen erfüllen. Ist das Produkt oder die Dienstleistung neuer, besser, schöner designt, individueller, …?

  • Channels

Channels sind die Vertriebskanäle Ihres Unternehmens. Auf welchen Wegen die Interaktion mit den Kunden von der ersten Berührung mit Ihrer Marke bis zu Kundenbindungsmaßnahmen nach dem Kauf stattfindet, wird hier beschrieben. Auch die Customer Journey, also wie und wann die Kundensegmente mit den jeweiligen Kanälen in Berührung kommen, sollte hier berücksichtigt werden.

  • Customer Relationships

Welche Art von Kundenbeziehung Ihre Zielgruppe erwartet, wird in diesem Element festgehalten. Gut ist auch, hier die groben Kosten für diese Maßnahmen aufzuführen und wie die Maßnahmen in die Geschäftsprozesse integriert werden. Als Inspiration können Sie sich z.B. anschauen, ob Ihre Kunden sich persönliche Beratung, Selbstbedienung, automatisierte Services oder eine Community wünschen.

  • Revenue Streams

In diesem Element schauen Sie sich an, wie viel und für was genau Ihre Kunden bereit sind zu zahlen. Auch die bevorzugten Zahlungswege und die Anteile von einzelnen Einkommensströmen am Gesamteinkommen sollten hier detailliert dargestellt werden. Zusammengefasst zeigen die Einkommensquellen, wie Ihr Unternehmen Geld verdient.

  • Key Resources

Mit dem Feld der Schlüsselressourcen wechseln wir von der Kunden- zur Unternehmensseite. Welche Ressourcen werden zur Erfüllung des Werteversprechens benötigt? Auch die nötigen Ressourcen für die Kundenbeziehungen, Distributionskanäle und die Einkommensströme sollten erwähnt werden. Die Ressourcen können finanzieller, materieller, intellektueller oder humaner Natur sein.

  • Key Activities

Hier sind die nötigen Schlüsselaktivitäten zum Erreichen des Werteversprechens aufgelistet. Welche Aktivitäten sind am wichtigsten und ergeben sich aus den Feldern „Channels“, „Customer Relationships“, „Value Propositions“ und „Revenue Streams“? Das können Produktionsaktivitäten, Networking und Vernetzung oder Aktivitäten zur Problemlösung sein.

  • Key Partnerships

Hier werden alle wichtigen Lieferanten, Partner und Dienstleister aufgeführt, die unverzichtbar für die Bereitstellung der Kanäle, für die Umsetzung der Schlüsselaktivitäten und des Werteversprechens sind. Was sind die Beweggründe für die Schlüsselpartnerschaften und was motiviert die Partner, Sie langfristig zu unterstützen? Wie können Sie Risiken und Unsicherheit wie z.B. Lieferverzögerungen minimieren und das Beste aus diesen Partnerschaften herausholen?

  • Cost Structure

In diesem Feld wird genau angeschaut, welche Schlüsselaktivitäten und Schlüsselressourcen wie viel kosten. Welche Kosten sind für das Geschäftsmodell unverzichtbar und was kostet am meisten? Die Kostenstruktur ist das Gegenelement zu den Einkommensströmen. Fixkosten, variable Kosten und die Skalen- und Verbundeffekte sollten hier unbedingt berücksichtigt werden.

Wie wird das Business Model Canvas angewendet?

Das Schöne am Business Model Canvas ist die kinderleichte Anwendung. Sie brauchen kaum Material außer einem großen Blatt Papier oder einem Flipchart und Post Its und Sie benötigen so gut wie keine Vorbereitungszeit. Sie können das Business Model Canvas als PDF herunterladen und ausdrucken oder es selbst aufzeichnen. Dann können Sie auch schon loslegen. Am besten befüllen Sie die einzelnen Felder mit Post Its, so können Sie leichter Änderungen vornehmen, Post Its jederzeit austauschen oder wieder wegnehmen. Natürlich lässt es sich auch digital ausfüllen und kann so auch von Remote Teams gemeinsam bearbeitet werden.

Fangen Sie am besten mit dem Feld „Customer Segments“ auf der Kundenseite des Business Model Canvas an, da das Geschäftsmodell anhand dieser Zielgruppe entwickelt werden sollte. Sie können für die jeweiligen Kundensegmente oder Personas unterschiedliche Farben verwenden, um im weiteren Verlauf die Zugehörigkeit zu den jeweiligen Kundensegmenten oder Personas klar zu machen. Danach machen Sie mit den „Value Propositions“ weiter. Die Werteversprechen sollten perfekt auf die Kundensegmente abgestimmt sein. Als Nächstes können Sie sich die „Channels“ vornehmen. Hier listen Sie alle Kommunikations- und Vertriebskanäle auf, über die Sie das Werteversprechen liefern. Skizzieren Sie hier auch die customer journey! Idealerweise ordnen Sie die verschiedenen Inhalte in den einzelnen Feldern jeweils nach Priorität. Jetzt geht es zum Schluss der Kundensite mit den „Revenue Streams“ weiter, das Element ist die Verbindung von der Kunden- und der Unternehmensseite des Business Model Canvas. Hier führen Sie Ihre Preisstrategien und die gewünschte Form der Einnahmen auf.

Auf der Unternehmensseite des Business Model Canvas fahren Sie mit den „Key Ressources“ fort. Führen Sie alle benötigten Ressourcen und Infrastuktur auf, die Sie für die Umsetzung des Werteversprechens brauchen. Danach listen Sie die „Key Activities“ auf. Alle zentralen Aktivitäten, die Ihnen ermöglichen, die bereits ausgefüllten Elemente umzusetzen, werden hier inkludiert. Als Vorletztes brainstormen Sie Ihre „Key Partners“. Dieses Feld ist eng mit den Schlüsselressourcen und -aktivitäten verknüpft. Lieferanten, die Sie für Ihre Ressourcen brauchen oder Partner, an die Sie Aktivitäten outsourcen, müssen hier erwähnt werden. Zuletzt nehmen Sie sich die Kostenstruktur vor. Dieses Feld können Sie nun relativ einfach ausfüllen, da Sie bereits die entsprechende Vorarbeit geleistet haben und wissen, welche Schlüsselressourcen und -aktivitäten welche Kosten verursachen.

Typischerweise wird in dieser Reihenfolge vorgegangen. Wenn Sie sich allerdings so fühlen, als würde dies nicht zu Ihnen passen, können Sie auch eine beliebige Reihenfolge wählen. Hauptsache, Sie bearbeiten alle Felder.

Fazit

Das Business Model hilft Ihnen kurzfristig wie auch langfristig dabei, den Fokus auf das Wesentliche zu setzen und zu priorisieren, was Ihr Geschäft wirklich voranbringt. Es zeigt, wie Sie noch besser auf Kundenwünsche eingehen können und welche nicht so wichtigen Tätigkeiten Sie outsourcen, minimieren oder gar ganz weglassen können. Sie können Ihre Start Up Idee prüfen oder verschiedene Varianten gegeneinander testen, sowie bestehende Geschäftsprozesse optimieren. Das Business Model Value kann mit dem Value Model Canvas ergänzt werden um den Faktor Unternehmenswerte mit in den Fokus zu setzen.

Google Analytics User-ID: Vorteile und Einschränkungen

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